Donnerstag, 25. Mai 2017

Exaudi

28. Mai 2017


Der Name des Sonntags leitet sich vom lateinischen Psalm 27,7 ab:
    „Exaudi, Domine, vocem meam, qua clamavi ad te.“
    „Vernimm, o Herr, mein lautes Rufen; sei mir gnädig und erhöre mich!“
    Ps 27,7 EU
Die Texte des Sonntags nehmen das nahe Pfingstfest - noch 7 Tage - in den Blick. Im Zentrum steht die Erwartung, dass Gott den Menschen Zukunft schenkt.

Evangelisches Gesangbuch

Im Evangelischen Gesangbuch findet man die Texte zum Sonntag unter der Nummer 954.40. Digital findet man alles auf der Seite "Das Kirchenjahr".

Die Farben des Kirchenjahres lassen sich in dieser Grafik finden. Den liturgischen Kalender bieten die bayrischen Landeskirche und die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands an.

Für alle zitierten Bibeltexte gilt: Lutherbibel 1984, © Deutsche Bibelgesellschaft

Wochenspruch:

Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, will ich alle zu mir ziehen. (Joh 12, 32)

Wochenlied:

Rev. 2014: Nun bitten wir den Heiligen Geist (EG 124)
Heilger Geist, du Tröster mein (EG 128 - nicht in Rev. 2014)
Rev. 2014: O komm, du Geist der Wahrheit (EG 136)
Rev. 2014: Lass uns den Weg der Gerechtigkeit gehn (KHW/HN-EG 640)

Lieder, die wir singen könnten

Es ist der 4. Sonntag im Monat. Somit feiern wir einen musikalischen Gottesdienst, wo wir wieder einmal auf den Bestand des Liederbuches "freiTöne" zurückgreifen können. Ein Lied muss allerdings noch ausgesucht werden. 

freiTöne 8 Dich rühmt der Morgen (Melodie: In dir ist Freude)
freiTöne 111 Jauchzt, alle Lande, Gott zu Ehren
freiTöne 137 Wir glauben, Gott ist in der Welt (Melodie: Wir glauben Gott im höchsten Thron)
freiTöne 141 Es wird sein in den letzten Tagen (zwei Chöre)
freiTöne 82 Ich lobe meinen Gott

Epistel Eph 3, 14-21

Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater, 15 der der rechte Vater ist über alles, was da Kinder heißt im Himmel und auf Erden, 16 dass er euch Kraft gebe nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit, stark zu werden durch seinen Geist an dem inwendigen Menschen, 17 dass Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne und ihr in der Liebe eingewurzelt und gegründet seid. 18 So könnt ihr mit allen Heiligen begreifen, welches die Breite und die Länge und die Höhe und die Tiefe ist, 19 auch die Liebe Christi erkennen, die alle Erkenntnis übertrifft, damit ihr erfüllt werdet mit der ganzen Gottesfülle. 20 Dem aber, der überschwenglich tun kann über alles hinaus, was wir bitten oder verstehen, nach der Kraft, die in uns wirkt, 21 dem sei Ehre in der Gemeinde und in Christus Jesus zu aller Zeit, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

Evangelium Joh 15, 26 - 16, 4

26 Wenn aber der Tröster kommen wird, den ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, der wird Zeugnis geben von mir. 27 Und auch ihr seid meine Zeugen, denn ihr seid von Anfang an bei mir gewesen.

16,1 Das habe ich zu euch geredet, damit ihr nicht abfallt. 2 Sie werden euch aus der Synagoge ausstoßen. Es kommt aber die Zeit, dass, wer euch tötet, meinen wird, er tue Gott einen Dienst damit. 3 Und das werden sie darum tun, weil sie weder meinen Vater noch mich erkennen. 4 Aber dies habe ich zu euch geredet, damit, wenn ihre Stunde kommen wird, ihr daran

Predigttext Jer 31, 31-34*

Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen, 32 nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern schloß, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen, ein Bund, den sie nicht gehalten haben, ob ich gleich ihr Herr war, spricht der HERR; 33 sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel schließen will nach dieser Zeit, spricht der HERR: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben, und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein. 34 Und es wird keiner den andern noch ein Bruder den andern lehren und sagen: «Erkenne den HERRN», sondern sie sollen mich alle erkennen, beide, klein und groß, spricht der HERR; denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken.

Idee / erster Einfall / erster schriftlich fixierter Gedanke

Wieder einmal wagt Gott mit seinem Volk Israel einen Bund - obwohl der alte schon so oft gebrochen wurde. Gott gibt seine Menschen nicht auf. Er will ihr Herz erreichen. Es geht nicht allein um die richtige Lehre, um die richtige Belehrung. Wenn der Glaube die Menschen bewegen soll, muss er das Herz berühren. Und das bedeutet, dass wir nicht "objektiv" von außen her kommen können, sondern wir stehen "subjektiv" mitten drin.

Notizen für die Predigt

Der Name des Sonntags leitet sich vom lateinischen Psalm 27,7 ab:
„Exaudi, Domine, vocem meam, qua clamavi ad te.“
HERR, höre meine Stimme, wenn ich rufe ...“ (Ps 27,7 LT)
Die Texte des Sonntags nehmen das nahe Pfingstfest - noch 7 Tage - in den Blick. Im Zentrum steht die Erwartung, dass Gott den Menschen Zukunft schenkt. Solch ein Text der Zukunft verheißt, steht in unserem heutigen Predigttext beim Propheten Jeremia. (Jer 31, 31-34 - s.o.)

Allerdings hatte Jeremia nicht immer so hoffnungsvoll predigen können. In der Berufungsgeschichte des Propheten lesen wir:
Jer 1,10 Siehe, ich setze dich … über Völker und Königreiche, dass du ausreißen und einreißen, zerstören und verderben sollst und bauen und pflanzen.
... ausreißen und einreißen, zerstören und verderben - dieses Wort Gottes hatte Jeremia immer wieder verkünden müssen. Einen Höhepunkt fanden diese Gerichtsworte in der sogenannten Tempelrede im 7. Kapitel des Jeremiabuches.
1 Dies ist das Wort, das vom HERRN geschah zu Jeremia: 2 Tritt ins Tor am Hause des HERRN und predige dort dies Wort und sprich: Höret des HERRN Wort, ihr alle von Juda, die ihr zu diesen Toren eingeht, den HERRN anzubeten! 3 So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Bessert euer Leben und euer Tun, so will ich bei euch wohnen an diesem Ort.1 4 Verlasst euch nicht auf Lügenworte, wenn sie sagen: Hier ist des HERRN Tempel, hier ist des HERRN Tempel, hier ist des HERRN Tempel! 5 Sondern bessert euer Leben und euer Tun, dass ihr recht handelt einer gegen den andern 6 und keine Gewalt übt gegen Fremdlinge, Waisen und Witwen und nicht unschuldiges Blut vergießt an diesem Ort und nicht andern Göttern nachlauft zu eurem eigenen Schaden, 7 so will ich immer und ewig bei euch wohnen an diesem Ort, in dem Lande, das ich euren Vätern gegeben habe.
Das waren die Vorwürfe, die Jeremia erhob: ... unrecht handeln einer gegen den andern - Gewalt gegen Fremdlinge, Waisen und Witwen - unschuldiges Blut vergießen - andern Göttern nachlaufen ... Deswegen zog Gott die Israeliten zur Rechenschaft.
8 Aber nun verlasst ihr euch auf Lügenworte, die zu nichts nütze sind. 9 Ihr seid Diebe, Mörder, Ehebrecher und Meineidige und opfert dem Baal und lauft fremden Göttern nach, die ihr nicht kennt. 10 Und dann kommt ihr und tretet vor mich in diesem Hause, das nach meinem Namen genannt ist, und sprecht: Wir sind geborgen, - und tut weiter solche Gräuel. 11 Haltet ihr denn dies Haus, das nach meinem Namen genannt ist, für eine Räuberhöhle? Siehe, ich sehe es wohl, spricht der HERR.
Jesus dazu: »Mein Haus wird ein Bethaus heißen für alle Völker«? Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht. (Mk 11,17)

In der Gerichtsrede des Jeremia verweist Gott darauf, dass er schon einmal einen Tempel, ein Gotteshaus hat zerstören lassen, weil die Menschen nur ihren eigenen Ideen und Vorstellungen folgten.
12 Geht hin an meine Stätte zu Silo, wo früher mein Name gewohnt hat, und schaut, was ich dort getan habe wegen der Bosheit meines Volks Israel. 13 Weil ihr denn lauter solche Dinge treibt, spricht der HERR, und weil ich immer wieder zu euch redete und ihr nicht hören wolltet und ich euch rief und ihr nicht antworten wolltet, 14 so will ich mit dem Hause, das nach meinem Namen genannt ist, auf das ihr euch verlasst, und mit der Stätte, die ich euch und euren Vätern gegeben habe, ebenso tun, wie ich mit Silo getan habe, 15 und will euch von meinem Angesicht verstoßen, wie ich verstoßen habe alle eure Brüder, das ganze Geschlecht Ephraim.
Der neue Bund
Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen, 32 nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern schloss, ... 33 sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel schließen will nach dieser Zeit, spricht der HERR: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben, und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein.
Wieder einmal wagt Gott mit seinem Volk Israel einen Bund - obwohl der alte schon so oft gebrochen wurde. Gott gibt seine Menschen nicht auf. Er will ihr Herz erreichen. Es geht nicht allein um die richtige Lehre, um die richtige Belehrung. Wenn der Glaube die Menschen bewegen soll, muss er das Herz berühren. Und das bedeutet, dass wir nicht "objektiv" von außen her kommen können, sondern wir stehen "subjektiv" mitten drin.

Erst wenn wir sagen können: "Ich will recht handeln einer gegen den andern und ich will keine Gewalt üben gegen Fremdlinge, Waisen und Witwen und ich will nicht unschuldiges Blut vergießen und ich will nicht andern Göttern nachlaufen zu meinem eigenen Schaden.", dann sind wir auf dem Weg mit Gott. Damit das gelingt, will Gott uns seinen Heiligen Geist senden.

Paulus an die Epheser
... dass Gott euch Kraft gebe ... stark zu werden durch seinen Geist an dem inwendigen Menschen, dass Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne und ihr in der Liebe eingewurzelt und gegründet seid.

Jesus: Das höchste Gebot ist das: »Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der Herr allein, 30 und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und von allen deinen Kräften«. 31 Das andre ist dies: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3.Mose 19,18). Es ist kein anderes Gebot größer als diese.

Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen.

Mittwoch, 24. Mai 2017

Himmelfahrt

25. Mai 2017


Zum vierten Mal feiern die beiden lutherischen Kirchengemeinden in Meppen - Gustav-Adolf und die Bethlehem - den Gottesdienst zum Himmelfahrtstag gemeinsam. In diesem Jahr findet der Gottesdienst um 10.00 Uhr im Gemeindehaus der Gustav-Adolf-Kirchengemeinde statt. Im Anschluss sind die Gottesdienstbesucher eingeladen zu Kirchenkaffee und Mittagessen. Bei Bedarf kann auch die ausgeräumte Kirche besichtigt werden.

Evangelisches Gesangbuch

Im Evangelischen Gesangbuch findet man die Texte zum Himmelfahrtstag unter der Nummer 954.39. Digital findet man alles auf der Seite "Das Kirchenjahr".

Die Farben des Kirchenjahres lassen sich in dieser Grafik finden. Den liturgischen Kalender bieten die bayrischen Landeskirche und die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands an.

Für alle zitierten Bibeltexte gilt: Lutherbibel 1984, © Deutsche Bibelgesellschaft

Wochenspruch:

Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, will ich alle zu mir ziehen. (Joh 12, 32)

Wochenlied:

Wir danken dir, Herr Jesu Christ, dass du gen Himmel g'fahren bist (EG 121 - nicht in Rev. 2014)
Rev. 2014: Jesus Christus herrscht als König (EG 123)
Rev. 2014: Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes (EG 132 - Kanon)

Gottesdienstablauf

  • Musikalisches Vorspiel
  • Begrüßung
  • EG 501 Wie lieblich ist der Maien
  • Liturgie
    • Psalm 47 - EG 726
    • Gloria Patri
    • Aufforderung zum Kyrie
    • Kyrie eleison
    • Aufforderung zum Lobgesang
    • Allein Gott in der Höh sei Ehr
    • Eingangsgebet
  • Epistel: Apg 1, 3-4 (5-7) 8-11
    • Glaubensbekenntnis
  • EG 269,1-5 (M: 103) - Christus ist König
  • Predigt: 1.Könige 8,22-28
  • EG 123,1-4 Jesus Christus herrscht als König
  • Abkündigungen
  • EG 503: Geh aus, mein Herz, und suche Freud
  • Fürbittengebet
  • Vater unser
  • Entlassung und Segen
  • Musikalisches Nachspiel

Epistel Apg 1,3-11

Den ersten Bericht habe ich gegeben, lieber Theophilus, von all dem, was Jesus von Anfang an tat und lehrte 2 bis zu dem Tag, an dem er aufgenommen wurde, nachdem er den Aposteln, die er erwählt hatte, durch den heiligen Geist Weisung gegeben hatte. 3 Ihnen zeigte er sich nach seinem Leiden durch viele Beweise als der Lebendige und ließ sich sehen unter ihnen vierzig Tage lang und redete mit ihnen vom Reich Gottes. 4 Und als er mit ihnen zusammen war, befahl er ihnen, Jerusalem nicht zu verlassen, sondern zu warten auf die Verheißung des Vaters, die ihr, so sprach er, von mir gehört habt; 5 denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit dem heiligen Geist getauft werden nicht lange nach diesen Tagen.

6 Die nun zusammengekommen waren, fragten ihn und sprachen: Herr, wirst du in dieser Zeit wieder aufrichten das Reich für Israel? 7 Er sprach aber zu ihnen: Es gebührt euch nicht, Zeit oder Stunde zu wissen, die der Vater in seiner Macht bestimmt hat; 8 aber ihr werdet die Kraft des heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.

9 Und als er das gesagt hatte, wurde er zusehends aufgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg. 10 Und als sie ihm nachsahen, wie er gen Himmel fuhr, siehe, da standen bei ihnen zwei Männer in weißen Gewändern. 11 Die sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und seht zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.

Predigttext 1.Könige 8,22-28

Pastor Achim Heldt von der Bethlehem-Kirchengemeinde wird über den nachfolgenden Text predigen: 

22 Und Salomo trat vor den Altar des HERRN angesichts der ganzen Gemeinde Israel und breitete seine Hände aus gen Himmel 23 und sprach:

HERR, Gott Israels, es ist kein Gott weder droben im Himmel noch unten auf Erden dir gleich, der du hältst den Bund und die Barmherzigkeit deinen Knechten, die vor dir wandeln von ganzem Herzen; 24 der du gehalten hast deinem Knecht, meinem Vater David, was du ihm zugesagt hast. Mit deinem Mund hast du es geredet, und mit deiner Hand hast du es erfüllt, wie es offenbar ist an diesem Tage. 25 Nun, HERR, Gott Israels, halt deinem Knecht, meinem Vater David, was du ihm zugesagt hast: Es soll dir nicht fehlen an einem Mann, der vor mir steht, der da sitzt auf dem Thron Israels, wenn nur deine Söhne auf ihren Weg Acht haben, dass sie vor mir wandeln, wie du vor mir gewandelt bist. 26 Nun, Gott Israels, lass dein Wort wahr werden, das du deinem Knecht, meinem Vater David, zugesagt hast. 27 Aber sollte Gott wirklich auf Erden wohnen? Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen - wie sollte es dann dies Haus tun, das ich gebaut habe? 28 Wende dich aber zum Gebet deines Knechts und zu seinem Flehen, HERR, mein Gott, damit du hörst das Flehen und Gebet deines Knechts heute vor dir:

Montag, 22. Mai 2017

Gottesdienst mit kleinen und großen Leuten

21. Mai 2017


Am Sonntag Rogate feierten wir einen sehr schönen Tauf- und Tauferinnerungsgottesdienst mit kleinen und großen Leuten. Diakonin Maike R. Hofmann und das Team kombinierten mehrere Ideen:

  • Freut euch, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind. (Luk 10,20)
eigenes Foto
Zu Beginn des Gottesdienstes schrieb jeder Gottesdienstbesucher seinen Namen auf einen "Regentropfen", der dann im Verlauf des Gottesdienstes in den Himmel - Wolken am Fenster - geklebt wurde. Dazu erklärte Frau Hofmann, dass Gott mit unserer Taufe alle unsere Namen kennt, egal, ob Kinder oder Heranwachsende oder Erwachsene jetzt getauft werden oder die Taufe ein, zwei, drei Jahre oder gar schon Jahrzehnte zurückliegt. Deshalb ist es gut, wenn wir uns immer wieder an unsere Taufe erinnern.

  • Tauferinnerung mit Tauffischen

Für jeden, der in der Gustav-Adolf-Kirche getauft wird, wird ein Fisch ins "Taufmeer" gehängt. Dieses Symbol erinnert daran, dass Jesus seinen ersten Jüngern, die Fischer waren, den Auftrag gab, Menschen für Gott zu gewinnen. Sie sollten "Menschenfischer" werden. Außerdem entdeckten die ersten Christen, dass im griechischen Wort "ICHTHYS = Fisch" ein kleines christliches Bekenntnis steckt.

  • I - Jesous - Jesus
  • CH - Christios - Christus
  • TH - Theou - Gottes
  • Y - Yios - Sohn
  • S - Soter - Retter

Jeweils im ersten Gottesdienst mit kleinen und großen Leuten nach Ostern feiern wir in der Gustav-Adolf-Kirche Tauferinnerung. Die Tauffamilien des vergangenen Jahres werden eingeladen, ihren Tauffisch abzuholen. Die nicht abgeholten Tauffische bewahren wir etwa ein Jahr lang auf.

eigenes Foto
  • Gute Wünsche für die Taufkinder

Vier Kinder wurden im Gottesdienst getauft, zwei kleine und zwei große. Für diese Kinder schrieben die Gottesdienstbesucher gute Wünsche auf, wieder auf Wassertropfen, denn alle Wassertropfen zusammen ergeben das Taufwasser. Was die Gottesdienstbesucher den Kindern wünschten, konnten die Familien später zu Hause nachlesen.

Gottesdienstelemente


Psalm - Geborgen ist mein Leben in Gott (vgl. die Agendenergänzung „Lob sei Dir”)

Geborgen ist mein Leben in Gott. Er hält mich in seinen Händen.
Manchmal habe ich Angst. Ich bin ganz allein.
Wer ist da, der mich tröstet?

Zwischenstrophe „Er hält die ganz Welt in seiner Hand“

Geborgen ist mein Leben in Gott. Er hält mich in seinen Händen.
Manchmal bin ich sehr traurig. Oft weiß ich nicht  Warum!
Wer ist da, der mich in seinen Arm nimmt?

Geborgen ist mein Leben in Gott. Er hält mich in seinen Händen.
Manchmal habe ich das Gefühl, dass niemand mich leiden mag.
Wer ist da, der mich verstehen kann?

Zwischenstrophe „Er hält die ganz Welt in seiner Hand“

Geborgen ist mein Leben in Gott. Er hält mich in seinen Händen.
Manchmal bin ich feige.  Ich habe nicht den Mut, das Rechte zu tun.
Wer ist da, der mir hilft?

Geborgen ist mein Leben in Gott. Er hält mich in seinen Händen.
Er ist für mich da alle Tage meines Lebens und darüber hinaus in Ewigkeit.
Gott ist für mich da. Er hat mich lieb.

Zwischenstrophe „Er hält die ganz Welt in seiner Hand“

Lied: Gottes Engel ist bei dir (nach der Melodie „Weißt du wie viel Sternlein stehen“)

Gottes Engel ist bei dir
Kind, wir beten für dein Leben
und wir wünschen dir viel Zeit.
Möge Gott dir Glauben geben
bis in alle Ewigkeit.
Lerne lachen, lerne weinen;
Gott behütet all die Seinen,
Schickt den Engel auch zu dir,
schickt den Engel auch zu dir.

Kind, wir singen für dein Leben
und wir wünschen dir viel Kraft.
Möge Gott dir Hoffnung geben,
die stets neue Kräfte schafft.
Lerne fühlen, lerne denken;
Gott will dir die Taufe schenken,
schickt den Engel auch zu dir,
schickt den Engel auch zu dir.

Kind, wir danken für dein Leben
und wir wünschen dir viel Mut.
Möge Gott dir Liebe geben
unter seiner guten Hut.
Lerne lieben und vergeben,
lerne deine Welt erleben.
Gottes Engel ist bei dir,
Gottes Engel ist bei dir.

Taufsprüche

Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, 12 dass sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest. (Ps 91,11f)

Gott spricht: Ich werde einen Engel schicken, der dir vorausgeht. Er soll dich auf dem Weg schützen und dich an den Ort bringen, den ich bestimmt habe. (2. Mose 23,20)

Der HERR behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele. Der HERR behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit! (Ps 121,7-8)

Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen. (1. Kor 13,13)

Kinderevangelium - Jesus und die Kinder – Gute Nachricht
Einige Leute wollten ihre Kinder zu Jesus bringen, damit er sie berühre; aber seine Jünger fuhren sie an und wollten sie wegschicken.
Als Jesus es bemerkte, wurde er zornig und sagte zu den Jüngern: »Lasst die Kinder doch zu mir kommen und hindert sie nicht daran; denn für Menschen wie sie steht Gottes neue Welt offen.
Ich versichere euch: Wer sich Gottes neue Welt nicht schenken lässt wie ein Kind, wird niemals hineinkommen.«
Dann nahm er die Kinder in die Arme, legte ihnen die Hände auf und segnete sie.

Taufbefehl
Jesus Christus spricht: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.
Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie
auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes
und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe.
Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Agendentexte für den Sonntag Rogate


Für alle, die sich über den Sonntag Rogate allgemein informieren wollen, folgen hier noch ein paar Hinweise. Im Evangelischen Gesangbuch findet man die Texte unter der Nummer 954.38. Digital findet man alles auf der Seite "Das Kirchenjahr".

Die Farben des Kirchenjahres lassen sich in dieser Grafik finden. Den liturgischen Kalender bieten die bayrischen Landeskirche und die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands an.

Für alle zitierten Bibeltexte gilt: Lutherbibel 1984, © Deutsche Bibelgesellschaft

Wochenspruch:

Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet. (Ps 66, 20)

Wochenlied:

Zieh ein zu deinen Toren (EG 133 - auch Rev. 2014) oder
Vater unser im Himmelreich (EG 344 - auch Rev. 2014))

Alttestamentliche Lesung 2. Mose 32, 7-14 (= Ex 32, 7-14)

Der HERR sprach aber zu Mose: Geh, steig hinab; denn dein Volk, das du aus Ägyptenland geführt hast, hat schändlich gehandelt. 8 Sie sind schnell von dem Wege gewichen, den ich ihnen geboten habe. Sie haben sich ein gegossenes Kalb gemacht und haben's angebetet und ihm geopfert und gesagt: Das ist dein Gott, Israel, der dich aus Ägyptenland geführt hat.9 Und der HERR sprach zu Mose: Ich sehe, dass es ein halsstarriges Volk ist. 10 Und nun laß mich, dass mein Zorn über sie entbrenne und sie vertilge; dafür will ich dich zum großen Volk machen. 11 Mose aber flehte vor dem HERRN, seinem Gott, und sprach: Ach, HERR, warum will dein Zorn entbrennen über dein Volk, das du mit großer Kraft und starker Hand aus Ägyptenland geführt hast? 12 Warum sollen die Ägypter sagen: Er hat sie zu ihrem Unglück herausgeführt, dass er sie umbrächte im Gebirge und vertilgte sie von dem Erdboden? Kehre dich ab von deinem grimmigen Zorn und laß dich des Unheils gereuen, das du über dein Volk bringen willst. 13 Gedenke an deine Knechte Abraham, Isaak und Israel, denen du bei dir selbst geschworen und verheißen hast: Ich will eure Nachkommen mehren wie die Sterne am Himmel, und dies ganze Land, das ich verheißen habe, will ich euren Nachkommen geben, und sie sollen es besitzen für ewig. 14 Da gereute den HERRN das Unheil, das er seinem Volk zugedacht hatte.

Epistel 1. Tim 2, 1-6a

So ermahne ich nun, dass man vor allen Dingen tue Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung für alle Menschen, 2 für die Könige und für alle Obrigkeit, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit. 3 Dies ist gut und wohlgefällig vor Gott, unserm Heiland, 4 welcher will, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. 5 Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus, 6 der sich selbst gegeben hat für alle zur Erlösung.

Evangelium Joh 16, 23b-28 (29-32) 33

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr den Vater um etwas bitten werdet in meinem Namen, wird er's euch geben. 24 Bisher habt ihr um nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, so werdet ihr nehmen, dass eure Freude vollkommen sei.

25 Das habe ich euch in Bildern gesagt. Es kommt die Zeit, dass ich nicht mehr in Bildern mit euch reden werde, sondern euch frei heraus verkündigen von meinem Vater. 26 An jenem Tage werdet ihr bitten in meinem Namen. Und ich sage euch nicht, dass ich den Vater für euch bitten will; 27 denn er selbst, der Vater, hat euch lieb, weil ihr mich liebt und glaubt, dass ich von Gott ausgegangen bin. 28 Ich bin vom Vater ausgegangen und in die Welt gekommen; ich verlasse die Welt wieder und gehe zum Vater.

29 Sprechen zu ihm seine Jünger: Siehe, nun redest du frei heraus und nicht mehr in Bildern. 30 Nun wissen wir, dass du alle Dinge weißt und bedarfst dessen nicht, dass dich jemand fragt. Darum glauben wir, dass du von Gott ausgegangen bist. 31 Jesus antwortete ihnen: Jetzt glaubt ihr? 32 Siehe, es kommt die Stunde und ist schon gekommen, dass ihr zerstreut werdet, ein jeder in das Seine, und mich allein laßt. Aber ich bin nicht allein, denn der Vater ist bei mir. 

33 Das habe ich mit euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.

Sonntag, 7. Mai 2017

Konfirmationen

6. und 7. Mai 2017


An diesen Wochenende feierten wir zwei Konfirmationsgottesdienste, Samstag um 15.00 Uhr, Sonntag wie gewohnt um 10.00 Uhr. Insgesamt wurden 30 Mädchen und Jungen eingesegnet. 

Für die Konfirmation am Sonntag hatten sich zwei Konfirmandinnen bei der Vorbereitung engagiert und mehrere Teile im Gottesdienst übernommen. 

Am Samstag sang der Chor "Just for Fun" unter der Leitung von Diakonin Maike Hofmann im Gottesdienst. Raimund Hagemann spielte an der Orgel. Am Sonntag gestaltete der Posaunenchor unter der Leitung von Johannes Drenger zusammen mit dem Organisten Heinz Detlau-Keire den musikalischen Teil des Gottesdienstes.

Evangelisches Gesangbuch

Vom Kirchenjahr her betrachtet war heute der Sonntag Jubilate. Im Evangelischen Gesangbuch findet man die Texte dieses Sonntags unter der Nummer 954.36. Digital findet man alles auf der Seite "Das Kirchenjahr".

Die Farben des Kirchenjahres lassen sich in dieser Grafik finden. Den liturgischen Kalender bieten die bayrischen Landeskirche und die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands an.

Für alle zitierten Bibeltexte gilt: Lutherbibel 1984, © Deutsche Bibelgesellschaft

Wochenspruch:

Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. (2. Kor 5, 17)

Wochenlied:

Mit Freuden zart zu dieser Fahrt (EG 108 - nicht in Rev. 2014)
Rev. 2014: Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren (EG 316/317)
Rev. 2014: Gott gab uns Atem (EG 432)

Epistel: 1. Joh 5, 1-4 - Die Kraft des Glaubens
Evangelium: Joh 15, 1-8 - Christus, der wahre Weinstock


Ordnung für die Konfirmationsgottesdienste


Musikalisches Vorspiel und Einzug der Konfirmanden


Begrüßung (am Sonntag)

Liebe Eltern, Familien, Paten, Pastor Krüger, Teamer und Gemeinde.

Im Namen aller Konfirmanden begrüßen wir euch alle ganz herzlich zu unserer Konfirmation. Wir freuen uns, dass wir diesen Tag mit euch feiern können. 

Im Konfirmationsunterricht beschäftigten wir uns gemeinsam mit unserem Glauben. Wir hörten von Jesus, lernten die Gebote, das Glaubensbekenntnis und die Bedeutung der Taufe. Heute bestätigen wir unsere Taufe und sagen, dass es richtig war, dass unsere Eltern uns als Kinder haben taufen lassen. 

Wir werden uns auch in der Zukunft immer wieder neu überlegen und darüber nachdenken, was uns unser Glaube für unser Leben sagt. Dafür empfangen wir Gottes Segen. 

EG 317 Lobe den Herren (Samstag)

EG 455 Morgenlicht leuchtet, rein wie am Anfang (Sonntag)


Psalmgebet (beide Tage)

Dies ist der Tag, den der HERR macht;
lasst uns darin uns freuen und fröhlich sein.
O HERR, hilf!
O HERR, lass wohlgelingen!
Gelobet sei, der da kommt im Namen des HERRN! / 
Wir segnen euch, die ihr vom Hause des HERRN seid.
Der HERR ist Gott, der uns erleuchtet. 
Schmückt das Fest mit Maien.
Du bist mein Gott, und ich danke dir; 
mein Gott, ich will dich preisen.
Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, 
und seine Güte währet ewiglich. 

Epistellesung - Kolosser 3,12-17 (beide Tage)

12 So zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld; 13 und ertrage einer den andern und vergebt euch untereinander, wenn jemand Klage hat gegen den andern; wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr! 14 Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. 15 Und der Friede Christi, zu dem ihr auch berufen seid in "einem" Leibe, regiere in euren Herzen; und seid dankbar. 16 Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen .... 17 Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.

Just for Fun - Du bist da, wo Menschen leben (Samstag)

Lied: Shine, Jesus, shine (Sonntag)


Predigt

Am Sonntag übernahmen die beiden Konfirmandinnen diesen Teil; am Samstag schaute ich auf den Konfirmandenunterricht zurück und verwies die Jugendlichen auf ihre Konfirmationsprüche, die ihnen eine Orientierung geben können, wie es in Psalm 119,105 heißt: 

Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege. 

Hier gebe ich wieder, was die beiden Konfirmandeninnen sagten:

Liebe Gemeinde, 

nun ist die Zeit des Konfirmandenunterrichts vorbei. Wir haben viel gelernt. Wir wissen jetzt, dass es im Alten Testament um Gott und sein Volk Israel geht. Das neue Testament berichtet von Jesus und seinen Jüngern. Jesus hat den Menschen auch gesagt, dass wir Gott selbst ansprechen dürfen, wenn wir Probleme haben, dass wir direkt zu ihm beten dürfen. Im Lauf der Zeit haben wir die Kirche besser kennengelernt. Wir verstehen jetzt auch den Gottesdienst und die Bibel besser. Wir wissen, dass die Zehn Gebote auch heute noch gelten. Und wenn sich alle Menschen daran halten würden, wäre vieles in der Welt besser. 

Der Konfirmandenunterricht hat uns auch Spaß gemacht, besonders die Freizeiten im zweiten Jahr. Da haben wir viel miteinander erlebt und auch die anderen Mitkonfirmanden besser kennengelernt. Wenn es bei den Freizeiten z.B. um das Thema “Liebe, Freundschaft, Sexualität” ging, dann hatte das auch etwas mit unserem Leben zu tun. Bei der letzten Freizeit streiften wir noch das Thema “Okkultismus und Sekten”. Beim so genannten Pendelexperiment mussten wir erleben, wie leicht wir Menschen manipuliert werden können. 

Das war ein kleiner Einblick in die Zeit unseres Konfirmandenunterrichts. Nun möchten wir einmal von Euch, den Gottesdienstbesuchern, wissen, wie Ihr Eure Konfirmandenzeit erlebt habt. Ich gehe mal zu meiner Oma, damit die uns sagt, woran sie sich erinnert. ...

Ich erinnere mich an die Gemeinschaft, die wir hatten. Nach der Konfirmation gestalteten wir immer wieder einmal einen so genannten "Beatgottesdienst".
 
Ich stelle diese Frage der Tochter meines Patenonkels. Die ist vor 3 Jahren selbst konfirmiert worden. Was bedeutet Dir Dein Glaube? ...

Mein Glaube gibt mir halt, gerade auch in schweren Zeiten, als mein Opa starb. 

Und dann fragen wir noch einmal die Mutter einer Mitkonfirmandin, woran die sich aus ihrer Konfirmandenzeit erinnert. Was bedeutet es für Sie, Mitglied in der Kirche zu sein? ...

Für mich ist die Kirche ein Zuhause. Hier fühle ich mich wohl, weil ich auch andere Menschen treffe. 

Vielen Dank für diese Berichte. 

Ein besonderer Punkt bei den Konfirmationen sind unsere Konfirmationssprüche. Das sind Bibelverse, die wir uns selbst ausgesucht haben, weil sie uns in unserem Leben begleiten sollen. Wir wollen uns daran orientieren. 

Ich habe mir ausgewählt “Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg; aber der Herr allein lenkt seinen Schritt.” (Spr. 16, 9) Das bedeutet für mich, dass man selber etwas plant, dass Gott einen aber auf den richtigen Weg bringt. Ich habe also nur zu einem gewissen Teil Kontrolle über mein Leben; für den Rest muss ich auf Gott vertrauen.

Ich habe mir ausgesucht: “Euer Herz soll sich freuen und eure Freude soll niemand von euch nehmen.” (Johannes 16, 22) Für mich ist dieser Vers in erster Linie aufmunternd. Wenn man in schwierigen Zeiten lebt, soll man auch wieder fröhlich sein. Das passt zu mir, weil ich immer sehr fröhlich bin. Und es ist nicht so wichtig, was andere von mir denken, sie können mir nichts wegnehmen, sondern was mir wichtig ist, darauf kommt es an.

Jeder schaut sich jetzt seinen eigenen Konfirmationsspruch in der Gottesdienstordnung an; das kann auch jede Familie tun. Und jeder überlegt für sich im Stillen, was der Bibelvers bedeuten kann. Zu Hause heute Nachmittag könnt Ihr ja mal in den Familien diskutieren, was Euch eingefallen ist. 
 
Nach einem Moment der Stille fasste ich die Gedanken zu den Konfirmationssprüchen mit Psalm 119,105 noch einmal zusammen (s.o.)

Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege. 
Pastor Krüger schließt diesen Teil mit kurzen Gedanken zum Psalmvers ab. 

Lied: Liebe ist nicht nur ein Wort (beide Tage)


Konfirmationshandlung

  • Glaubensbekenntnis
  • Gemeinsames Versprechen
Die Quelle für des nachfolgende Bekenntnisses kann ich gar nicht nennen. Vor ein paar Jahren brachten Eltern diese Form von einer anderen Konfirmationsfeier mit. Da hier alle in das Bekenntnis eingebunden sind, habe ich es leicht bearbeitet bei uns in den Gottesdiensten verwendet. Sobald ich es erfahre, nenne ich gern den Verfasser dieser Zeilen und alle weiteren Daten.

Konfirmandinnen/Konfirmanden: Unsere Zukunft liegt vor uns. Wir erleben Hoffnung und Angst. Wir halten Ausschau nach Vorbildern, suchen Ziele und brauchen einen Halt.

Eltern: Auch wir, Eure Eltern, auch wir sind auf dem Weg. Auch wir wissen nicht auf alles eine Antwort. Vielleicht können Euch unsere Erfahrungen helfen, oder Ihr könnt aus unseren Fehlern lernen. Gemeinsam wollen wir Gott bitten, dass er uns begleitet und gute Wege zeigt. 

Konfirmandinnen/Konfirmanden: Viele Einflüsse stürmen auf uns ein. Wir hören viele Versprechungen. Wir suchen Geborgenheit und Freiheit, ohne uns zu verlieren. Wir suchen glaubwürdige Menschen und Worte, auf die wir uns verlassen können.

Paten: Wir, Eure Patinnen und Paten, wir wollen Euch weiterhin gern begleiten und Euch zur Seite stehen. Wir denken auch an Gottes Zusage bei Eurer Taufe, dass er bei uns sein will alle Tage. Wir wollen ihn bitten, seine Zusage zu erneuern, damit wir erfahren: Gott ist bei uns. Er stärkt uns.

Konfirmandinnen/Konfirmanden: Wir haben von Jesus gehört, wie er auf Menschen zuging, wie er sie aufrichtete und ihnen Mut machte, wie er sie heilte und ihnen neues Vertrauen in das Leben schenkte. Er teilte das Brot, damit alle teil am Leben haben. Wir wollen dazu beitragen, dass seine Kraft heute lebendig ist.

Gemeinde (alle außer den Konfirmanden): Wir, die Gemeinde Jesu Christi, wir, die Älteren und die Jüngeren, wir müssen zugeben: Wir vertrauen oft ganz anderen Kräften. Vielleicht ist es deshalb um die Welt nicht zum Besten bestellt. Deshalb wollen wir uns anstrengen, dass unser Glaube zu Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung führt. Dafür hoffen wir aber auch auf den Glauben der Konfirmandinnen und Konfirmanden.

Konfirmandinnen/Konfirmanden: Wir haben erste Schritte des Glaubens miteinander getan. Wir möchten den Weg weitergehen. Wir wünschen uns eine Gemeinde, die offen ist für unsere Gedanken. Wir selber wollen offen bleiben für die Worte der Bibel von der Liebe Gottes zu seiner Schöpfung.

Alle gemeinsam: Wir erinnern uns heute alle daran, dass Gott uns in der Taufe versprochen hat, bei uns zu sein alle Tage unseres Lebens. Deshalb wollen wir unser Leben mit ihm gestalten und unseren Herrn und Heiland Jesus Christus immer wieder in dieser Welt bekennen. Denn er allein ist das Fundament unseres Lebens. Gott schenke uns seinen reichen Segen. Amen.
  • Gebet für die Konfirmandinnen und Konfirmanden
  • Einsegnung - dazu werden die Konfirmationssprüche vorgelesen (Teamer) und die Taufkerzen angezündet (Paten)

Just for Fun - Sei, wie du bist … (Samstag - aus dem Luther-Pop-Oratorium von Michael Kunze und Dieter Falk)

Lied: Herr, ich preise deinen heilgen Namen (Sonntag)


Feier des Heiligen Abendmahls


Fürbitte


Entlassung und Segen


Möge die Straße (Samstag mit Becher-Rap)


Musikalisches Nachspiel und Auszug der Konfirmanden

Sonntag, 23. April 2017

Miserikordias Domini

30. April 2017


An diesem Sonntag stehen 3 Punkte an:
  1. Kurze Erläuterungen zum Stand der Umbaumaßnahmen in der Kirche
  2. Gottesdienst
  3. Orgelkonzert mit Werken von Johann Sebastian Bach
Nach dem Wochenende 06./07. Mai, an dem wir die Konfirmationen feiern, wird die Kirche wegen der Umbaumaßnahmen geschlossen. Für die Gottesdienstgemeinde ist der 30.04. die letzte Möglichkeit, sich einen Überblick zu verschaffen, wie die Kirche nach den Baumaßnahmen höchstwahrscheinlich aussehen wird. Dazu werden in der Kirche auch Modelle vom neuen Altar, von der Kanzel und vom Lesepult stehen.

Der Gottesdienst ist geprägt durch das Bild vom "Guten Hirten". Im Alten Testament wird Gott mit diesem Bild identifiziert, im Neuen Testament bezieht Jesus nach dem Zeugnis des Johannesevangeliums dieses Bild auf sich selbst: "Ich bin der gute Hirte ..." (vgl. auch den Wochenspruch). Wie Gott das Treiben der weltlichen Hirten betrachtet (vgl. dazu den Predigttext aus vom Propheten Hesekiel) wird Thema der Predigt sein.

https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AMeister_des_Mausoleums_der_Galla_Placidia_in_Ravenna_002.jpg
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b4/Meister_des_Mausoleums_der_Galla_Placidia_in_Ravenna_002.jpg
By Meister des Mausoleums der Galla Placidia in Ravenna [Public domain], via Wikimedia Commons

Unter dem Titel "Bach in Meppen 2017" bietet der Kantor und Organist Balthasar Baumgartner (röm.-kath. Propstei-Kirche St. Vitus in Meppen) im Reformationsjahr 2017 mehr oder weniger wöchentlich ein Konzert mit Werken von Johann Sebastian Bach (1685 - 1750) dar. Da "Bachs (geistliches) Werk oft auf dem Werken Martin Luthers fußt", wie Baumgartner im Programm zur Konzertreihe schreibt, erscheint es dem Musiker "im Jahr des Reformations-Jubiläums „500 Jahre Reformation“ ... besonders interessant, sich auf eine musikalische Entdeckungsreise durch das Werk des großen Kirchenmusikers der Reformation, Johann Sebastian Bach, zu begeben".

Johann Sebastian Bach - Ölgemälde von Elias Gottlob Haußmann - 1748
https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AJohann_Sebastian_Bach.jpg
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/6a/Johann_Sebastian_Bach.jpg
Elias Gottlob Haussmann [Public domain], via Wikimedia Commons

Am 30. April wird Baumgartner unter der Überschrift „Christ ist erstanden“ den 16. Teil seiner Konzertreihe in der Gustav-Adolf-Kirche zu Gehör bringen. 
  • Sonate Nr. 6 in G-Dur (BWV 530) 
  • Choralbearbeitungen über „Christ ist erstanden“ (BWV 627, 746) 
  • „Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ“ (BWV 649) 
  • Präludium und Fuge in C-Dur (BWV 545)
Gottesdienstbesucher und alle, die dazu kommen wollen, dürfen sich auf einen musikalischen Ohrenschmaus freuen. Das Konzert beginnt wie üblich um 11.15 Uhr. Zuvor wird Baumgartner auch im Gottesdienst die Orgel spielen. 

Evangelisches Gesangbuch

Im Evangelischen Gesangbuch findet man die Texte zum Sonntag Miserikordias Domini unter der Nummer 954.35. Digital findet man alles auf der Seite "Das Kirchenjahr".

Die Farben des Kirchenjahres lassen sich in dieser Grafik finden. Den liturgischen Kalender bieten die bayrischen Landeskirche und die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands an.

Für alle zitierten Bibeltexte gilt: Lutherbibel 1984, © Deutsche Bibelgesellschaft

Wochenspruch:

Jesus spricht: Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben. (Joh 10, 11a. 27-28a)

Wochenlied:

Der Herr ist mein getreuer Hirt (EG 274 - auch in Rev. 2014)
Rev. 2014: Vertraut den neuen Wegen (EG 395)
Rev. 2014: Stimme, die Stein zerbricht (Singt Jubilate 149)

Lieder im Gottesdienst

EG 100 - Wir wollen alle fröhlich sein (1.2.4)
EG 711 - Psalm 23
EG 184 - Wir glauben Gott im höchsten Thron
EG 274 - Der Herr ist mein getreuer Hirt
EG 116 - Er ist erstanden (1.4.5)

Psalm 23 - Der gute Hirte (EG 711)

1 Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
2 Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.
3 Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
4 Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück;
denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.
5 Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
6 Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,
und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.

Epistel: 1. Petr 2, 21b-25

Die Epistel wird in diesem Gottesdienst nicht gelesen.

21b Christus hat für euch gelitten und euch ein Vorbild hinterlassen, dass ihr sollt nachfolgen seinen Fußtapfen; 22 er, der keine Sünde getan hat und in dessen Mund sich kein Betrug fand; 23 der nicht widerschmähte, als er geschmäht wurde, nicht drohte, als er litt, er stellte es aber dem anheim, der gerecht richtet; 24 der unsre Sünde selbst hinaufgetragen hat an seinem Leibe auf das Holz, damit wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben. Durch seine Wunden seid ihr heil geworden. 25 Denn ihr wart wie die irrenden Schafe; aber ihr seid nun bekehrt zu dem Hirten und Bischof eurer Seelen.

Evangelium: Joh 10, 11-16 (27-30)

Jesus Christus spricht: Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte läßt sein Leben für die Schafe. 12 Der Mietling aber, der nicht Hirte ist, dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen und verläßt die Schafe und flieht - und der Wolf stürzt sich auf die Schafe und zerstreut sie -, 13 denn er ist ein Mietling und kümmert sich nicht um die Schafe. 14 Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich, 15 wie mich mein Vater kennt, und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben für die Schafe. 16 Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall; auch sie muß ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte werden.

27 Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; 28 und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. 29 Mein Vater, der mir sie gegeben hat, ist größer als alles, und niemand kann sie aus des Vaters Hand reißen. 30 Ich und der Vater sind eins.

Predigttext: Hes 34, 1-7.10.11-24

Der Prophet Hesekiel richtet an die Hirten Israels das Gerichtswort Gottes: “Wehe den Hirten Israels!” Die Frage, wer mit dem Bild des Hirten gemeint ist, erschließt sich im Blick auf die Verse 23 und 24, wo Gott spricht: "Und ich will ihnen einen einzigen Hirten erwecken, der sie weiden soll, nämlich meinen Knecht David. Der wird sie weiden und soll ihr Hirte sein, und ich, der HERR, will ihr Gott sein. Und mein Knecht David soll der Fürst unter ihnen sein; das sage ich, der HERR." Gemeint sind mit den Hirten somit in erster Linie die Könige Israels, Politiker und Fürsten, die ihren von Gott gegebenen Auftrag verfehlen, die nur an ihr eigenes und nicht an das Wohl des Volkes denken. - Wenn Bibelleser und Predigthörer bei dem Gerichtswort Gottes Parallelen zur Gegenwart ziehen - Politik, Wirtschaft, Kirche -, trifft das die Intention der biblischen Botschaft. Hören wir zunächst den Propheten Hesekiel:
Und des HERRN Wort geschah zu mir: 2 Du Menschenkind, weissage gegen die Hirten Israels, weissage und sprich zu ihnen: So spricht Gott der HERR: Wehe den Hirten Israels, die sich selbst weiden! Sollen die Hirten nicht die Herde weiden?
3 Aber ihr eßt das Fett und kleidet euch mit der Wolle und schlachtet das Gemästete, aber die Schafe wollt ihr nicht weiden. 4 Das Schwache stärkt ihr nicht, und das Kranke heilt ihr nicht, das Verwundete verbindet ihr nicht, das Verirrte holt ihr nicht zurück und das Verlorene sucht ihr nicht; das Starke aber tretet ihr nieder mit Gewalt. 5 Und meine Schafe sind zerstreut, weil sie keinen Hirten haben, und sind allen wilden Tieren zum Fraß geworden und zerstreut. 6 Sie irren umher auf allen Bergen und auf allen hohen Hügeln und sind über das ganze Land zerstreut, und niemand ist da, der nach ihnen fragt oder auf sie achtet.

7 Darum hört, ihr Hirten, des HERRN Wort! … 10 So spricht Gott der HERR: Siehe, ich will an die Hirten und will meine Herde von ihren Händen fordern; ich will ein Ende damit machen, dass sie Hirten sind, und sie sollen sich nicht mehr selbst weiden. Ich will meine Schafe erretten aus ihrem Rachen, dass sie sie nicht mehr fressen sollen.
In der letzten Konsequenz will Gott sich selbst seiner Schafe annehmen. Das bedeutet aber nicht, dass die Schafe selbst ausgenommen sind vom Gericht Gottes, wie es Vers 17 zeigt: "Aber zu euch, meine Herde, spricht Gott der HERR: Siehe, ich will richten zwischen Schaf und Schaf und Widdern und Böcken." - Somit darf der Blick nicht allein auf die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft und Kirche gerichtet sein. Auch das eigene Verhalten ist mit zu bedenken gemäß dem Sprichwort: "Wenn du mit einem Finger auf einen anderen zeigst, zeigen drei Finger auf dich selbst." Hören wir noch einmal den Propheten Hesekiel:
11 Denn so spricht Gott der HERR: Siehe, ich will mich meiner Herde selbst annehmen und sie suchen. 12 Wie ein Hirte seine Schafe sucht, wenn sie von seiner Herde verirrt sind, so will ich meine Schafe suchen und will sie erretten von allen Orten, wohin sie zerstreut waren zur Zeit, als es trüb und finster war. ... 15 Ich selbst will meine Schafe weiden, und ich will sie lagern lassen, spricht Gott der HERR. 16 Ich will das Verlorene wieder suchen und das Verirrte zurückbringen und das Verwundete verbinden und das Schwache stärken und, was fett und stark ist, behüten; ich will sie weiden, wie es recht ist.

17 Aber zu euch, meine Herde, spricht Gott der HERR: Siehe, ich will richten zwischen Schaf und Schaf und Widdern und Böcken ..., ich will selbst richten zwischen den fetten und den mageren Schafen; 21 weil ihr mit Seite und Schulter drängtet und die Schwachen von euch stießt mit euren Hörnern, bis ihr sie alle hinausgetrieben hattet, 22 will ich meiner Herde helfen, dass sie nicht mehr zum Raub werden soll

23 Und ich will ihnen einen einzigen Hirten erwecken, der sie weiden soll, nämlich meinen Knecht David. Der wird sie weiden und soll ihr Hirte sein, 24 und ich, der HERR, will ihr Gott sein. Und mein Knecht David soll der Fürst unter ihnen sein; das sage ich, der HERR. 
Wenn Jesus nach dem Zeugnis des Johannesevangeliums das Bild des Hirten auf sich bezieht “Ich bin der gute Hirte”, wenn er für sich in Anspruch nimmt, der vom Propheten Hesekiel angekündigte Hirte Gottes zu sein, dann ist das für unsere Ohren etwas Selbstverständliches - Jesus ist doch Gottes Sohn und somit doch auch der Gute Hirte, das haben wir gelernt, das kennen wir - für die Zuhörer damals war das aber eine Provokation und Herausforderung. Das, was die Heiligen Schriften von Gott sagen, das bezieht ein Mensch auf sich. In den Versen, die dem Evangelium folgen, wird Jesus der Gotteslästerung bezichtigt. - Diesen Gedanken werden wir nicht heute nicht weiter verfolgen, weil er die Gedanken in eine andere Richtung lenkt.

Die Frage ist vielmehr: Wenn es denn so ist, dass Gott der gute Hirte ist, dass Jesus der gute Hirte ist, wenn der sagt, dass die Seinen ihn kennen, dass sie seine Stimme hören und ihm folgen, warum sieht es dann im Augenblick so schlimm in unserer Welt aus, warum haben wir den Eindruck, dass die Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Kirche das Schwache nicht stärken, und das Kranke nicht heilen, das Verwundete nicht verbinden, das Verirrte nicht zurück holen und das Verlorene nicht suchen? Warum drängen die Schafe untereinander mit der Seite und der Schulter und stoßen die Schwachen, bis sie alle hinausgetrieben sind? Warum?

Solange wir nur hören - Gott ist der Hirte - Jesus ist der Hirte - solange wir lapidar feststellen, das ist eine gute Botschaft, so lange in unserem Land Menschen von christlichen Werten schwafeln, die verteidigt werden müssen, und dann nach ganz anderen Maßstäben handeln, so lange passiert überhaupt nichts. Erst in dem Augenblick, in dem Menschen anfangen zu reden, nein, in dem Augenblick, in dem Menschen anfangen zu beten “Der Herr ist mein Hirte …” “Der Herr weidet mich auf einer grünen Aue ...” “Der Herr führet mich zum frischen Wasser ...” erst wenn wir die Botschaft des Propheten und die Worte Jesu auf uns beziehen und dann auch danach leben und handeln, erst in diesem Augenblick wird sich etwas verändern. 

Die, die ein Hirtenamt haben, werden versuchen, ihrer Verantwortung gerecht zu werden, sie werden nach Gottes Willen fragen oder wie es im Psalm heißt, “auf rechter Straße um Gottes Namen willen” gehen. Die, die geführt werden, die sich führen lassen, werden erkennen, dass es auch in dunklen Tälern Hilfe gibt, weil Gott da ist, weil Menschen da sind, die zur Seite stehen, die einander helfen, weil das in Gottes Augen gut und richtig ist. 

Wohin solch ein Leben führt, sagt der 23. Psalm in seinem letzten Vers: “Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang …” das wäre es, was unsere Welt wieder ein Stück lebenswerter machte. “... und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar”, hier im Gottesdienst könnten wir Kraft schöpfen für den Weg, der vor uns liegt.

Amen.

Samstag, 15. April 2017

Ostern

16. April 2017


Den Ostersonntag beginnen wir morgens um 6.00 Uhr in der dunklen Gustav-Adolf-Kirche. Wir tragen die Osterkerze hinein, von der dann alle ihr Licht empfangen. Nach einem ausgiebigen Osterfrühstück versammeln wir uns noch einmal um 10.00 Uhr zum Festgottesdienst in der Kirche.

Evangelisches Gesangbuch

Im Evangelischen Gesangbuch findet man die Texte zum Ostermorgen bzw. zur Osternacht unter der Nummer 954.31, zum traditionellen Festgottesdienst unter 954.32. Digital findet man alles auf der Seite "Das Kirchenjahr".

Die Farben des Kirchenjahres lassen sich in dieser Grafik finden. Den liturgischen Kalender bieten die bayrischen Landeskirche und die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands an.

Für alle zitierten Bibeltexte gilt: Lutherbibel 1984, © Deutsche Bibelgesellschaft

Wochenspruch:

Christus spricht: Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle. (Offb 1, 18)

Wochenlied:

Christ ist erstanden (EG 99)

Lieder um 6.00 Uhr:

  • Wir danken dir, Herr Jesu Christ
  • Ich bin getauft auf deinen Namen
  • Der schöne Ostertag
  • Er ist erstanden, Halleluja

Lieder um 10.00 Uhr:

  • Erschienen ist der herrlich Tag - EG 106,1-3
  • Psalm 8 - EG 705
  • Wach auf, mein Herz - EG 114,1.3.5
  • Der schöne Ostertag EG 117,1-3
  • Auf auf mein Herz mit Freuden EG 112,1-3
  • Christus ist opstahn EG 551,1-2
  • Gelobt sei Gott im Höchsten Thron EG 103,1-6
  • Wir wollen alle fröhlich sein EG 100,1-5

Gottesdienst am Ostermorgen um 6.00 Uhr

Morgens um 6.00 Uhr hören wir das Osterevangelium in der Version des Evangelisten Matthäus 28,1-10:
Als aber der Sabbat vorüber war und der erste Tag der Woche anbrach, kamen Maria von Magdala und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen. Und siehe, es geschah ein großes Erdbeben. Denn der Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat hinzu und wälzte den Stein weg und setzte sich darauf. Seine Gestalt war wie der Blitz und sein Gewand weiß wie der Schnee. Die Wachen aber erschraken aus Furcht vor ihm und wurden, als wären sie tot.

Aber der Engel sprach zu den Frauen: „Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht die Stätte, wo er gelegen hat; und geht eilends hin und sagt seinen Jüngern, dass er auferstanden ist von den Toten. Und siehe, er wird vor euch hingehen nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt.“

Und sie gingen eilends weg vom Grab mit Furcht und großer Freude und liefen, um es seinen Jüngern zu verkündigen. Und siehe, da begegnete ihnen Jesus und sprach: „Seid gegrüßt!“ Und sie traten zu ihm und umfassten seine Füße und fielen vor ihm nieder. Da sprach Jesus zu ihnen: „Fürchtet euch nicht! Geht hin und verkündigt es meinen Brüdern, dass sie nach Galiläa gehen: dort werden sie mich sehen.
Predigt

Da wir auch eine Taufe im Gottesdienst feiern, bietet sich als Predigttext der Abschnitt aus dem 6. Kapitel des Römerbriefes an, wo Paulus Taufe, Tod und Auferstehung miteinander in Verbindung bringt.

Gottes Geschenk: Leben und Freiheit!

Zu den Versen  11 und 12 - So auch ihr, haltet dafür, dass ihr der Sünde gestorben seid und lebt Gott in Christus Jesus. So lasst nun die Sünde nicht herrschen in eurem sterblichen Leibe, und leistet seinen Begierden keinen Gehorsam. - fielen mir die Zehn Gebote in der Deutung von Ernst Lange ein. Der Theologe verstand die Gebote unter dem Vorzeichen der Zuwendung Gottes zu seinen Menschen nicht als eine Einschränkung, sondern als eine Einladung zur Freiheit (Die zehn großen Freiheiten – 1965 von Ernst Lange; wer sich weiter zu diesem Aspekt informieren will, gibt einfach die Begriffe "Ernst Lange" "Zehn Freiheiten" "Gebote" [Anführungszeichen weglassen] in eine Suchmaschine ein). Unter diesem Aspekt kann man das "Du sollst ..." der Gebote als "Du darfst ..." oder als "Du hast es nicht nötig ..." verstehen.

Als Christ, der du in den Tod Jesu getauft bist, um mit ihm zum wirklichen Leben in dieser Welt aufzuerstehen ...
  1. ... hast du es nicht nötig, dir andere Götter und Götzen zu suchen. Der, den Jesus Vater nennt, will dein Leben!
  2. ... hast du es nicht nötig, Gottes Namen in belanglosen Worten und Redewendungen und Schwüren zu missbrauchen (o Gott, o Gott; o mein Gott; bei Gott - o.ä.). Du darfst dich aber im Gebet an ihn wenden.
  3. ... hast du es nicht nötig, ständig und pausenlos zu arbeiten, zu schaffen, zu produzieren - du darfst auf Gottes Wort hören, du darfst den Gottesdienst besuchen, du darfst ausspannen, du darfst dich mit anderen Menschen zu deiner Freude treffen.
  4. ... hast du es nicht nötig, ständig gegen deine Eltern zu opponieren, obwohl diese Auseinandersetzung auch zu einer gesunden Entwicklung von Jugendlichen gehört.
  5. ... hast du es nicht nötig, den anderen fertigzumachen, weder physisch noch psychisch.
  6. ... hast du es nicht nötig, nach anderen Partnern Ausschau zu halten, dich auf "Abenteuer" einzulassen. 
  7. ... hast es nicht nötig, andere um ihr Eigentum zu bringen. 
  8. ... hast du es nicht nötig, Gerüchte in die Welt zu setzen, Lügen zu verbreiten.
  9. ... hast du es nicht nötig, auf den anderen neidisch zu sein. Du kannst ihm gönnen, was er hat: Ehepartner und Familie, Haus und Hof, Mitarbeiter und vieles andere mehr. Du kannst dich mit deinem Nächsten über all diese Geschenke freuen, denn auch du bekommst, was du zum Leben brauchst (9 und 10 zusammengefasst). 
Wenn es gelingt, diese Einstellung für ein Leben unserer modernen Gesellschaft fruchtbar zu machen, sind wir auf einem Weg in eine bessere und gerechtere Zukunft.

Römer 6,3-17
Wisst ihr nicht, dass alle, die wir auf Christus Jesus getauft sind, die sind in seinen Tod getauft? 4 So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, auch wir in einem neuen Leben wandeln. 5 Denn wenn wir mit ihm verbunden und ihm gleich geworden sind in seinem Tod, so werden wir ihm auch in der Auferstehung gleich sein.

6 Wir wissen ja, dass unser alter Mensch mit ihm gekreuzigt ist, damit der Leib der Sünde vernichtet werde, sodass wir hinfort der Sünde nicht dienen. 7 Denn wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde. 8 Sind wir aber mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden, 9 und wissen, dass Christus, von den Toten erweckt, hinfort nicht stirbt; der Tod kann hinfort über ihn nicht herrschen. 10 Denn was er gestorben ist, das ist er der Sünde gestorben ein für alle Mal; was er aber lebt, das lebt er Gott. 

11 So auch ihr, haltet dafür, dass ihr der Sünde gestorben seid und lebt Gott in Christus Jesus. 12 So lasst nun die Sünde nicht herrschen in eurem sterblichen Leibe, und leistet seinen Begierden keinen Gehorsam. ... 

16 Wisst ihr nicht: wem ihr euch zu Knechten macht, um ihm zu gehorchen, dessen Knechte seid ihr und müsst ihm gehorsam sein, es sei der Sünde zum Tode oder dem Gehorsam zur Gerechtigkeit? 

17 Gott sei aber gedankt, dass ihr Knechte der Sünde "gewesen" seid, aber nun von Herzen gehorsam geworden der Gestalt der Lehre, der ihr ergeben seid. 18 Denn indem ihr nun frei geworden seid von der Sünde, seid ihr Knechte geworden der Gerechtigkeit. 

Festgottesdienst um 10.00 Uhr

Um 10.00 Uhr hören wir das Osterevangelium in der Version von Markus (16,1-8)
Und als der Sabbat vergangen war, kauften Maria von Magdala und Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um hinzugehen und ihn zu salben. 2 Und sie kamen zum Grab am ersten Tag der Woche, sehr früh, als die Sonne aufging. 3 Und sie sprachen untereinander: Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Tür? 4 Und sie sahen hin und wurden gewahr, dass der Stein weggewälzt war; denn er war sehr groß.
5 Und sie gingen hinein in das Grab und sahen einen Jüngling zur rechten Hand sitzen, der hatte ein langes weißes Gewand an, und sie entsetzten sich. 6 Er aber sprach zu ihnen: Entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier. Siehe da die Stätte, wo sie ihn hinlegten. 7 Geht aber hin und sagt seinen Jüngern und Petrus, dass er vor euch hingehen wird nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat. 8 Und sie gingen hinaus und flohen von dem Grab; denn Zittern und Entsetzen hatte sie ergriffen. Und sie sagten niemandem etwas; denn sie fürchteten sich.
Predigt

Als Textgrundlage wähle ich einen Abschnitt aus dem alttestamentlichen Buch Baruch Kapitel 3. Der Text war bisher als einer der Marginaltexte für die Osternacht vorgesehen (wieder ein tiefgründiger Text, der der sogenannten Perikopenrevision von 2014 zum Opfer gefallen ist). Von den Versen 9-38 lese ich eine Auswahl, in der wiederholt der Begriff der "Weisheit" auftaucht. Zu diesem Begriff kann man im Onlinelexikon Wikipedia lesen: "Weisheit ... bezeichnet vorrangig ein tiefgehendes Verständnis von Zusammenhängen in Natur, Leben und Gesellschaft sowie die Fähigkeit, bei Problemen und Herausforderungen die jeweils schlüssigste und sinnvollste Handlungsweise zu identifizieren." (https://de.wikipedia.org/wiki/Weisheit abgerufen am 15.04.2017).

Diese "Fähigkeit, bei Problemen und Herausforderungen die jeweils schlüssigste und sinnvollste Handlungsweise zu identifizieren", die wünschten wir uns heute allenthalben. Das Frustrierende ist, dass wir überall sehen - Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, Kirche -, dass eben nicht die "schlüssigste und sinnvollste Handlungsweise" gewählt wird, dass vielmehr jeder versucht, die eigenen Interessen durchzusetzen - und das führt letztendlich zu den Konflikten in der Welt.

Bei der Antwort auf die Frage, warum nicht die "schlüssigste und sinnvollste Handlungsweise" gefunden wird, hilft vielleicht Paulus weiter. Im 1. Korintherbrief macht er deutlich, dass die "Weisen der Welt" gescheitert sind, dass sie mit ihrer Weisheit am Ende sind. Obwohl die Menschen von der Weisheit Gottes umgeben sind, erkennen sie sie nicht. "Die Juden fordern Zeichen und die Griechen fragen nach Weisheit", (1. Kor 1,22) so erklärt es Paulus. Im Kontext des Paulusbriefes heißt das für mich, die Menschen wollen entweder ein überwältigendes Wunder sehen oder sie wollen argumentativ überzeugt werden - beides soll zur Einsicht führen. Aber nach der Auffassung des Paulus - und nach unserer menschlichen Erfahrung - wird dieser Weg von Gott nicht beschritten.

Vielmehr offenbart sich Gott in seinem Sohn Jesus Christus. der Teilt unsere menschliche Existenz bis zum Tod am Kreuz. Doch dieses Kreuz - Zeichen der militärischen Macht der Römer und des religiösen Fundamentalismus auf Seiten der jüdischen Obrigkeit - ist nicht das letzte Wort. Gott erweckt seinen Sohn am dritten Tag von den Toten und zeigt damit seine Allmacht, die aber nicht in der innerweltlichen Logik aufgeht.

Wenn wir in dieser Auferweckung die Neuschöpfung Gottes erkennen, wenn wir hier erkennen, dass Gott unser Leben und nicht den Tod will, wenn wir bekennen, dass Jesus für uns gestorben und auferstanden ist, dann entdecken wir die Weisheit, von der Baruch schon im Alten Testament erzählt, dann können wir aus dem Glauben heraus die Welt zum besseren verändern, auch wenn diese Weisheit Gottes für "die Juden ist das ein Skandal, für die anderen Völker eine Dummheit" ist. Für uns, "die Gott berufen hat - Juden oder Nichtjuden - ist der gekreuzigte Christus Gottes Kraft und Gottes Weisheit“ (vgl. 1. Kor 1,24 (NEÜ)).

Baruch 3,9-38 (in Auswahl)

9 Höre, Israel, die Gebote des Lebens; achtet gut darauf, dass ihr Klugheit lernt! 10 Wie kommt es, Israel, dass du im Land deiner Feinde bist, dass du in einem fremden Land alt wirst, 11 dass du dich unrein machst unter den Toten, dass du zu denen gerechnet wirst, die in der Unterwelt sind? 12 Das ist die Ursache: weil du die Quelle der Weisheit verlassen hast. 13 Wärst du auf Gottes Weg geblieben, du hättest wohl immer im Frieden gewohnt.

14 So lerne nun, wo es Klugheit, Tüchtigkeit und Einsicht gibt, damit du zugleich erfährst, wo es langes Leben und Glück, leuchtende Augen und Frieden gibt. 15 Wer weiß, wo die Weisheit wohnt? Wer ist in ihre Schatzkammern gekommen? ...

20 Die Jüngeren sahen zwar das Licht und wohnten auf dem Erdboden, doch fanden sie den Weg der Erkenntnis nicht 21 und erkannten ihre Pfade nicht ...

Sie forschten der irdischen Einsicht zwar nach, die Kaufleute von Midian und Teman (sie) dichteten zwar Fabeln und strebten nach Einsicht; aber sie fanden doch den Weg zur Weisheit nicht, und ihre Pfade hatten sie vergessen.

24 O Israel, wie groß ist das Haus Gottes! Wie weit ist die Stätte, die er besitzt! 25 Sie ist groß und hat kein Ende, sie ist unermesslich hoch.

29 Wer ist zum Himmel gefahren und hat die Klugheit geholt und aus den Wolken herabgebracht? 30 Wer ist übers Meer gefahren und hat sie gefunden und für kostbares Gold hergebracht? 31 Es gibt niemanden, der den Weg zu ihr weiß noch über den Pfad zu ihr nachdenkt.

32 Der aber alle Dinge weiß, kennt sie und hat sie durch seine Einsicht bereitet, er, der die Erde auf ewige Zeit gegründet und sie mit vielerlei Tieren erfüllt hat, 33 der das Licht sendet und es fährt dahin, und wenn er's zurückruft, so gehorcht es mit Zittern. 34 Die Sterne leuchteten auf und hielten Wacht mit Freuden, 35 und er hat sie gerufen, und sie antworteten: Hier sind wir!, und leuchteten mit Freuden für den, der sie geschaffen hat.

36 Das ist unser Gott, und keiner kommt ihm gleich. 37 Er hat jeden Weg der Erkenntnis bereitet und hat ihn Jakob, seinem Diener, und Israel, seinem Geliebten, gewiesen. 38 Danach ist die Erkenntnis auf Erden erschienen und hat bei den Menschen gewohnt.

Freitag, 14. April 2017

Karfreitag

14. April 2017


Auch wenn ich heute keinen Dienst hatte, will ich hier im Predigtblog die Bibeltexte für diesen wichtigen Feiertag veröffentlichen.

Evangelisches Gesangbuch

Im Evangelischen Gesangbuch findet man die Texte zum Karfreitag unter der Nummer 954.30. Digital findet man alles auf der Seite "Das Kirchenjahr".

Die Farben des Kirchenjahres lassen sich in dieser Grafik finden. Den liturgischen Kalender bieten die bayrischen Landeskirche und die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands an.

Für alle zitierten Bibeltexte gilt: Lutherbibel 1984, © Deutsche Bibelgesellschaft

Wochenspruch:

Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. (Joh 3, 16)

Wochenlied:

Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld (EG 83) oder
Christe, du Schöpfer aller Welt (EG 92)

Epistel: 2. Kor 5, 19-21

19 Denn Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung. 20 So sind wir nun Botschafter an Christi Statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi Statt: Laßt euch versöhnen mit Gott! 21 Denn er hat den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt.

Evangelium: Joh 19, 16-30

Pilatus überantwortete Jesus, dass er gekreuzigt würde. 17 und er trug sein Kreuz und ging hinaus zur Stätte, die da heißt Schädelstätte, auf hebräisch Golgatha. 18 Dort kreuzigten sie ihn und mit ihm zwei andere zu beiden Seiten, Jesus aber in der Mitte. 19 Pilatus aber schrieb eine Aufschrift und setzte sie auf das Kreuz; und es war geschrieben: Jesus von Nazareth, der König der Juden. 20 Diese Aufschrift lasen viele Juden, denn die Stätte, wo Jesus gekreuzigt wurde, war nahe bei der Stadt. Und es war geschrieben in hebräischer, lateinischer und griechischer Sprache. 21 Da sprachen die Hohenpriester der Juden zu Pilatus: Schreib nicht: Der König der Juden, sondern, dass er gesagt hat: Ich bin der König der Juden. 22 Pilatus antwortete: Was ich geschrieben habe, das habe ich geschrieben.

23 Als aber die Soldaten Jesus gekreuzigt hatten, nahmen sie seine Kleider und machten vier Teile, für jeden Soldaten einen Teil, dazu auch das Gewand. Das war aber ungenäht, von oben an gewebt in einem Stück. 24 Da sprachen sie untereinander: Laßt uns das nicht zerteilen, sondern darum losen, wem es gehören soll. So sollte die Schrift erfüllt werden, die sagt (Psalm 22,19): "Sie haben meine Kleider unter sich geteilt und haben über mein Gewand das Los geworfen." Das taten die Soldaten.
25 Es standen aber bei dem Kreuz Jesu seine Mutter und seiner Mutter Schwester, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala. 26 Als nun Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er lieb hatte, spricht er zu seiner Mutter: Frau, siehe, das ist dein Sohn! 27 Danach spricht er zu dem Jünger: Siehe, das ist deine Mutter! Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.
28 Danach, als Jesus wußte, dass schon alles vollbracht war, spricht er, damit die Schrift erfüllt würde: Mich dürstet. 29 Da stand ein Gefäß voll Essig. Sie aber füllten einen Schwamm mit Essig und steckten ihn auf ein Ysoprohr und hielten es ihm an den Mund. 30 Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! und neigte das Haupt und verschied.

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https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/6a/Weimaraltar-1555-B.jpg
Lucas Cranach the Younger [Public domain], via Wikimedia Commons

„Christus am Kreuz“ Altarbild, 1552 von Lucas Cranach d. Ä. begonnen; von Lucas Cranach d. J. 1555 vollendet (1552–55), Stadtkirche Weimar