Sonntag, 31. Mai 2026

Trinitatis: Ein Fenster in den Himmel

Wenn Sie das nächste Mal in die Gustav-Adolf-Kirche kommen, dann schauen Sie doch einmal genauer auf die drei schmalen Fensterbahnen hoch oben in der Altarwand. Sie können von unten nicht alle Farbelemente erkennen. Deshalb habe ich die Fenster von einem erhöhten Standpunkt fotografiert. Sie sind ein Sinnbild für das, was wir am Sonntag Trinitatis bedenken: die Trinität - die Dreieinigkeit - Gottes.

Hans Ohlms 1967

Oft wurde ich gefragt: „Was hat es eigentlich mit dieser Dreieinigkeit auf sich? Das klingt so kompliziert – drei in einem, eins in drei?“

An diesem theologischen Rätsel haben sich seit Jahrhunderten kluge Köpfe abgearbeitet. Aber wenn ich auf diese drei Fenster schaue, dann verliert das Thema für mich seine „akademische Schwere“ und wird zu einer Geschichte, die von unserem Leben erzählt.

Drei Fenster, ein Licht

Wie Sie sehen, sind es drei einzelne Fenster, voneinander getrennt durch das Mauerwerk. Doch es ist dasselbe Licht, das durch alle drei Fenster in den Kirchenraum fällt. Genau so haben die ersten Christen Gott erfahren. Sie hatten keine Theorie im Kopf, sondern eine Geschichte im Herzen:

  • Das erste Feld: Gott, der Schöpfer.

  • Das mittlere Feld: Gott, der Sohn.

  • Das dritte Feld: Gott, der Heilige Geist.

Lassen wir nun die Farben auf uns wirken

Wer genauer hinsieht, bemerkt, dass die Farben nicht zufällig verteilt sind. Hans Ohlms nutzt eine theologische Grammatik, die eng mit den klassischen, liturgischen Farben der Kirche verwoben ist:

  • Das Wechselspiel an den Rändern (Grün und Gelb): 

In den beiden äußeren Fenstern entdecken wir ein vertrautes Echo. Links (Gott, der Schöpfer) dominiert das große Grün – die Farbe des Lebens und der Schöpfung – mit einem kleinen gelben Tupfer darunter. Rechts (Gott, der Heilige Geist) dominiert das große Gelb – die Farbe des göttlichen Lichts und der Pfingstwärme – mit einem kleinen grünen Tupfer darunter. Schöpfung und Geist spiegeln sich ineinander wider: Gottes Atem ist von Anfang an in der Schöpfung, und der Geist lässt in uns neues Leben wachsen.

  • Die diagonale Klammer (Violett und Blau): 

Wenn wir die äußeren Fenster ganz oben und ganz unten betrachten, entdecken wir eine faszinierende, kreuzweise Symmetrie:

    • Links oben und rechts unten leuchtet Violett. Violett ist in der Kirche die Farbe der Vorbereitung, der Besinnung und des Wartens (wie in der Passionszeit und im Advent). Das Schöpfungsfenster beginnt im Violett des Anfangs (bevor das Licht kam); das Geistfenster mündet unten im Violett, denn der Geist führt uns in die innere Einkehr und Umkehr und das Warten auf Gottes Ewigkeit.

    • Links unten und rechts oben leuchtet Blau. Blau steht für den Himmel und die Unendlichkeit Gottes. Das Schöpfungsfenster gründet unten im göttlichen Blau, während das Geistfenster oben in den offenen Himmel führt. Diese Überkreuzung klammert die beiden äußeren Fenster fest zusammen: Anfang und Ende, Himmel und Erde halten sich die Waage.

  • Das mittlere Fenster: Die ganze Fülle in Christus 

Das mittlere Fenster (Gott, der Sohn) bricht aus diesem starren Symmetriesystem aus. Es ist das einzige Fenster, das die gesamte göttliche Farbpalette in einer vertikalen Linie in sich vereint. Es erzählt uns die Lebens- und Heilsgeschichte Jesu von oben nach unten:

    • Ganz oben das Gelb: Christus kommt aus dem göttlichen Licht des Vaters zu uns.

    • Darunter das Blau: Er durchschreitet den Himmel und wird Mensch auf der Erde.

    • Im Zentrum das große, einmalige Rot: Diese Akzentuierung unterstreicht das reformatorische „Solus Christus“ (Allein Christus). Die Menschwerdung Gottes, sein Leiden und Sterben für uns, ist ein einmaliges, unübersehbares geschichtliches Ereignis. Gott ist ein einziges Mal Mensch geworden und für uns gestorben. Dieses markante Rot verweist direkt auf Golgatha – ein exklusiver Liebesbeweis, der im Zentrum unseres Glaubens steht.
    • Ganz unten das Grün: Das Kreuz ist jedoch nicht das Ende. Es mündet unten im frischen Grün. Das ist die Farbe der Hoffnung, der Auferstehung und des neuen, ewigen Lebens, das aus dem Grab hervorgeht. Das Sterben Christi bringt der Welt neues Leben.

Was wir im Geiste sehen können: Unsichtbare Symbole

Wer dieses Originalfenster betrachtet, entdeckt eine bewusste, abstrakte Komposition, die auf konkrete Formen verzichtet. Und doch lädt uns diese Reduziertheit geradezu ein, im Geiste Symbole einzufügen, die den Farben ihren tiefen Sinn geben:

  • Im linken, grünen Fenster spüren wir die Schöpfung. Wir könnten uns hier die Erde vorstellen, gehalten von Gottes Händen, oder das erste junge Grün, das auf sein schöpferisches Wort hin wächst. Er ist der Schöpfer des Himmels und der Erde.

  • Im rechten, gelben Fenster leuchtet das Pfingstfest auf. Vor unserem inneren Auge taucht die Taube auf – das biblische Bild für den Heiligen Geist, der bei der Taufe Jesu herabkam und der auch uns heute mit Gottes Liebe erfüllt.

  • Im mittleren, roten Fenster schließlich fließen zwei kraftvolle Bilder zusammen. Jesus bezieht im Johannesevangelium das alte Bild aus Psalm 23 („Der Herr ist mein Hirte“) direkt auf sich selbst: „Ich bin der gute Hirte.“ Gedanklich können wir in diese schmale Bahn einen Hirtenstab einzeichnen, der uns durch die dunklen Täler führt. Doch Jesus sagt auch: „Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.“ Und so verbindet sich der Hirtenstab im Geiste untrennbar mit dem Kreuz, das mitten in diesem tiefen, vergossenen Rot aufleuchtet.


nicht das Original - bearbeitet

Eingebettet im Licht

Drei einzelne Fenster, voneinander getrennt durch das Mauerwerk, doch es ist dasselbe Licht, das durch alle drei fällt. - Wie die drei Erscheinungsweisen in Gott selbst kommunizieren – Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist – das darf ein Geheimnis bleiben. Das müssen wir nicht lösen wie eine Rechenaufgabe. Es ist wie mit dem Licht an unserer Altarwand: Wir müssen die Physik des Lichts nicht bis ins Letzte erklären können, um uns an der Helligkeit und der Wärme zu freuen, die es in unsere Kirche bringt.


Trinitatis 2026

Auch für diesen Sonntag hat Petra Heidemann wieder ihre aktuelle Predigt zur Veröffentlichung an dieser Stelle zur Verfügung gestellt. Der eine oder die andere wird sie im Gottesdienst direkt gehört haben. 

Am Ende dieses Beitrags füge ich noch die übrigen Fensterkompositionen von Hans-Ohlms ein.

P r e d i g t           zum Sonntag Trinitatis           Text: Joh. 3, 1 - 15 

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Liebe Gemeinde!

Sagen Sie mal, kennen Sie / kennt Ihr das eigentlich auch, dass man abends ins Bett geht und schlafen möchte, und dann fängt es an, mit einem zu denken? Nicht umsonst ist die Werbung ja auf den Zug „Einschlafstörungen“ aufgesprungen.

Tausend Dinge gehen einem dann plötzlich durch den Kopf, ob man will oder nicht:

Man denkt über ein Gespräch nach, da sich tagsüber ergeben hat und für das einem jetzt im Nachhinein einfällt, was man hätte sagen sollen; über einen Menschen, mit dem man zu tun hatte oder um den man sich sorgt; irgendetwas ist nicht so gelaufen, wie es beabsichtigt war; vielleicht hat man etwas gehört oder gelesen und weiß jetzt nicht, was man davon halten soll. Vielleicht liegt auch Problem an, das man von allen Seiten überdenkt und für das man eine Lösung sucht. Vielleicht hat man sich geärgert, vielleicht lässt einen Angst nicht zur Ruhe kommen. Vielleicht steht eine Entscheidung, ein Ereignis oder eine Reise an.

Und manchmal fragt man sich zu solcher Stunde auch, wer bin ich eigentlich, wo stehe ich, was macht mein Leben aus, was will ich eigentlich.

All das sind Gedanken, zu denen man tagsüber oft weder Zeit noch Muße hat. Aber wenn der ganze Alltagskram erledigt ist und es ruhig wird im Haus, dann kommt man zu sich selbst und zur Besinnung. Ja, und meistens schlafen wir irgendwann darüber ein.

Bei Nikodemus war das anders. Es war Nacht, und auch Nikodemus hatte eine Menge nachzudenken. Da war dieser Jesus, von dem alle Welt sprach. Dieser Jesus, der weder eine priesterliche Ausbildung hatte noch richtig ordiniert war und der dennoch durchs Land zog und lehrte und sogar Wunder vollbrachte.

Gut, das mit den Wundern, da gab es auch noch andere, und Lehrer gab es auch immer wieder, aber irgendwas war mit diesem Jesus anders. Auf jeden Fall musste er wohl von Gott geschickt worden sein, denn Wunder wirken - war das nicht so etwas wie ein Beweis?

Nikodemus wollte es genau wissen, es ließ ihm einfach keine Ruhe. Er war bekannt dafür, dass er immer alles sehr genau nahm, vor allem mit der Auslegung des Gesetzes. Nicht umsonst hatte er es mit seinen 60 Jahren zu hohem Ansehen gebracht. Er war einer der hervorragendsten Schriftgelehrten seiner Zeit, und so gehörte er als Vertreter der Pharisäer sogar dem Hohen Rat an.

Wer war dieser Jesus? Nikodemus muss es wissen – und zwar jetzt und gleich. Das kann man doch nicht auf morgen verschieben und erst einmal darüber schlafen.

Also gibt sich Nikodemus einen Ruck, steht auf und geht zu Jesus hin – jetzt, mitten in der Nacht. Ein Gespräch möchte er mit ihm führen, ein Gespräch unter Fachleuten, unter Kollegen, denn Nikodemus schätzt Jesus durchaus als ebenbürtigen Fachmann – auch ohne nachweisliche Ausbildung, die Wunder sind ihm Zeichen genug für Gottes Wirken durch diesen Jesus.

Nikodemus geht also los – nicht um zu fragen, nein, er weiß er weiß doch selbst Bescheid über Gottes Wort. Schließlich beschäftigt er sich seit Jahren intensivst damit. Er geht vielmehr hin, um sachlich zu diskutieren, wie der Mensch sich am besten vervollkommnen kann, um für das Reich Gottes würdig zu werden. Denn dazu sind ja alle Gesetze und Bestimmungen und Gebote schließlich da. So denkt Nikodemus wie jeder gute Rabbiner.

Und Jesus? Der scheint ihm gar nicht richtig zugehört zu haben, denn er geht überhaupt nicht auf das ein, was Nikodemus da zu ich sagt. Stattdessen durchkreuzt er gründlich alle Gedanken und Überzeugungen des Nikodemus und sagt:

Nee, Nikodemus, so nicht, so überhaupt nicht. Nur, wer neu geboren wird, de wird das Reich Gottes zu sehen bekommen.

Was für eine Antwort ! Neu geboren werden, wie sollte das wohl gehen?

Ich denke, diese merkwürdige Antwort ist für uns genauso geheimnisvoll und unverständlich wie für Nikodemus. Da hat Nikodemus nun wissen wollen, wer Jesus eigentlich ist, und da dreht Jesus den Spieß um und, statt sachlich zu diskutieren, geht es plötzlich um Nikodemus‘ eigenes Seelenheil, um ihn ganz persönlich – und damit auch um mich. Wie könnte ich den wiedergeboren werden?

Nikodemus nimmt das nun wörtlich und provoziert Jesus damit, um ihn zu einer Erklärung herauszufordern, einer greifbaren, realistischen Erklärung.

Geboren werden – das ist etwas, das mache ich doch nicht selber, das geschieht mit mir, dazu kann ich doch gar nichts beitragen. Geboren werden – das ist der totale Neubeginn, ein radikaler Anfang. Geboren werden – ein neues Leben vom absoluten Nullpunkt an. 

Nikodemus dämmert es, wie radikal und kompromisslos die Antwort Jesu ist. Alles, aber auch alles, was er bisher gedacht hat, passt plötzlich nicht mehr. Egal, wie sehr man sich anstrengt, Gottes Willen möglichst 100%ig zu erfüllen, die Gesetze durch Diskussionen und immer genauere Auslegungen zu verstehen und zu befolgen, egal, wie sehr man sich bemüht, durch eigene Anstrengung möglichst vollkommen zu werden. Alles richtig und Gott und den Menschen recht zu machen, alles vorauszudenken – alles das funktioniert nicht. Es spiegelt nur wider, wie unvollkommen der Mensch ist. Fleisch bleibt Fleisch. Was immer der Mensch anstellt, er bleibt menschlich. 

Der Weg zum Reich Gottes geht über kein Erziehungsprogramm, keinen moralischen oder gesellschaftspolitischen Reifeprozess, keine innere Kraftanstrengung, keine Selbstvervollkommnung oder religiöse Klimmzüge. Das alles richtet gar nichts aus. Gottes Reich kann man sich nicht verdienen.

Das Reich Gottes ist allein durch Gottes Wirken möglich. Wenn Jesus von einer neuen Geburt spricht, dann spricht er eben nicht davon, unsere vorhandenen Fähigkeiten und Möglichkeiten zu verbessern, zu reparieren, umzugestalten, oder davon, unsere Lücken und Mängel zu stopfen, sondern Jesus spricht vom total neuen Menschen, aus dem Geist Gottes heraus geboren, geboren aus Wasser und Geist.

In der Taufe befreit uns Gott von allen Sachzwängen unseres Menschseines und schenkt uns neues Leben durch seinen Heiligen Geist. Gott schafft, wo er Mensch seinen Geist bei sich einziehen lässt, so radikal neu, dass dieses Ereignis nur mit dem Bild einer Neugeburt annähernd zu beschreiben ist. Jetzt und hier, in diesem Augenblick geschieht Erlösung aus dem Gefangensein unserer Menschlichkeit, jetzt und hier sprengt Gott diese Grenzen auf, und jetzt und hier können wir als Kinder Gottes aus seinem neuen Geist heraus leben. Jesus ist keine Jenseitsvertröstung aus der Fernsehwerbung. Jetzt und hier beginnt das neue Leben, nicht erst nach unserem körperlichen Tod. Nein, dieses neue Leben erfüllt uns schon jetzt, und wir bringen es im Sterben bereits it. Deshalb ist dem Tod die Macht genommen.  Wenn das kein Angebot ist! Aber, wie gesagt, ein Angebot Gottes, das Angebot Gottes, aber er zwingt es keinem auf.

Und wir merken – genau wie Nikodemus – in eine sachliche Diskussion könne wir uns nicht flüchten. Und raushalten können wir uns auch nicht. Hier gilt es jetzt, Farbe zu bekennen: Pro oder Contra. Nikodemus muss sich – ich muss mich – entscheiden, ob ich dazu bereit bin, mich von Gott durch seinen Geist neu machen zu lassen. 

Schön und gut – aber wie soll das nun ganz konkret in meinem Leben aussehen?

Jesus spricht zum besseren Verständnis in einem Gleichnis; er spricht vom Wind.

Menschen können – und das gilt bis heute – den Wind weder steuern noch genau vorhersagen. Wind lässt sich nicht auf den Punkt festmachen, wo fängt er an, wo hört er auf. Er hat weder Anfang noch Ende, bestenfalls Zonen. Man kann ihn nicht sehen, aber man kann ihn hören, man kann ihn spüren. Er kann einem ganz kräftig entgegenwehen, er kann mich mit Übermacht vorantreiben, er kann mich tragen und umwerfen. Er treibt Segelboote voran und setzt Windradflügel in Bewegung.

Wind kann mich erfrischen. Wind kann unglaubliche Kräfte freisetzen. Wind bringt etwas in Bewegung. Ich habe das letzten Sonntag schon in meiner Pfingstpredigt zur Sprache gebracht. Erkennen kann ich den Wind immer nur an seinen Auswirkungen. 

Und so darf ich auch Gottes geist verstehen – nicht als Markenzeichen, nicht als sichtbares Aushängeschild, nein, Gottes Geist ist an seinen Auswirkungen erkennbar.

Wer sich von Gottes Geist neu schaffen und antreiben lässt, der wird Spuren hinterlassen. Wo dieser Geist wirksam wird, da geschieht etwas – da geschieht etwas in mir und durch mich und um mich herum. Da fängt Gottes Reich an. Christen leben  i n  der Welt, aber nicht abhängig von der Welt. 

Gut, Nikodemus hat, ich habe begriffen, dass etwas durch Gottes Geist geschieht und dass  es allein durch Gottes Gnade geschieht. Aber wie, Jesus, wie?

Ach Nikodemus, sagt Jesus, da bist Du nun ein so guter Gläubiger, ja, Du bist sogar einer der angesehentsten Fachleute und Lehrer, in diesem Wissen hast Du vielleicht mehr gelernt als ich. Aber darum geht es hier gar nicht. In den Schriften kennst Du Dich aus, aber von Gott kann nur ich etwas wissen, da bin ich der Fachmann. Denn Gott und Ich und der Heilige Geist, wir sind eins.

Das ist das Entscheidenden, was Nikodemus erkennen muss: Jesus als wahrer Mensch und wahrer Gott ist die Brücke, über die er gehen kann – mit allen seinen Fragen und Zweifeln. Das gilt auch für mich, das ist mein Weg, so wie ich bin, mit allen meinen Macken.

Das ist der Weg zum Heil, der einzig mögliche Weg. Nur wenn der Weg zum Heil über Jesus führt, führt er nicht in die Irre. Nur so ist die bildhafte Wiedergeburt im Geist Gottes möglich, nur so ist der neue Mensch möglich, nur so verwirklicht sich Gottes Reich.

Jesus, der uns Gott - und Gott uns näherbringt, Jesus, der von Gott kommt und einer von uns wird – und der dann ans Kreuz geht und aufersteht, damit er uns mit sich ziehen kann zu Gott, seinem und unserem Vater.

So sehr liebt Gott uns, dass er das auf sich nimmt. Das ist vollendete Liebe, auch vollendete Feindesliebe, in unserer Alltagswelt praktiziert – ein Lebensmodell für uns – möglich durch das Wirken des Geistes.

Gott will, dass wir leben – nicht kurzfristig, nicht mittelfristig und auch nicht langfristig – Gott will ewiges Leben für uns. Dafür gibt er sich preis, liefet sich der Welt aus, um von ihr angenommen zu werden, damit wir uns durch Jesus zu ihm führen lassen können. 

Da wir nur mit menschlichen Augen begreifen, nimmt er in Jesus unsere Gestalt, unser Leben an, ist mitten unter uns. So wird das Kreuz Jesu für uns zum Wegkreuz, gibt uns Richtung, Weg und Ziel an.

Der Mensch hat kein Anrecht auf Rettung, diese Freiheit ist nicht erwerbbar, aber jedem gilt Gottes Angebot. Niemand wird zum Unglauben verdammt, keiner wird zum Glauben gezwungen.

Ich muss mich halt entscheiden, wessen Geistes Kind ich sein will.

Glauben heißt: sich voller Vertrauen in die Hand Jesu fallen zu lassen, den Absprung zu wagen ohne selbergestrickte Sicherheitsleine, sich auf Jesus einzulassen und sich von Gottes Geist anwehen und in Bewegung setzen zu lassen.

So wie bei Nikodemus: Nicht über den eigenen Grübeleien resignieren, sondern wie er – aufstehen, sich aufraffen ohne Verzögerung und spontan auf Jesus zugehen. Das ist es.

Dann kann man nicht bleiben, was man war, dann wird man verändert, und dann wird man verändern.

Gott liebt diese Welt, und wir sind sein Eigen.

Wohin er uns stellt, sollen wir es zeigen

Gott liebt diese Welt.

Sein Reich ist jetzt und hier mitten unter uns.

A m e n .

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Fenster im Turm - Richtung Westen

Fenster Richtung Süden

Großes Fenster in der Taufecke


Gesamtansicht Taufecke

Fenster im Altarraum zur Nordseite

Fenster im Kirchenschiff
zur Nordseite

Im großen Fenster in der Taufecke rechts unten


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