Besuch der Tansania-Delegation im Kirchenkreis
Die Partnerschaft mit dem Missionskreis Kondoa in Tansania, für die Gustav-Adolf-Kirchengemeinde insbesondere mit dem Ort Chemchem, ist ein wichtiger Aspekt der Gemeindearbeit vor Ort. In diesen Tagen ist eine Delegation aus Afrika zu Besuch im Emsland. Die zu führenden Gespräche dienen der Evaluierung der 40-jährigen Partnerschaft des Ev.-luth. Kirchenkreises Emsland-Bentheim mit dem Missionskreis Kondoa (Tansania). Vieles hat sich in den Jahren verändert und muss neu überdacht werden.
Gern veröffentliche ich den Ablauf des Gottesdienstes mit den Gedanken von Stanley Tabulu, Assistent des Bischofs, und unserer Partnerschaftsbeauftragten Marga Pradel hier in meinem Predigtblog. Marga Pradel hat mir die Unterlagen zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!
Möge Gott seinen Segen zu den Gesprächen und der Zusammenarbeit mit unseren Partner geben.
Visit by the Tanzania Delegation to the Church District
The partnership with the Kondoa Mission District in Tanzania—specifically involving the village of Chemchem for the Gustav Adolf Congregation—is a vital part of local church life. A delegation from Africa is currently visiting the Emsland region. The discussions taking place are intended to evaluate the 40-year partnership between the Evangelical Lutheran Church District of Emsland-Bentheim and the Kondoa Mission District (Tanzania). Much has changed over the years, and aspects of the partnership need to be re-examined.
I am pleased to share the order of service here on my sermon blog, along with reflections from Stanley Tabulu (Assistant to the Bishop) and our partnership coordinator, Marga Pradel. Marga Pradel provided the materials—many thanks to her!
May God bless the discussions and the ongoing collaboration with our partners.
(Translation using Google Translate)
Gottesdienst am Sonntag, 06. September 2026
Nach dem Gottesdienst ist Zeit für Begegnungen, Fragen und Informationen im Gemeindesaal eingeplant.
Gottesdienstordnung
Einzug
mit dem Chor Just for Fun und allen Mitwirkenden
Begrüßung
Lobe den Herrn meine Seele und vergiss nicht, was er Dir Gutes getan hat.
Lied EG 302, 1.2.8 - Du meine Seele, singe
Gebet
Psalm 118, 24-29 (EG 747)
Siku hii ndiyo aliyoifanya BWANA,
Tutashangilia na kuifurahia.
Ee BWANA, utuokoe, twakusihi!
Ee BWANA, utufanikishe, twakusihi.
Na abarikiwe yeye ajaye kwa jina la BWANA!
Tumewabarikia toka nymbani mwa BWANA.
BWANA ndiye aliye Mungu.
naye ndiye aliyetupa nuru
Ifungeni dhabihu kwa kamba Pembeni mwa madhabahu.
Ndiwe Mungu wangu, nami nitakushukuru,
Ndiwe Mungu wangu, nami nitakutukuza.
Mshukuruni BWANA kwa kuwa ni mwema
Kwa maana fadhili Zake ni za milele.
Amen.
Chor Just for Fun
So walk in the Light
Gebetsruf zum Kyrie
Upendo na amani - Die Liebe und der Friede
Evangelium und Predigttext
1. Johannes Kapitel 4, Verse 16b-21
Gott ist Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. Darin ist die Liebe bei uns vollendet, auf dass wir die Freiheit haben, zu reden am Tag des Gerichts; denn wie er ist, so sind auch wir in dieser Welt. Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus. Denn die Furcht rechnet mit Strafe; wer sich aber fürchtet, der ist nicht vollkommen in der Liebe. Lasst uns lieben, denn er hat uns zuerst geliebt. Wenn jemand spricht: Ich liebe Gott, und hasst seinen Bruder, der ist ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, der kann nicht Gott lieben, den er nicht sieht. Und dies Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, dass der auch seinen Bruder liebe.
Mungu ni upendo: na yeye anayekaa katika upendo hukaa ndani ya Mungu, na Mungu ndani yake. Katika hili upendo wetu umekamilika, ili tupate kuwa na ujasiri siku ya hukumu; kwani kama alivyo, ndivyo tulivyo pia katika ulimwengu huu. Hofu haiko katika upendo, lakini upendo mkamilifu huondoa hofu, kwa maana hofu huhesabiwa na adhabu. Lakini anayeogopa si mkamilifu katika upendo. Tupende, kwa maana alitupenda kwanza. Mtu akisema, 'Nampenda Mungu,' na kumchukia ndugu yake au dada yake, yeye ni mwongo. Kwa maana yeye asiyempendi ndugu yake au dada yake anayemwona, anawezaje kumpenda Mungu asiyemwona? Na amri hii tunayo kutoka kwake, ili kila mtu anayempenda Mungu ampende pia ndugu yake.
Glaubensbekenntnis
Chor Just for Fun
Wo ein Mensch Vertrauen gibt
Predigt
Stanley Tabulu, Assistant to the Bishop
SERMON FROM 1 JOHN 4:16- 21
In this text we find a beautiful reminder of what life with God is like. John shows that, God is Love because he loved the world that he gave his one only Son, that whoever believes in him shall not perish but have eternal life. God loves all people, sent Jesus to save them, and offers life forever to anyone who trusts in Him.
That means God has loved us, and since we have been loved by God we ought to do good to those around us. Here Jesus sums the greatest commandment by telling us that, we must love God completely and love our neighbors completely.
If anyone says“ I love God“ yet hates his brother, he is a liar.God´s Love is pure is not disengaged, bitter, resentful, passive, gossiping each other, there is no selfishness, but there is compassionate, Careness, loveness and sharing talents for God´s work. God´s love brings people friendly. Good friends are like this; -welcoming, eager to know how you are doing, giving undivided attention. A good friend reminds us who we are, they listen to everything the good, the bad with compassion and love. God is a friend like this.
Now how do you practice the Love of God to others? Do you treat others as God´s Will or viceversa? .God gave us a command that, whoever loves God, must also love his brother.
Wherever God´s Love exists there is peace, there is pleasure, there is unity then development, not only those mentioned but also God´s blessings takes place overthere.
Two things which are more important than anything else are:
Love your Lord God with all your heart and love your neighbor as Yourself. AMEN
Predigt über 1. Johannes 4,16–21
Übersetzung durch Google Translate
In diesem Text finden wir eine wunderbare Erinnerung daran, wie das Leben mit Gott aussieht. Johannes zeigt uns, dass Gott die Liebe ist; denn er hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Gott liebt alle Menschen, sandte Jesus, um sie zu retten, und bietet jedem, der ihm vertraut, das ewige Leben an.
Das bedeutet: Gott hat uns geliebt, und da wir von Gott geliebt sind, sollen wir unseren Mitmenschen Gutes tun. Hier fasst Jesus das höchste Gebot zusammen: Wir sollen Gott von ganzem Herzen lieben und ebenso unseren Nächsten.
Wer sagt: „Ich liebe Gott“, aber seinen Bruder hasst, der ist ein Lügner. Gottes Liebe ist rein; sie ist nicht gleichgültig, verbittert, voller Groll oder passiv, sie nährt kein Gerede übereinander und kennt keinen Egoismus. Stattdessen ist sie geprägt von Mitgefühl, Fürsorge, Liebe und dem Einbringen der eigenen Gaben für Gottes Werk. Gottes Liebe verbindet Menschen auf freundschaftliche Weise. Gute Freunde zeichnen sich dadurch aus, dass sie offen und herzlich sind, sich aufrichtig dafür interessieren, wie es einem geht, und einem ihre ungeteilte Aufmerksamkeit schenken. Ein guter Freund erinnert uns daran, wer wir sind; er hört uns zu – ob bei Gutem oder Schlechtem –, und zwar mit Mitgefühl und Liebe. Gott ist genau so ein Freund.
Wie aber leben wir Gottes Liebe im Umgang mit anderen? Behandeln wir andere so, wie es Gottes Willen entspricht? Gott hat uns das Gebot gegeben: Wer Gott liebt, muss auch seinen Bruder lieben.
Wo Gottes Liebe herrscht, da gibt es Frieden, Freude, Einheit und Wachstum; dort finden sich nicht nur diese Dinge, sondern auch Gottes Segen.
Zwei Dinge sind wichtiger als alles andere:
Liebe den Herrn, deinen Gott, von ganzem Herzen und liebe deinen Nächsten wie dich selbst. AMEN.
Stanley Tabulu, Assistent des Bischofs, ELCT Dodoma, Tansania
Die Partnerschaftsbeauftragte der Gustav-Adolf-Kirchengemeinde, Marga Pradel, sagt zum Predigttext:
Liebe Gemeinde,
warum haben wir heute die Lesung in 2 Sprachen , Kisuaheli und Deutsch , gelesen? Wir haben Ihnen zugemutet, dass Sie sich beim Zuhören mehr anstrengen mussten und Sie haben wahrscheinlich auch befürchtet, den Text dann gar nicht richtig verstehen zu können.
Und? Haben Sie den Text verstanden?
Trotz des anderen Sprachgemurmels?
War Ihre Angst oder Befürchtung begründet?
Ich hoffe, oder nehme an, Sie haben alles verstanden – weil Sie den Text in Ihrer Sprache raus gehört haben. Wenn Herr Kirumbi unter uns säße, dann würde er die Ohren nach dem Suaheli Text gespritzt haben.
Und doch, wenn Sie nachher den Ostafrikaner fragen würden: “Was hat den dein Text bedeutet?“ Dann würden Sie verblüfft feststellen, das ist ja dasselbe.
Und so stelle ich mir, ganz vereinfacht dargestellt, Pfingsten vor - und Pfingsten findet für mich jeden Tag statt. Der Heilige Geist wird in uns allen wirken, wo immer wir uns befinden, damit wir Menschen uns verstehen, welche Sprache wir auch sprechen. Das wir dieselben Bedürfnisse haben, nach Frieden lechzen, und die gegenseitige Liebe spüren und weitergeben können.
Heute feiern wir einen besonderen Gottesdienst, mit Gästen, Freunden, Partnern aus Tansania. Das Wetter ist herrlich – ganz so wie in Chemchem – im Missionskreis Kondoa, Tansania. Die Saat ist aufgegangen und die Menschen hoffen auf eine gute Ernte.
Partnerschaftssonntag. Wie Sie wissen haben wir als eine Säule unserer Partnerschaft: den Glauben teilen. Wir feiern also jedes Jahr, fast zeitgleich, einen Gottesdienst mit demselben Predigttext. Wir sind uns ganz nah, wie sonst nur im Gebet. Unser gemeinsamer Predigttext steht im 1. Johannes, Kapitel 4:
Gott ist die Liebe und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. Darin ist die Liebe bei uns vollkommen, dass wir Zuversicht haben am Tag des Gerichts: denn wir er ist, so sind auch wir in dieser Welt.
Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus: denn die Furcht rechnet mit Strafe.
Wer sich aber fürchtet, der ist nicht vollkommen in der Liebe.
Lasst uns lieben, denn er hat uns zuerst geliebt.
Wenn jemand spricht: Ich liebe Gott und hasst seine Brüder und Schwestern, der ist ein Lügner. Denn wer seine Geschwister nicht liebt, die er sieht, wie kann er Gott lieben, den er nicht sieht?
Und dies Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, dass er auch seine Geschwister liebt.
Liebe Gemeinde,
für mich ist dieser Bibeltext einer der schönsten in der ganzen Bibel.
Johannes versichert uns noch einmal, wer in der Liebe bleibt uns nicht wankt, der hat einen sicheren Stand der Welt an Gottes Seite.
Wenn das nur so einfach wäre, Johannes. Das Gegenteil von Liebe ist Hass, Neid, Gewalt, Gleichgültigkeit, Missachtung – und uns fiele noch viel mehr ein, was uns von der vollkommenen Liebe trennt.
In unserem Predigttext ist Furcht der Gegensatz der Liebe. Der Schreiber sagt:
Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus.
Nun ja, wen ich an meinen ersten Besuch in Tansania zurückdenke, dann ist da schon eine gewisse Furcht gewesen. Ich komme in eine mir unbekannte Welt mit mir unbekannten Farben und Geräuschen. Tiere bewegen sich, oder stehen ganz still und machen ganz unvermutet Bewegungen oder Krach. Die Erde grummelt unter meinen Füssen.
Diese unbekannten Dinge kann ich noch nicht einordnen.
Ich bin unsicher und es kommt mir so vor, als ob ich auf schwankendem Grund stehe.
Das alles ist dazu angetan, mir große Angst zu machen.
Es kommt mir vor wie das Chaos, doch mitten in diesem Chaos stehen unsere Tansanischen Partner. Mit ihnen und durch sie lernen wir mit den unbekannten Dingen, dem Chaos umzugehen. Ihre freundlichen Worte und Gebärden, das gemeinsame Singen und miteinander Reden und die freundliche Umarmung verdrängen die Furcht. Ich erlebe, wie sich langsam ein Vertrauen dem Fremden gegenüber aufbaut, ich merke wie heiß und grell die Sonne scheint, wo unsere Grenzen sind und wo die fremden Dinge einen Sinn haben und ihre Ordnung bekommen.
So eine ähnliche Situation können wir uns auch für ein neugeborenes Kind vorstellen. Es wird in eine ihm unbekannte Welt hinein geboren und vieles kann es nicht einordnen. Es weiß nichts davon, wie Menschen und Dinge sich bewegen, und alles wirkt für es erst einmal wie ein Chaos. Für die Kinder stehen die Eltern zwischen Chaos und Geborgenheit. Später kommen dann andere vertraute Personen dazu und auch die vertrauten Gegenstände, mit denen das Kind umgehen kann.
Die Liebe steht hier gegen die Angst. Die Liebe nimmt dem Kind die Furcht vor dem Fremden, vor der unbegreiflichen und bedrohlichen Welt. Da wo die Liebe ist, wo Wärme und Geborgenheit herrscht , da ist die Angst weg.
Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus.
Aber irgendwann kommt der Punkt, wo die Kinder größer geworden sind und begreifen: Auch die Eltern können nicht alles.
Es gibt in der Welt Bedrohungen, gegen die die Eltern nichts ausrichten können.
Es gibt Ängste, die bleiben. Und deshalb hat es keinen Sinn, die Augen davor zu verschließen. Es gibt Krieg, es gibt Gewalt, es gibt andere Kinder, die einen hänseln und drangsalieren, es gibt Erwachsene, die einen kalt und unfreundlich behandeln.
Da können sich die Eltern nicht immer vor das Chaos stellen. Sie sind nicht immer dabei, eines Tages sind sie gar nicht mehr – und sie haben auch die Kraft nicht. Sie haben wohl die Liebe – aber manchmal eine verzweifelte, hilflose Liebe angesichts der Übermacht des Chaos.
Und doch ist es wichtig, wenn Kinder einmal etwas von der Macht der Liebe erlebt haben. Sie haben als Babys erfahren, dass da jemand war, der das Chaos vertreiben konnte. Sie haben Vertrauen gefasst zum Leben.
Kinder, die diese Erfahrung nicht gemacht haben, haben es schwer im Leben. Ihnen wird die Angst eher kommen, die Bedrohungen größer erscheinen. Sie werden Wege gegen die Verzweiflung finden müssen.
Und wie ist das mit uns selbst – den Erwachsenen?
Was steht zwischen uns und unserer Angst? Wir haben uns mehr oder weniger im Leben eingerichtet. Wir haben Wege gefunden unser Leben soweit des geht ohne Angst zu leben – oder doch die Angst so weit beiseite zu schieben, dass wir leben können. Aber wir kennen das Chaos auch. Wir leben auf einer glatten Oberfläche, die wir uns geschaffen haben. Aber darunter das Chaos – und es kann hervorbrechen.
Als Krankheit, als Unfall, als Schicksal. Und dann kann es weder werden wie damals: das wir nichts mehr einordnen können, nichts hat mehr Sinn noch Gestalt.
Und wird mit einem Mal klar, dass all unsere Hilfsmaßnahmen gegen die Angst sich als zu schwach erweisen: das bisschen Sinn, dass bisschen Ordnung, das wir in unser Leben gebracht haben.
Wo ist die vollkommene Liebe? Unsere Liebe? Die, die wir den Kindern geben können? - So viel Liebe, wie wir geben können?
Aber, wie viel Liebe können wir geben?
Die vollkommene Liebe? Ob es das überhaupt gibt?
Was rettet uns vor dem Chaos?
Vollkommene Liebe jedenfalls kann nicht von uns kommen. Wenn es sie gibt, muss sie von anderswo kommen. Vom Zentrum aller Liebe, von da, wo die Liebe zu Hause ist. Von Gott. Und nur diese Liebe ist es, die sich der Zerstörung und der Angst entgegenstellt.
Christen früherer Zeit haben sich das so vorgestellt. Gott hat in der Schöpfung Chaos, das Wüste und Ungeordnete, beiseitegeschoben und Platz zum Leben geschaffen. Indem er sagt: „Es werde Licht“ weicht die Dunkelheit zurück und es entsteht Raum, in dem die weiteren Schritte der Schöpfung bis hin zum Menschen folgen können. Aber das ist noch nicht alles. Immer noch, in jedem Augenblick hält die Liebe Gottes die Dunkelheit zurück. Und lässt die Liebe nur eine Sekunde nach, würde wieder die Dunkelheit zurückkommen, das Chaos, in dem alles wieder wüst und leer wird.
Auch unsere Partnerschaft mit unseren Brüdern und Schwestern in Chemchem wird von dieser Liebe Gottes getragen, Auch wenn wir so viele tausend Kilometer voneinander getrennt auf verschiedenen Kontinenten leben, so verbindet uns der Glaube an Gott. Und doch vergessen wir das immer wieder.
Wie schnell sind wir enttäuscht, wenn keine Post kommt – auch in Tansania machen sie sich Gedanken, wenn wir nicht schreiben. Endlich kommt dann ein Brief – mit einem Gebet – für uns und unsere Freundschaft.
Wir lernen mit unseren Gaben des Gebens und Nehmens umzugehen. Wir machen uns Gedanken und es bedrückt uns wenn wir die Lebensmittelknappheit auf der einen Seite und unseren Überfluss auf der anderen Seite sehen.
Manchmal hat auch die Partnerschaft Züge vom Chaos und die Furcht macht sich breit, wie der nächste Schritt denn aussehen wird – doch dann ist da die Liebe, die uns alle verbindet. Es ist die Erfahrung, da ist jemand, dem kann ich vertrauen, an den kann ich mich im Gebet wenden. ER wird mich die nötige Geduld und Standfestigkeit geben auszuharren.
Da, wo Gottes Liebe sich zwischen uns und die Angst stellt, werden wir erst wirklich frei. Frei, nun auch unsererseits Liebe weiterzugeben. Wer Angst hat, sieht nur sich selbst. Die Angst verstellt uns den Blick. Da ist in unserem Kopf nur Platz für das, was wir fürchten. Wo uns die Angst genommen wird, werde wir frei, auch andere zu sehen. Frei, den Mitmenschen zu lieben, die anderen Brüder und Schwestern zu sehen. So heißt es im Predigttext: Dies Gebot haben wir von Gott, dass, wer Gott liebt, auch seine Brüder und Schwestern lieben soll.
Die Quelle unserer Liebe liegt tiefer in uns als wir es ahnen. ES ist Gottes Liebe die wir weitergeben. Und wie unvollkommen wir auch immer die Liebe weitergeben, - ob an unsere Kinder , oder an die Menschen, die uns in unserer Partnerschaft begegnen, - unsere Liebe wird gehalten und getragen von der vollkommenen Liebe, aus der unsere Liebe entspringt.
Darum geschieht immer wieder das Wunder, das unsere kleine unvollkommene Liebe doch die Angst vertreiben kann.
Translation of the sermon after the explanations of the animation.
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| Partnerschaftsdreieck aus der Gustav-Adolf-Kirche GIF-Animation |
Zur Erklärung der Animation
Das Dreieck steht für: Trinität – Dreifaltigkeit – Gott, Jesus, Heiliger Geist
Die AMANI-Kirchengemeinde in ChemChem liegt an dem Fluss Mto-Bubu, der in der Regenzeit über die Ufer tritt, meist jedoch ausgetrocknet ist.
Die Gustav-Adolf-Kirchengemeinde in Meppen liegt an der Ems, die immer genügend Wasser hat.
Im oberen Teil des Dreiecks sind beide „Flüsse“ miteinander verwoben – so wie wir in unserem Glauben an Gott, an Jesus und an den Heiligen Geist miteinander verwoben sind – und bilden somit den Stamm des Kreuzes.
Der Querbalken des Kreuzes – dem Zeichen, das uns im Glauben vereint – symbolisiert mit Schwarz und Weiß unsere Hautfarben.
Den Rahmen unseres Partnerschafts-Dreiecks zieren afrikanische zwei Weisheiten:
- Itakuwaje?
Was wird sein?
- Kila ampendaye mwenzake ametimiza sheria zu Mungu!
Liebst Du Deinen Nächsten, dann hast Du Gottes Gesetz erfüllt!
Diese Weisheit ist schon als Antwort auf die Frage zu sehen: Lasst uns alle mit der Liebe Gottes leben, so wie Jesus auf die Frage nach dem höchsten Gebot antwortete (Mk 12,29-31): Das höchste Gebot ist das: Du sollst Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und mit all Deiner Kraft. Das andre ist dies: Du sollst Deinen Nächsten lieben wie Dich selbst. Amen.
Explanation of the animation
The triangle represents the Trinity—God, Jesus, and the Holy Spirit.
The AMANI congregation in ChemChem is located by the Mto-Bubu River, which bursts its banks during the rainy season but is usually dry.
The Gustav-Adolf congregation in Meppen is situated on the Ems River, which always has sufficient water.
In the upper part of the triangle, the two "rivers" are intertwined—just as we are intertwined in our faith in God, Jesus, and the Holy Spirit—thereby forming the upright beam of the cross.
The crossbar—the symbol that unites us in faith—uses black and white to represent our respective skin colors.
The frame of our partnership triangle is adorned with two African words of wisdom:
- Itakuwaje?
What will come to pass?
- Kila ampendaye mwenzake ametimiza sheria ya Mungu!
If you love your neighbor, you have fulfilled God’s law!
This wisdom serves as an answer to the question: Let us all live in God’s love—just as Jesus answered when asked about the greatest commandment (Mark 12:29–31): "The greatest commandment is this: You shall love God with all your heart, with all your soul, with all your mind, and with all your strength. The second is this: You shall love your neighbor as yourself." Amen.
The sermon by Marga Pradel, translated using Google Translate
Dear Brothers and sisters in Christ,
Why did we have the reading in two languages today—Swahili and German? We asked you to make a greater effort while listening, and you likely feared you might not fully grasp the text at all.
So? Did you understand the text?
Despite the murmur of a different language?
Was your fear or apprehension justified?
I hope—or rather, I assume—that you understood everything, because you were able to pick out the text in your own language. If Mr. Kirumbi were sitting among us, he would have pricked up his ears at the Swahili text.
And yet, if you were to ask that East African afterwards, "What did your text mean?" you would be amazed to discover that it is the very same thing.
That is how I picture Pentecost—in very simple terms—and for me, Pentecost happens every day. The Holy Spirit works within us all, wherever we may be, so that we human beings can understand one another, regardless of the language we speak. It allows us to recognize that we share the same needs, that we yearn for peace, and that we can feel and share mutual love.
Today, we are celebrating a special service with guests, friends, and partners from Tanzania. The weather is glorious—just like in Chemchem, in the Kondoa Mission District of Tanzania. The seeds have sprouted, and the people are hoping for a good harvest.
Partnership Sunday. As you know, sharing our faith is a cornerstone of our partnership. Every year, at roughly the same time, we celebrate a service featuring the same sermon text. We feel a closeness to one another that is otherwise found only in prayer. Our shared sermon text comes from 1 John, chapter 4:
God is love, and whoever abides in love abides in God, and God abides in him. In this way, love is perfected among us, so that we may have confidence on the day of judgment: for as He is, so are we in this world. There is no fear in love, but perfect love casts out fear; for fear has to do with punishment.
But whoever fears is not perfect in love.
Let us love, for he loved us first.
If anyone says, "I love God," and hates his brothers and sisters, he is a liar. For whoever does not love his siblings whom he sees, how can he love God whom he does not see?
And we have this commandment from him: that whoever loves God must also love his siblings.
Dear Brothers and sisters,
For me, this biblical text is one of the most beautiful in the entire Bible.
John assures us once again: whoever remains in love and does not waver has a secure footing in the world at God’s side.
If only it were that simple, John. The opposite of love is hatred, envy, violence, indifference, disregard—and we could think of so much more that separates us from perfect love.
In our sermon text, fear is the opposite of love. The writer says:
There is no fear in love, but perfect love casts out fear.
Well, when I think back to my first visit to Tanzania, there certainly was a certain amount of fear. I was entering a world unknown to me, with unfamiliar colors and sounds. Animals moved about, or stood perfectly still, only to make sudden movements or noises quite unexpectedly. The earth rumbled beneath my feet.
I could not yet make sense of these unfamiliar things.
I felt insecure, and it seemed as though I were standing on unstable ground.
All of this was enough to make me very afraid.
It felt like chaos—yet right in the midst of that chaos stood our Tanzanian partners. With them, and through them, we learned how to deal with the unknown and with the chaos. Their kind words and gestures, the singing and talking together, and the friendly embrace dispel fear. I witness trust in the stranger slowly taking root; I notice the sun’s hot, glaring light, where our boundaries lie, and where unfamiliar things begin to make sense and fall into order.
We can imagine a similar situation for a newborn child. It is born into a world unknown to it, and there is much it cannot yet make sense of. It knows nothing of how people and things move, and at first, everything seems like chaos. For children, parents stand between chaos and a sense of security. Later, other familiar people enter the picture, as do the familiar objects the child learns to handle.
Here, love stands in opposition to fear. Love relieves the child of its fear of the unknown—of a world that seems unfathomable and threatening. Where love exists, where warmth and security prevail, fear vanishes.
There is no fear in love; rather, perfect love drives out fear.
There are threats in the world against which parents are powerless.
There are fears that persist. And so, there is no point in turning a blind eye to them. There is war, there is violence; there are other children who tease and bully, and adults who treat one coldly and unkindly.
Parents cannot always stand as a shield against this chaos. They are not always present—and one day, they will no longer be there at all—nor do they always have the strength. They certainly possess love—but sometimes it is a desperate, helpless love in the face of the overwhelming power of chaos.
And yet, it matters that children have, at some point, experienced the power of love. As babies, they learned that there was someone there who could banish the chaos. They came to trust in life.
Children who have not had this experience face a harder path in life. Fear comes more easily to them; threats loom larger. They must find their own ways to cope with despair.
And what of us—the adults?
What stands between us and our fear? We have settled into our lives, more or less. We have found ways to live—as much as possible—without fear, or at least to push it aside enough to go on living. Yet we, too, know chaos. We live on a smooth surface of our own making, but beneath it lies chaos—and it can break through.
As illness, as accident, as a twist of fate. And then, things can no longer be as they once were: we can make no sense of anything; nothing retains its meaning or form.
Suddenly, it becomes clear that all our defenses against fear prove too weak—that small measure of meaning, that bit of order we brought into our lives.
Where is perfect love? Our love? The love we can give to our children? — As much love as we are capable of giving?
But how much love *can* we give?
Perfect love? Does such a thing even exist? What saves us from chaos?
Perfect love, at any rate, cannot originate with us. If it exists, it must come from elsewhere—from the center of all love, from the place where love makes its home: from God. And it is this love alone that stands firm against destruction and fear.
Christians of times past envisioned it this way: in the act of creation, God pushed aside chaos—that desolate, disordered void—and made room for life. When He says, "Let there be light," the darkness recedes, creating a space where the subsequent stages of creation—culminating in humanity—can unfold. Yet that is not all. Even now, in every single moment, God’s love holds back the darkness. Should that love falter for even a second, the darkness would return—that chaos in which all things become desolate and void once more.
Our partnership with our brothers and sisters in Chemchem is likewise sustained by this love of God. Though we live thousands of kilometers apart on different continents, faith in God unites us. And yet, time and again, we forget this.
How quickly we feel disappointed when no mail arrives—just as our friends in Tanzania worry when we fail to write. Then, finally, a letter arrives—bearing a prayer—for us and for our friendship.
We are learning how to navigate the dynamics of giving and receiving. We reflect deeply—and feel a sense of distress—when we witness food shortages on one side and our own abundance on the other.
At times, our partnership takes on chaotic traits, and fear creeps in regarding what the next step might hold—yet there remains the love that binds us all together. It is the realization that there is Someone I can trust, Someone to whom I can turn in prayer. He will grant me the patience and steadfastness needed to persevere. It is when God’s love places itself between us and our fear that we truly become free—free, in turn, to pass that love on to others. Those gripped by fear see only themselves; fear clouds our vision, leaving room in our minds for nothing but what we dread. Yet, when fear is taken from us, we become free to see others as well—free to love our fellow human beings and to recognize our brothers and sisters. As the sermon text declares: We have this commandment from God—that whoever loves God must also love their brothers and sisters.
The source of our love lies deeper within us than we realize. It is God’s love that we pass on. And however imperfectly we share that love—whether with our children or with the partners who share our lives—our love is upheld and sustained by the perfect love from which it springs.
Yet there comes a time when children grow older and realize: even parents cannot do everything.
That is why the miracle happens again and again: our small, imperfect love is nonetheless able to drive out fear.
Orgelzwischenspiel
Grußwort
von Rev. Stanley Tabulu und Walter Schulz (Dalum)
Kollektenrundgang mit dem Chor Just for Fun
Dankgebet für die Kollekte
Lied EG 420, 1-5 Brich mit den Hungrigen dein Brot
Abendmahl
Segen
Orgelnachspiel
Nach dem Gottesdienst waren alle herzlich zum Austausch bei Kirchenkaffee und Mittagessen im Gemeindesaal eingeladen.






