Montag, 19. Januar 2015

Letzter Sonntag nach Epiphanias 2015

25.01.2015

Evangelisches Gesangbuch

Im Evangelischen Gesangbuch findet man die Texte zum letzten Sonntag nach Epiphanias unter der Nummer 954.19. Digital findet man alles auf der Seite "Das Kirchenjahr".

Die Farben des Kirchenjahres lassen sich in dieser Grafik finden. Nett animiert ist der liturgische Kalender auf der Seite der bayrischen Landeskirche.

Den Gottesdienst halte ich in den Ev.-luth. Kirchen in Herzlake und in Haselünne. Weil beide Gottesdienste hintereinander stattfinden, fällt eine Lesung - in diesem Fall die Epistel - aus.

Wochenspruch:

Über dir geht auf der Herr, und seine Herrlichkeit erscheint über dir. (Jes 60, 2b)

Wochenlied:

Herr Christ, der einig Gotts Sohn (EG 67)

Gottesdienstablauf: 


  • Musik zum Eingang
  • Begrüßung
  • 74,1-4 - Du Morgenstern, du Licht vom Licht
  • 740 - Psalm 100 - Jauchzet dem Herrn, alle Welt
  • Liturgie bis zum Eingangsgebet
  • Evangelium und Glaubensbekenntnis
  • 67,1-3 - Herr Christ, der einig Gotts Sohn
  • Predigt
  • 268,1-5 - Strahlen brechen viele
  • Abkündigungen
  • 16,1-5 - Die Nacht ist vorgedrungen
  • Fürbitte und Vaterunser
  • Entlassung und Segen
  • 44,1-3 - O du fröhliche
  • Musik zum Ausgang

Epistel - 2. Kor 4, 6-10

Gott, der sprach: Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen gegeben, dass durch uns entstünde die Erleuchtung zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi.

7 Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die überschwengliche Kraft von Gott sei und nicht von uns. 8 Wir sind von allen Seiten bedrängt, aber wir ängstigen uns nicht. Uns ist bange, aber wir verzagen nicht. 9 Wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen. Wir werden unterdrückt, aber wir kommen nicht um. 10 Wir tragen allezeit das Sterben Jesu an unserm Leibe, damit auch das Leben Jesu an unserm Leibe offenbar werde.

Evangelium (gleichzeitig Predigttext) - Mt 17, 1-9

Und nach sechs Tagen nahm Jesus mit sich Petrus und Jakobus und Johannes, dessen Bruder, und führte sie allein auf einen hohen Berg. 2 Und er wurde verklärt vor ihnen, und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden weiß wie das Licht. 3 Und siehe, da erschienen ihnen Mose und Elia; die redeten mit ihm. 4 Petrus aber fing an und sprach zu Jesus: Herr, hier ist gut sein! Willst du, so will ich hier drei Hütten bauen, dir eine, Mose eine und Elia eine. 5 Als er noch so redete, siehe, da überschattete sie eine lichte Wolke. Und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr hören! 6 Als das die Jünger hörten, fielen sie auf ihr Angesicht und erschraken sehr. 7 Jesus aber trat zu ihnen, rührte sie an und sprach: Steht auf und fürchtet euch nicht! 8 Als sie aber ihre Augen aufhoben, sahen sie niemand als Jesus allein. 9 Und als sie vom Berge hinabgingen, gebot ihnen Jesus und sprach: Ihr sollt von dieser Erscheinung niemandem sagen, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden ist.

http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AFrancesco_Zuccarelli_Landschaft_mit_Verkl%C3%A4rung_Christi.jpg
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f1/Francesco_Zuccarelli_Landschaft_mit_Verkl%C3%A4rung_Christi.jpg
Francesco Zuccarelli [Public domain], via Wikimedia Commons
abgerufen am 19.01.2015

Gute Infos zur Verklärungsgeschichte gibt es bei Wikipedia "Verklärung des Herrn". Ich werde in meiner Predigt die Verbindung zur Taufszene ziehen. Die war Predigttext am 1. Sonntag nach Epiphanias. Man findet meine Gedanken zu diesem Sonntag weiter unten in diesem Blog. Außerdem gehe ich auf die Bedeutung des Gesetzes - Mose hält die beiden Gebotstafeln in seiner Hand - und der Prophetie - Elia hat Schrifttexte in seinen Händen - im Alten und im Neuen Testament ein. Auf dem Bild liegen vor Petrus die "Himmelsschlüssel".

Mose


http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AMoses041.jpg
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/4c/Moses041.jpg
José de Ribera [Öffentlicher Bereich], via Wikimedia Commons

I
Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.

II
Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht mißbrauchen.

III
Du sollst den Feiertag heiligen.

IV
Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.

V
Du sollst nicht töten.

VI
Du sollst nicht ehebrechen.

VII
Du sollst nicht stehlen.

VIII
Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.

XI
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.

X
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat.

Der Prophet Elia

"Im Judentum ... gilt ... Elija ... vor allem als Symbol für Standhaftigkeit in Zeiten von Unterdrückung und Götzenanbetung." (Wikipedia)

http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3A090.The_Prophets_of_Baal_Are_Slaughtered.jpg
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/26/090.The_Prophets_of_Baal_Are_Slaughtered.jpg
Gustave Doré [Public domain], via Wikimedia Commons

Bezeichnenderweise lautet der Titel dieses Bildes "The Prophets of Baal Are Slaughtered" - "Die Propheten Baals werden geschlachtet" Wer die Geschichte nicht kennt, kann sie in der Bibel nachlesen: 1 Kön 18,40. Elia hatte in einem "Wettstreit" mit 450 Baalspriestern - Baal war der kanaanäische Gott der Fruchtbarkeit - gezeigt, dass Gott nur sein Opfer annimmt. Nachdem Elia als "Sieger" aus diesem Streit hervorgegangen war, wurden die Baalspriester getötet - geschlachtet, wie es der Titel des Bildes sagt. Gerade angesichts der gegenwärtigen Unruhen - Pegida, Legida etc. - kann diese Geschichte nur abschrecken.

Auf der anderen Seite ruft es auch Bewunderung hervor, wenn Elia im Namen Gottes König Ahab von Israel entgegentritt, als der wegen seiner Frau Isebel (phönizische Prinzessin, die den kanaanäischen Fruchtbarkeitsgott Baal verehrte) den Gott Israels, den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, verließ und sich Baal zuwandte: "Und Ahab ging hin Elia entgegen. 17 Und als Ahab Elia sah, sprach Ahab zu ihm: Bist du nun da, der Israel ins Unglück stürzt? 18 Er aber sprach: Nicht ich stürze Israel ins Unglück, sondern du und deines Vaters Haus dadurch, dass ihr des HERRN Gebote verlassen habt und wandelt den Baalen nach." (!. Könige 18,16-18)

Weil Elia nach dem biblischen Bericht 2. Könige 2,1–18 mit einen feurigen Wagen gezogen von feurigen Pferden im Sturmwind zum Himmel entrückt wird, "... entstand im Judentum früh der Glaube, Elija sei nicht gestorben, sondern lebend in den Himmel aufgenommen worden. Er gilt seither als der wichtigste Prophet nach Mose. Der Prophet Maleachi kündigt die Wiederkunft Elias als Wegbereiter des Messias an. Nach Mal 3,23–24 wird Elias noch vor dem kommenden Gerichtstag Gottes ganz Israel zur Umkehr zu Gott und seinen Geboten sowie zur Versöhnung untereinander bewegen." (Wikipedia)

Jesus Christus

Gnadenstuhl im Dom zu Fritzlar
Gott Vater hält den gekreuzigten Sohn in  den Händen.
Der Heilige Geist in Gestalt einer Taube
steht auf dem Kreuz des Sohnes und "schmiegt" sich an den Vater.
eigenes Foto
(Anmerkung: Zum Begriff "Gnadenstuhl" vgl. den entsprechenden Artikel bei Wikipedia , ins besondere den Absatz "Theologischer Inhalt")

Am 1. Sonntag nach Epiphanias hieß es im Evangelium von der Taufe Jesu:
... 16 Und als Jesus getauft war, stieg er alsbald herauf aus dem Wasser. Und siehe, da tat sich ihm der Himmel auf, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabfahren und über sich kommen. 17 Und siehe, eine Stimme vom Himmel herab sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. ... (Mt 3)

Jetzt am letzten Sonntag nach Epiphanias heißt es im Evangelium: 
"Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; 
den sollt ihr hören!" (Vers 5)

Gott nimmt uns Christen mit ins Geschehen hinein. 

Die Seligpreisungen (Mt 5)
3 Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich. 
4 Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden. 
5 Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen. 
6 Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden. 
7 Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen. 
8 Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen. 
9 Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen. 
10 Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich. 
11 Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und reden allerlei Übles gegen euch, wenn sie damit lügen. 12 Seid fröhlich und getrost; es wird euch im Himmel reichlich belohnt werden. Denn ebenso haben sie verfolgt die Propheten, die vor euch gewesen sind.

Von der Feindesliebe (Mt 5)
43 Ihr habt gehört, dass gesagt ist: »Du sollst deinen Nächsten lieben« (3.Mose 19,18) und deinen Feind hassen. 44 Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen2, 45 damit ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. 46 Denn wenn ihr liebt, die euch lieben, was werdet ihr für Lohn haben? Tun nicht dasselbe auch die Zöllner? 47 Und wenn ihr nur zu euren Brüdern freundlich seid, was tut ihr Besonderes? Tun nicht dasselbe auch die Heiden? 48 Darum sollt ihr vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist.

Im Predigttext heißt es dann weiter: Ihr sollt von dieser Erscheinung niemandem sagen, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden ist. (Mt 17,9)

vgl. dazu 2. Korinther 12,9 - Gott hat zu Paulus gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. 

"Gott gründet eine neue Religion"

In der Rubrik "SPAM" von SPIEGEL ONLINE (Humor für Leute mit Humor) fand ich den Artikel über die neue Religion. Da ist dann u.a. zu lesen: "... "Ich will noch nicht alles verraten", so das höchste derzeit bekannte Wesen im SPAM-Exklusivinterview, "dafür ist das alles noch zu neu. Aber die Idee ist schon, dass es irgendwie um Liebe unter den Menschen, um Toleranz und Verständnis gehen soll." Bei seinen bisherigen Projekten, so Gott, scheine er sich nicht klar genug ausgedrückt zu haben. "Es muss doch auch dem verblödetsten, indoktriniertesten, ärmsten, aufgepeitschtesten Menschen irgendwo noch klar sein, dass es nur um Respekt voreinander gehen kann", so Gott gegenüber SPAM, "Respekt vor anderen, aber auch vor wissenschaftlichen Erkenntnissen, vor dem gesunden Menschenverstand. Respekt vor der Realität!" ..." (a.a.O.)

So neu, liebe Verfasser dieses Artikels, ist die Idee mit "Liebe", "Toleranz", "Verständnis" nicht. Was sagt denn Jesus in der Bergpredigt? Und was steht im Gebot der Feindesliebe? Wann fangen wir an? Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube? (Faust)

Evangelisches Gesangbuch 137 - Geist des Glaubens, Geist der Stärke

Eigentlich mag ich das Lied, aber ich denke, dass es diesmal am Ziel meiner Predigt vorbeigehen wird, auch wenn Mose und Elia in diesen Strophen vorkommen: 

1.) Geist des Glaubens, Geist der Stärke, / des Gehorsams und der Zucht, / Schöpfer aller Gotteswerke, / Träger aller Himmelsfrucht; / Geist, der einst der heilgen Männer, / Kön'ge und Prophetenschar, / der Apostel und Bekenner / Trieb und Kraft und Zeugnis war. /

2.) Rüste du mit deinen Gaben / auch uns schwache Kinder aus, / Kraft und Glaubensmut zu haben, / Eifer für des Herren Haus / eine Welt mit ihren Schätzen, / Menschengunst und gute Zeit, / Leib und Leben dranzusetzen / in dem großen, heilgen Streit. /

4.) Gib uns Moses starkes Beten / um Erbarmung und Geduld, / wenn durch freches Übertreten / unser Volk häuft Schuld auf Schuld. / Lass uns nicht mit kaltem Herzen / unter den Verdorbnen stehn, / nein, mit Moses heilgen Schmerzen / für sie seufzen, weinen, flehn. /

6.) Gib Elias heilge Strenge, / wenn den Götzen dieser Zeit / die verführte blinde Menge / Tempel und Altäre weiht, / dass wir nie vor ihnen beugen / Haupt und Knie, auch nicht zum Schein, / sondern fest als deine Zeugen / dastehn, wenn auch ganz allein. /

9.) Geist des Glaubens, Geist der Stärke, / des Gehorsams und der Zucht, / Schöpfer aller Gotteswerke, / Träger aller Hirnmelsfrucht. / Geist, du Geist der heilgen Männer, / Kön’ge und Prophetenschar, / der Apostel und Bekenner, / auch bei uns werd offenbar!

Mittwoch, 7. Januar 2015

1. Sonntag nach Epiphanias 2015

11. Januar 2015

Evangelisches Gesangbuch

Im Evangelischen Gesangbuch findet man die Texte zum 1. Sonntag nach Epiphanias unter der Nummer 954.14. Digital findet man alles auf der Seite "Das Kirchenjahr".

Die Farben des Kirchenjahres lassen sich in dieser Grafik finden. Nett animiert ist der liturgische Kalender auf der Seite der bayrischen Landeskirche.

Wochenspruch:

Die der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. (Röm 8, 14)

Wochenlied:

O lieber Herre Jesu Christ (EG 68) oder
Du höchstes Licht, ewiger Schein (EG 441)

Lieder: 

EG 70,1-3 Wie schön leuchtet der Morgenstern
EG 740 Psalm 100
EG 251,1-3 Herz und Herz vereint zusammen
Vergiss es nie
EG 200,1.2.4.5 Ich bin getauft auf deinen Namen
In der Stille angekommen
EG 44,1-3 O du fröhliche

weitere Liedvorschläge findet man hier bei Dr. Martinus

Epistel - Röm 12, 1-3

1 Ich ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig ist. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst. 2 Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.
3 Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben ist, jedem unter euch, dass niemand mehr von sich halte, als sich's gebührt zu halten, sondern dass er maßvoll von sich halte, ein jeder, wie Gott das Maß des Glaubens ausgeteilt hat.


http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/f/f3/Joachim_Patinir_006.jpg
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f3/Joachim_Patinir_006.jpg
Joachim Patinir (circa 1480-1524), via Wikimedia Commons

Evangelium und Predigttext- Mt 3, 13-17

Zu der Zeit kam Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes, dass er sich von ihm taufen ließe. 14 Aber Johannes wehrte ihm und sprach: Ich bedarf dessen, dass ich von dir getauft werde, und du kommst zu mir? 15 Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: Lass es jetzt geschehen! Denn so gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen. Da ließ er's geschehen. 16 Und als Jesus getauft war, stieg er alsbald herauf aus dem Wasser. Und siehe, da tat sich ihm der Himmel auf, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabfahren und über sich kommen. 17 Und siehe, eine Stimme vom Himmel herab sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.

Predigtgedanken

Anknüpfen an das Konfirmandenwochenende mit dem Thema "Okkultismus und Sekten". Wir haben gesprochen über: Okkultismus - Spiritismus - Satanismus - Esoterik - Sekten (Scientology und Zeugen Jehovas). Warum sind (junge) Menschen anfällig für diese Themen? Weil sie auf der Suche sind, und zwar auf der Suche nach:

  • Gemeinschaft
  • Sicherheit
  • Geborgenheit

Welche Fragen bewegen junge Leute, die ihren Platz im Leben suchen?

  • Wer bin ich?
  • Was will ich?
  • Warum und wozu lebe ich?
Auf diese und auf andere Fragen haben Okkultismus und Sekten - und auch die fundamentalistischen Ausrichtungen der Religionen - manchmal erschreckend einfache, und dann trotzdem scheinbar einleuchtende Antworten. Deshalb lassen sich junge Menschen auch zum Radikalismus verführen.

Wochenspruch: Die der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder.

Wie ist dieser Geist Gottes definiert?

Mt 5,3 Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich. 4 Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden. 5 Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen. 6 Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden. 7 Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen. 8 Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen. 9 Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen. 10 Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden ...

44 Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen, 45 damit ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.

Die der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. (Röm 8, 14)

Jesus hatte diese Wahrheit auch nicht von Anfang an. Auch er war auf der Suche gewesen. Von einem Wendepunkt erzählte der heutige Predigttext.

Zu der Zeit kam Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes, dass er sich von ihm taufen ließe.

Predigt von Johannes dem Täufer: "... Ihr Schlangenbrut, wer hat denn euch gewiss gemacht, dass ihr dem künftigen Zorn entrinnen werdet? 8 Seht zu, bringt rechtschaffene Frucht der Buße! - Den Soldaten, die zu ihm kamen, sagte er: Tut niemand Gewalt an. - 9 Denkt nur nicht, dass ihr bei euch sagen könntet: Wir haben Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken. 10 Es ist schon die Axt den Bäumen an die Wurzel gelegt. Darum: jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. 11 Ich taufe euch mit Wasser zur Buße ..." (Mt 2)

Predigttext fängt dann an: Zu der Zeit kam Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes, dass er sich von ihm taufen ließe. 14 Aber Johannes wehrte ihm und sprach: Ich bedarf dessen, dass ich von dir getauft werde, und du kommst zu mir? - Hatte Jesus als jemand kennengelernt, auf den den Bußpredigt nicht zutraf. - 15 Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: Lass es jetzt geschehen! Denn so gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen. Da ließ er's geschehen.

Warum sagt Jesus, es müsse alle Gerechtigkeit erfüllt werden?

Predigttext: 16 Und als Jesus getauft war, stieg er alsbald herauf aus dem Wasser. Und siehe, da tat sich ihm der Himmel auf, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabfahren und über sich kommen. 17 Und siehe, eine Stimme vom Himmel herab sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.

Auch wir sind getauft, auch ihr Konfirmanden seid getauft. Über euch ist Gottes Name ausgesprochen worden, wir gehören zu Gott. Hier finden wir unseren Sinn.

Du bist gewollt, kein Kind des Zufalls, keine Laune der Natur, ganz egal, ob du dein Lebenslied in Moll singst oder Dur. Du bist ein Gedanke Gottes, ein genialer noch dazu. Du bist du. Das ist der Clou.

Wer sein Leben so aus Gottes Hand empfängt, der hat es nicht nötig, woanders den Sinn seines Lebens zu suchen. Die der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. (Röm 8, 14) - Dann sagt Gott auch uns zu: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. - Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg. (Ps 119,105) 

Donnerstag, 1. Januar 2015

Epiphanias 2015

6. Januar 2015

Evangelisches Gesangbuch

Im Evangelischen Gesangbuch findet man die Texte zum Epiphaniastag unter der Nummer 954.13. Digital findet man alles auf der Seite "Das Kirchenjahr".

Die Farben des Kirchenjahres lassen sich in dieser Grafik finden. Nett animiert ist der liturgische Kalender auf der Seite der bayrischen Landeskirche.

Wochenspruch:

Die Finsternis vergeht, und das wahre Licht scheint jetzt. (1. Joh 2, 8)

Gustav-Adolf-Kirche Weihnachten 2014
eigenes Foto

Wochenlied:

Wie schön leuchtet der Morgenstern (EG 70) oder
O König aller Ehren (EG 71)

Lieder:

52,1-3 Wisst ihr noch wie es geschehen
740 Psalm 100
137,1.2.7.9 Geist des Glaubens, Geist der Stärke
52,4-6 Könige aus Morgenlanden
407,1-3 Stern, auf den ich schaue
71,1-3.6 O König aller Ehren
44,1-3 O du fröhliche

Epistel: Eph 3, 2-3a.5-6

Ihr habt ja gehört, welches Amt die Gnade Gottes mir für euch gegeben hat: 3 Durch Offenbarung ist mir das Geheimnis kundgemacht worden. ... 5 Dies war in früheren Zeiten den Menschenkindern nicht kundgemacht, wie es jetzt offenbart ist seinen heiligen Aposteln und Propheten durch den Geist; 6 nämlich dass die Heiden Miterben sind und mit zu seinem Leib gehören und Mitgenossen der Verheißung in Christus Jesus sind durch das Evangelium.

Evangelium und Predigttext: Mt 2, 1-12

Als Jesus geboren war in Bethlehem in Judäa zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem und sprachen: 2 Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn anzubeten. 3 Als das der König Herodes hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem, 4 und er ließ zusammenkommen alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes und erforschte von ihnen, wo der Christus geboren werden sollte. 5 Und sie sagten ihm: In Bethlehem in Judäa; denn so steht geschrieben durch den Propheten (Micha 5,1): 6 Und du, Bethlehem im jüdischen Lande, bist keineswegs die kleinste unter den Städten in Juda; denn aus dir wird kommen der Fürst, der mein Volk Israel weiden soll. 7 Da rief Herodes die Weisen heimlich zu sich und erkundete genau von ihnen, wann der Stern erschienen wäre, 8 und schickte sie nach Bethlehem und sprach: Zieht hin und forscht fleißig nach dem Kindlein; und wenn ihr's findet, so sagt mir's wieder, dass auch ich komme und es anbete. 9 Als sie nun den König gehört hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen her, bis er über dem Ort stand, wo das Kindlein war. 10 Als sie den Stern sahen, wurden sie hoch erfreut 11 und gingen in das Haus und fanden das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe. 12 Und Gott befahl ihnen im Traum, nicht wieder zu Herodes zurückzukehren; und sie zogen auf einem andern Weg wieder in ihr Land.

http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AMagi_(1).jpg
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/55/Magi_%281%29.jpg
By Nina-no (Eigenes Werk) CC BY-SA 2.5, via Wikimedia Commons - abgerufen am 05.01.2015

Predigtgedanken

Es kamen drei Weise aus dem Morgenland - sie ließen sich ansprechen, fanden den Stern als Symbol so faszinierend, dass sie sich auf den langen Weg gemacht haben. - Übt das Christentum auch heute noch solch eine Faszination aus?

Was passiert bei denen, die die Botschaft eigentlich kennen mussten - siehe das Zitat vom Propheten Micha: Und du, Bethlehem im jüdischen Lande, bist keineswegs die kleinste unter den Städten in Juda; denn aus dir wird kommen der Fürst, der mein Volk Israel weiden soll. - statt Freude herrscht Furcht, die in Mordlust umschlägt.

Was ist heute mit denen, die die Botschaft eigentlich kennen, mit all den vielen Christen, die formal Kirchenglieder sind? Hören sie die Botschaft - Weihnachten waren doch viele in den Kirchen? "Wisst ihr noch, wie es gesehen?" Warum verändert sich nach Weihnachten so wenig oder auch überhaupt nichts? Jesus erzählt später das Gleichnis vom vierfachen Samen und erklärt seinen Jüngern dann: "14 Der Sämann sät das Wort.
  • 15 Das aber sind die auf dem Wege: wenn das Wort gesät wird und sie es gehört haben, kommt sogleich der Satan und nimmt das Wort weg, das in sie gesät war. 
  • 16 Desgleichen auch die, bei denen auf felsigen Boden gesät ist: wenn sie das Wort gehört haben, nehmen sie es sogleich mit Freuden auf, 17 aber sie haben keine Wurzel in sich, sondern sind wetterwendisch; wenn sich Bedrängnis oder Verfolgung um des Wortes willen erhebt, so fallen sie sogleich ab. 
  • 18 Und andere sind die, bei denen unter die Dornen gesät ist: die hören das Wort, 19 und die Sorgen der Welt und der betrügerische Reichtum und die Begierden nach allem andern dringen ein und ersticken das Wort, und es bleibt ohne Frucht." (Markus 4)

http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AHortus_Deliciarum%2C_Das_Gleichnis_vom_S%C3%A4mann.JPG
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/cc/Hortus_Deliciarum%2C_Das_Gleichnis_vom_S%C3%A4mann.JPG
By Herrad von Landsberg (Hortus Deliciarum) [Öffentlicher Bereich], via Wikimedia Commons - abgerufen am 05.01.2015

Wie geht der mächtige König Herodes mit der Botschaft um - er heuchelt Frömmigkeit und will das Kind doch umbringen, weil es seine eigene Macht stört.

Die drei Weisen halten an ihrer Vision fest und folgen ihrem Stern. Sie wollen den neuen König finden. Wo kommen sie an? In einem Stall. finden, was sie suchten. Ganz bestimmt nicht der Ort, den sie gesucht und vermutet hatten. Und sie ließen sich auch nicht abschrecken.

Gott lässt sich manchmal suchen. Und wir finden ihn auch nicht immer da, wo wir ihn vermutet haben - oder wo wir ihn uns wünschen. Und manchen Wunsch müssen wir auch hintanstellen.

Aber die Weisen wissen, dass sie am Ziel sind. Deshalb legen sie auch ihre Geschenke ab: Das Gold sollte auf die Königswürde hinweisen, der Weihrauch auf Jesu Gottheit und die Myrrhensalbe auf seine Menschheit, seine Leiblichkeit und damit seine Sterblichkeit. Mit Balsam und Myrrhe hat man Leichname gesalbt.

http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3A7222_Adoraci%C3%B3n_de_los_Reyes_Magos.jpg
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/bc/7222_Adoraci%C3%B3n_de_los_Reyes_Magos.jpg
Museo Soumaya - Öffentlicher Bereich, or CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons - abgerufen am 05.01.2015

Und noch etwas: auf manchen mittelalterlichen Bildern legen die drei Weisen, die mittlerweile zu Königen geworden sind, ihre Kronen, Zeichen der weltlichen Herrschaft, vor dem göttlichen Kind ab.

  • Ps 22,30 Ihn allein werden anbeten alle, die in der Erde schlafen; vor ihm werden die Knie beugen alle, die zum Staube hinabfuhren und ihr Leben nicht konnten erhalten.
  • Jes 45,23 Ich habe bei mir selbst geschworen, und Gerechtigkeit ist ausgegangen aus meinem Munde, ein Wort, bei dem es bleiben soll: Mir sollen sich alle Knie beugen und alle Zungen schwören
  • Röm 14,11 Denn es steht geschrieben (Jesaja 45,23): »So wahr ich lebe, spricht der Herr, mir sollen sich alle Knie beugen, und alle Zungen sollen Gott bekennen.«
  • Phil 2,10 dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind ...

Wer tut das heute noch, das Knie beugen, sich unter und einordnen? Gewiss, politisch und gesellschaftlich müssen wir das nicht. Wer hier Unterwerfung fordert, der will andere nur unterdrücken. Aber vor Gott, da stünde uns diese Demutsgeste an! Und das würde unsere Welt verändern!

Die Weisen lassen sich nicht vor den Karren der despotischen Politik spannen. Gewarnt durch Gott gehen sie ihren eigenen Weg.

http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AErster_Advent_brennende_Kerze_01122013_222.jpg
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/db/Erster_Advent_brennende_Kerze_01122013_222.jpg
By Johann Jaritz (Eigenes Werk) [GFDL, CC BY-SA 3.0 an or CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons
abgerufen am 05.01.2015
Das Gebet wurde Heiligabend in allen Gottesdiensten in Meppen gesprochen.

Neujahr 2015

1. Januar 2015

Wochenspruch:

Alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn. (Kol 3, 17)

Epistel:

Und nun ihr, die ihr sagt: Heute oder morgen wollen wir in die oder die Stadt gehen und wollen ein Jahr dort zubringen und Handel treiben und Gewinn machen -, 14 und wisst nicht, was morgen sein wird. Was ist euer Leben? Ein Rauch seid ihr, der eine kleine Zeit bleibt und dann verschwindet. 15 Dagegen solltet ihr sagen: Wenn der Herr will, werden wir leben und dies oder das tun. (Jak 4, 13-15)

Grüße zum neuen Jahr 2015

Auch wenn ich heute keinen Gottesdienst halte, grüße ich alle ganz herzlich zum neuen Jahr 2015 mit dem Wochenspruch und mit der Epistellesung für den heutigen Tag. Vor allem anderen wünsche ich Gottes reichen Segen, der uns alle begleiten möge. Wenn wir uns die Einstellung des Briefeschreibers Jakobus, wie er sie im letzten Satz zusammengefasst hat - ... wenn der Herr will, werden wir leben und dies oder das tun ... -, zu eigen machen, dann dürfen wir auch getrost für das neue Jahr planen und uns Gedanken machen.

Einladung zum Gottesdienst in der Bethlehem-Kirche in Esterfeld

Selbstverständlich lade ich zum Gottesdienst in die Bethlehem-Kirche (Albert-Schweitzer-Weg) nach Meppen Esterfeld ein. Um 17.00 Uhr treffen sich hier die Christen aus allen evangelischen Kirchengemeinden Meppens, um das neue Jahr zu begrüßen. 

Donnerstag, 25. Dezember 2014

Altjahresabend 2014

31. Dezember 2014

Evangelisches Gesangbuch

Im Evangelischen Gesangbuch findet man die Texte zum Altjahresabend unter der Nummer 954.10. Digital findet man alles auf der Seite "Das Kirchenjahr".

Die Farben des Kirchenjahres lassen sich in dieser Grafik finden. Nett animiert ist der liturgische Kalender auf der Seite der bayrischen Landeskirche.

Wochenspruch:

Barmherzig und gnädig ist der Herrn, geduldig und von großer Güte. (Ps 103, 8)

Wochenlied:

Das alte Jahr vergangen ist (EG 59) oder
Der du die Zeit in Händen hast (EG 64)

Gottesdienstablauf 

Orgelvorspiel
Begrüßung
EG 58,1-3.6 - Nun lasst uns gehn und treten
EG 749 - Psalm 121 Ich habe meine Augen auf zu den Bergen, woher kommt mir Hilfe
Liturgie bis zum Kollektengebet
Epistellesung mit Halleluja
EG 64,1-3.6 - Der du die Zeit in Händen hast (Melodie 363)
Evangeliumslesung mit Versikeln
Glaubensbekenntnis
EG 62,1-3 - Jesus soll die Losung sein
Predigt
EG 65,1-4 - Von Guten Mächten treu und still umgeben (Melodie wie im Gesangbuch)
Abkündigungen
EG 65,5-7 - Lass warm und hell die Kerzen heute flammen
Abendmahl - gesungene Liturgie
Votum - Dank
EG 61,1.2.4 Hilf, Herr Jesu, lass gelingen
Fürbitte, Entlassung und Segen
Orgelnachspiel

weitere Liedvorschläge finden sich auf der Seite "Das Kirchenjahr"

Predigtideen

Rückblick auf das Jahr 2014; siehe http://de.m.wikipedia.org/wiki/2014

  • Die Olympischen Winterspiele 2014 finden im russischen Sotschi statt.
  • Die bis Februar 2014 in Kiew andauernden Euromaidan-Proteste und die folgende Krimkrise führen zu diplomatischen, politischen und wirtschaftlichen Verwerfungen zwischen Russland auf der einen und der Europäischen Union, den Vereinigten Staaten, anderen westlichen Staaten sowie der Ukraine auf der anderen Seite.
  • Seit Februar 2014 breitet sich in Westafrika das Ebolafieber aus und nimmt epidemische Ausmaße an.
  • Am 08. März verschwindet eine Maschine der Malaysia Airlines auf dem Weg vom malaysischen Kuala Lumpur ins chinesische Peking spurlos.
  • Im Zuge der Krise in der Ukraine kommt es im Osten und Süden des Landes zu Demonstrationen und Gebäudebesetzungen prorussischer Separatisten und Anhängern einer Föderalisierung, die in kriegerischen Gefechten mit Truppen der Kiewer Zentralregierung münden.
  • Deutschland gewinnt die Fußball-Weltmeisterschaft 2014.
  • Die Terrororganisation Islamischer Staat versucht seit Ende 2013, die Stadt Kobane einzunehmen, scheitert aber immer wieder an den Volksverteidigungseinheiten (YPG). Mitte September 2014 traten die islamistischen Milizen zu einer Großoffensive an, ab 28. September 2014 begann der Angriff auf das Stadtgebiet. (http://de.wikipedia.org/wiki/Ain_al-Arab#Der_Kampf_um_Koban.C3.AA) Eine alle Kontinente umspannende Koalition von Staaten versucht den Einfluss der Organisation Islamischer Staat zurückzudrängen.
  • 10. Oktober 2014 - Der Friedensnobelpreis wird an Kailash Satyarthi sowie die 17-jährige pakistanische Schülerin Malala Yousafzai vergeben. 

Der Predigttext aus dem Lukasevangelium schaut nach vorn. Also tue ich das auch und gebe bei Google ein: Ausblick 2015

  • Spiegel online: Bremsen die Eurokrise und der Ukraine-Konflikt im kommenden Jahr die deutsche Wirtschaft? Die wichtigsten Industriebranchen sind für 2015 verhalten optimistisch, am skeptischsten sind die Exporteure.
  • Focus I: Audi, BMW, Daimler, Porsche - Deutsche Premiummarken im Zukunfts-Check: Die größten Probleme von Audi und Co.
  • Focus II: Motorrad-Ausblick 2015 - Die neuen Bikes: Supersportler und Nischenprodukte
  • Managermagazin: Was sich bei Steuern und Versicherungen ändert
  • PC GAMES: Top Games 2014 und Ausblick 2015 - Die Lieblingsspiele der Redakteure. Für 2015 werden genannt: The Witcher 3, The Order 1886, Bloodborne und mehr.
  • DAS INVESTMENT.COM Ausblick 2015 - Was vom Gelde übrig bleibt?
Damit liegen wir auf der Linie, die am Silvestertag auch im EL-Kurier zu lesen war: Glück, Gesundheit und Geld - damit wünschte der EL-Kurier im Anklang an Wilhelm Busch (Prosit Neujahr! Ob gut oder schlecht, später wird klar, doch bringt's nur Gesundheit und fröhlichen Mut und Geld genug, dann ist's schon gut.) alles Gute zum neuen Jahr.

Ob uns das wirklich weiterführt?

Ein anderer Ansatz: Der unter Parkinson leidende Politiker Hans-Jochen Vogel gab letztens im Stern ein Interview, in dem es auch um seinen Blick auf die eigene Zukunft ging. Ich meine, ich hätte dieses Interview in einer Wochenendausgabe der Meppener Tagespost gelesen, kann es aber nicht mehr finden. Gibt man bei Google ein "Hans-Jochen Vogel zum Tod", so findet man zahlreiche Hinweise auf dieses Interview.

Unter anderem wurde Hans-Jochen Vogel gefragt, wie er das eigene Lebensende betrachte. Angst habe er nicht, erklärte er. Er habe den Tod als einen Bestandteil seines Lebens akzeptiert. Um sein eigenes Leben im Rückblick zu beschreiben, gebrauchte Hans-Jochen Vogel den biblischen Ausdruck "lebenssatt". Über den Erzvater Abraham kann man in der Bibel lesen, dass er "verschied und starb in einem guten Alter, als er alt und lebenssatt war, und (dass er) zu seinen Vätern versammelt" wurde (1. Mose 25,8). Diese Sichtweise - in einem guten Alter und satt vom Leben - konnte der Politiker auch für sich gelten lassen.

Hans-Jochen Vogel bekannte sich zu seiner Glaubenshoffnung, dass es ein Leben nach dem Tod gebe. Vorher aber müssten wir uns im Gericht vor Gott verantworten. Er wurde dann gefragt, ob er Angst vor diesem Gericht habe. Aus der Antwort, die sich mir einprägte, klingt auf der einen Seite etwas Humor, auf der anderen Seite eine große Ernsthaftigkeit „Also, dem Herrgott gegenüber zu treten, ist ja wirklich kein alltägliches Ereignis.“ Hans-Jochen Vogel konnte es offen lassen, ob er in diesem Gericht bestehen würde. Er habe sicherlich nicht immer richtig gehandelt, aber nach bestem Wissen und Gewissen. Deshalb gehe er mit Zuversicht auf das Gespräch mit Gott zu.

Wenn wir unter diesem Blickwinkel unseren Predigttext betrachten: Wie sähen unsere Überlegungen für das Jahr 2015 aus, wenn wir mit Gottes Kommen rechnen würden? Wo würden wir Schwerpunkte setzen? W"orauf käme es uns in unserem Leben an?

Epistel - Röm 8, 31b-39

31b Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein? 32 Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben - wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? 33 Wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen? Gott ist hier, der gerecht macht. 34 Wer will verdammen? Christus Jesus ist hier, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferweckt ist, der zur Rechten Gottes ist und uns vertritt. 35 Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? 36 wie geschrieben steht (Psalm 44,23): "Um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag; wir sind geachtet wie Schlachtschafe."

37 Aber in dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat. 38 Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, 39 weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.

Evangelium und Predigttext - Lk 12, 35-40

Lasst eure Lenden umgürtet sein und eure Lichter brennen 36 und seid gleich den Menschen, die auf ihren Herrn warten, wann er aufbrechen wird von der Hochzeit, damit, wenn er kommt und anklopft, sie ihm sogleich auftun. 37 Selig sind die Knechte, die der Herr, wenn er kommt, wachend findet. Wahrlich, ich sage euch: Er wird sich schürzen und wird sie zu Tisch bitten und kommen und ihnen dienen. 38 Und wenn er kommt in der zweiten oder in der dritten Nachtwache und findet's so: selig sind sie. 39 Das sollt ihr aber wissen: Wenn ein Hausherr wüsste, zu welcher Stunde der Dieb kommt, so ließe er nicht in sein Haus einbrechen. 40 Seid auch ihr bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr's nicht meint.

Samstag, 20. Dezember 2014

1. Weihnachtstag 2014

25. Dezember 2014

Evangelisches Gesangbuch

Im Evangelischen Gesangbuch findet man die Texte zum 1. Weihnachtstag unter der Nummer 954.07. Digital findet man alles auf der Seite "Das Kirchenjahr".

Wochenspruch:

Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit. (Joh 1, 14a)

Wochenlied:

Gelobet seist du, Jesu Christ (EG 23)

Lieder:

32,1-4 - Zu Bethlehem geboren 
738 - Ps 96 (Singet dem Herrn ein neues Lied)
27,1.2.5.6 - Lobt Gott, ihr Christen, alle gleich
53,1-3 - Als die Welt verloren
45,1-4 - Herbei, o ihr Gläubgen
37,1-4 - Ich steh an deiner Krippen hier
44,1-3 - O du fröhliche

Epistel: Tit 3, 4-7

Als aber erschien die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, unseres Heilandes, 5 machte er uns selig - nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit - durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung im heiligen Geist, 6 den er über uns reichlich ausgegossen hat durch Jesus Christus, unsern Heiland, 7 damit wir, durch dessen Gnade gerecht geworden, Erben des ewigen Lebens würden nach unsrer Hoffnung.

Evangelium und Predigttext: Lk 2, (1-14) 15-20


  • In der Predigt bin ich den nur zu gut bekannten Text Abschnitt für Abschnitt durchgegangen.

Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. 2 Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. 3 Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt.

  • Wenn hier die weltlichen Herrscher Augustus und Quirinius genannt werden, macht das deutlich, dass der christliche Glaube etwas mit der Welt zu tun hat. Gott ist der Herr über die Welt und nimmt auch die weltlichen Herrscher für seine Pläne in Anspruch. Dieser Gedanke zieht sich vom Alten bis ins Neue Testament. Im neuen Testament spannt er sich zwischen zwei Polen aus. Auf der einen Seite kann Jesus auf die Frage, ob es richtig sei, dem heidnischen Kaiser Steuern zu zahlen, antworten: Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist und Gott, was Gottes ist (Mk 12,17). Auf der einen Seite bekennt Petrus vor dem Hohen Rat, der ihm untersagen will, die Botschaft des Auferstandenen weiterzusagen: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen (Apg 5,29)

4 Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, 5 damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger.

  • Altes und Neues Testament bauen aufeinander auf. Die christliche Botschaft fällt nicht vom Himmel. Beim Propheten Micha konnte man lesen: Und du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den Städten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist (Micha 5,1).

6 Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. 7 Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.

  • Nicht in einem herrschaftlichen Haus, sondern in einem Stall kommt Gott in die Welt - in einem kleinen Kind, verwechselbar, hilflos. Das ändert sich auch nicht, als der Sohn Sohn eines Zimmermanns erwachsen wird. Als Wanderprediger wird er sagen : Die Füchse haben Gruben und die Vögel unter dem Himmel haben Nester; aber der Menschensohn hat nichts, wo er sein Haupt hinlege. Mt 8,20 Und im Brief an die Hebräer formuliert der Apostel: Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir. (Hebr 13,14)
  • Wenn schon für Gott kein Platz in der Herberge ist, wie ist das heute für die Ärmsten der Armen. Rund um die Krisengebiete hausen die Menschen in Zeltlagern, auch jetzt sind dort winterliche Zustände. - Wenn wir die Bilder sehen, bleibt doch der erste menschliche Impuls: Man muss diesen Menschen helfen. Und diejenigen, die es in unser Land schaffen, müssen wir gastlich aufnehmen. 
8 Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde.
  • Man kann es nicht oft genug wiederholen, dass Gott bei den Menschen am Rande der Gesellschaft zu finden ist. Auf diese Menschen übt der christliche Glaube eine große Anziehungskraft aus. Hier am Anfang waren es die Hirten, die die Botschaft zuerst hörten, am See Genezareth waren es Fischer, die in die Nachfolge gerufen wurden, und als Paulus die christliche Botschaft nach Europa brachte, waren es in der Hafenstadt Korinth die Arbeiter, die Sklaven, die die christliche Gemeinde bildeten. Die Reichen kamen später dazu.
  • Die Geschichte vom reichen Jüngling - bezeichnenderweise auch bei Lukas aufgeschrieben - zeigt, wie schwer es die Reichen im Reich Gottes haben. "18 Und es fragte ihn ein Oberer und sprach: Guter Meister, was muss ich tun, damit ich das ewige Leben ererbe? 19 Jesus aber sprach zu ihm: Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als Gott allein. 20 Du kennst die Gebote: »Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis reden; du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren!« 21 Er aber sprach: Das habe ich alles gehalten von Jugend auf. 22 Als Jesus das hörte, sprach er zu ihm: Es fehlt dir noch eines. Verkaufe alles, was du hast, und gib's den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben, und komm und folge mir nach!" (Lk 18)
9 Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. 10 Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; 11 denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. 12 Und das habt zum Zeichen: ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.

  • Die biblische Botschaft braucht Boten und Übersetzer, die zu den Menschen gehen und die Botschaft überbringen und erklären, Bei den Hirten waren die Engel diese Boten, heute können wir es sein.

13 Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: 14 Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.

  • Die zu übermittelnde Botschaft ist schnell gesagt: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens. Gott ehren in einer Gesellschaft, die meint, alles selbst zu können. Wenn wir dagegen Gott die Ehre gegen und uns nicht weiterhin selbst vergöttern, folgt der zweite Halbsatz fast automatisch: ... und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens. Und das sind alle Menschen. Wenn dieses Gotteslob bei uns im Verlauf eines Jahres so erschallt wie jetzt in Weihnachtstagen, wenn die Kirchen so gut besucht sind, müssen wir um das christliche Abendland keine Sorge haben. 
15 Und als die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat.

  • Hirten lassen sich ansprechen. Hätten ja alles als Illusion abtun können - Engel bei den Hirten, wo gibt es denn so etwas? Später hätte es heißen können: Fischer sollen das Reich Gottes verkündigen? Aber diese Menschen ziehen los und lassen sich auf das Wagnis ein. 

16 Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen. 17 Als sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. 18 Und alle, vor die es kam, wunderten sich über das, was ihnen die Hirten gesagt hatten. 19 Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen.

  • So wie die Engel den Hirten die Geschichte gedeutet haben, so deuten die Hirten für die Menschen im Stall, ja sie deuten auch für Maria und Josef. Maria behielt alle diese Worte ... 

20 Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.

  • Für die Hirten hat sich ihr Leben verändert. Wenn es früher allein um den Broterwerb ging, so steht jetzt das Gotteslob im Vordergrund. Er nimmt ihr Leben in Beschlag. 

Aus den Abkündigungen

Jetzt in der Adventszeit hatten sich die evangelischen und katholischen Pastoren aus Meppen zur Abschlussrunde der ökumenischen Pfarrkonferenz getroffen und besprochen, dass wir angesichts der zumindest nicht fremdenfreundlichen Entwicklung in unserem Land, wie sie sich im Augenblick durch "Pegida" und deren Ableger in der Öffentlichkeit abzeichnet, ein Zeichen entgegensetzen wollen. Bischof Meister hat im Interview mit der Meppener Tagespost am Samstag auch zu diesem Thema Stellung bezogen. 



Wir Pastoren hier vor Ort waren der Meinung, dass wir Christen - alle, die in den Karteien der großen Volkskirchen als Mitglieder geführt werden - unsern Glauben fröhlich und mit Überzeugung leben sollten, so, wie das vielerorts jetzt in den Weihnachtstagen geschieht, wenn die Kirchen wie in jedem Jahr wieder sehr gut besucht sind. Wenn dieses nicht die Ausnahmesituation wäre, müsste sich niemand um das christliche Abendland Sorgen machen. Aus diesen Überlegungen heraus war der Gedanke entstanden, dass wir in ALLEN Gottesdiensten Heiligabend eine Fürbitte aufnehmen, die Pastor Rebers formuliert hat. Mit diesem Gebetsanliegen knüpfen wir bewusst an die Traditionen an, die vor 25 Jahren zur friedlichen Revolution in der damaligen DDR führten.

Auf dieser Linie liegt auch der Gedanke, dass sich zukünftig einmal im Monat ALLE Meppener Christen - evangelisch und katholisch - zu einem Friedensgottesdienst treffen. Da wir in der GAK seit Jahren das Friedensgebet praktizieren, sollte dieses genutzt werden. An jedem zweiten Freitag im Monat werden Meppener Christen eingeladen, sich unter einer Überschrift zu treffen, wie es Pastor Rebers in der Fürbitte formulierte: "Bewahre unser Volk vor einem Gegeneinander der Volksgruppen, Religionen und Kulturen, vor Hass und Gewalt. Wirke in den Herzen die Bereitschaft, aufeinander zuzugehen und den Fremden kennen und schätzen zu lernen."

Das Gebetsanliegen

“Barmherziger Gott, du bist Herr über Nationen und Völker. Wir danken dir, dass du in unserem Land vor 25 Jahren die Gebete um Einheit, Frieden und Verständigung erhört hast. Wir bitten dich auch jetzt als deine Kirche: Bewahre unser Volk vor einem Gegeneinander der Volksgruppen, Religionen und Kulturen, vor Hass und Gewalt. Wirke in den Herzen die Bereitschaft, aufeinander zuzugehen und den Fremden kennen und schätzen zu lernen. Segne alle, die Frieden stiften. Erwecke die Christenheit zu fröhlichem Glauben, zu verbindender Liebe und zu befreiender Hoffnung.”

Montag, 15. Dezember 2014

Heiligabend 2014

24. Dezember 2014

Die Gottesdienste Heiligabend sind wie folgt aufgeteilt: 

15:30 Uhr Krippenspiel in der Christvesper – Krüger / Hofmann / Team
Gottesdienst insbesondere für Familien mit kleineren Kindern

17:00 Uhr Christvesper mit „Just for Fun“ - Krüger / Hofmann / Team
Gottesdienst insbesondere für Familien mit größeren Kindern

18:30 Uhr Christvesper mit dem Posaunenchor Brauer

22:30 Uhr Christgottesdienst in der Heiligen Nacht Kroschewski

Evangelisches Gesangbuch

Im Evangelischen Gesangbuch findet man die Texte für die Christvespern unter der Nummer 954.05; die Texte der Christnacht (22.30 Uhr) unter der Nummer 954.6. Digital findet man alles auf der Seite "Das Kirchenjahr by Dr. Martinus". Wie zu sehen ist, habe ich die Links schon gelegt.

Die Weihnachtsgeschichte

mit Fotos aus der Gustav-Adolf-Kirche

Lukas 2,1-20

Augustusstatue: Künstler: Unbekannt - Foto: Bis Niermann (Eigenes Werk) GFDL CC-BY-SA-3.0 CC BY-SA 2.5,
via Wikimedia Commons href=http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AStatue-Augustus.jpg
Zusammenstellung des Bildes von mir
Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. 2 Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. 3 Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt. 
eigenes Foto - gilt auch bei den folgenden
4 Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war,
5 damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger. 6 Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte.
7 Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.
8 Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. 9 Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. 10 Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; 11 denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. 12 Und das habt zum Zeichen: ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. 13 Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: 14 Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.

15 Und als die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat.
16 Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen. 17 Als sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. 18 Und alle, vor die es kam, wunderten sich über das, was ihnen die Hirten gesagt hatten. 19 Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. 20 Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.

Die Könige kommen dazu - vgl. Matthäus 2


15:30 Uhr Christvesper mit Krippenspiel

Die Kindergottesdienstkinder sind fleißig beim Üben des Krippenspiels. Wir dürfen gespannt sein!

Wir singen voraussichtlich diese Lieder:

  • Ihr Kinderlein kommet
  • Stille Nacht
  • Zumba, Zumba
  • Vom Himmel hoch da komme ich her
  • Gottes große Liebe
  • O du fröhliche

17:00 Uhr Christvesper 

für Familien mit größeren Kindern, Jugendliche und junge Erwachsene

Wie schon in den Jahren zuvor wird der Chor Just for Fun unter der Leitung von Frau Hofmann diesen Gottesdienst mitgestalten. Dabei sollen diese Lieder zum Einsatz kommen:

  • Soon an very soon
  • The first Noel
  • Ding, dong! Merrily on High
  • Kling, Glöckchen, klingelingeling

Für "It is christmas time" suchen wir noch einen passenden Ort im Gottesdienst.

Für die Gemeinde sind diese Lieder geplant:

  • EG 45 - Herbei, o ihr Gläubgen
  • EG 48 - Kommet ihr Hierten
  • EG 46 - Stille Nacht
  • EG 44 - O du fröhliche

Krippe in der Gustav-Adolf-Kirche

Franz von Assisi - Die Krippe von Greccio

In der Predigt werde ich mir Gedanken machen, wie die alte Weihnachtspredigt von Franz von Assisi in die heutige Zeit passt: 

Was nützt es, wenn ihr immer noch zur Krippe kommt, die ich euch in der Höhle zu Greccio dargestellt habe?

Was nützt es, wenn ihr die Demut des göttlichen Kindes bewundert, die Freude der heiligen Jungfrau mitempfindet oder das Staunen des heiligen Josef, der nur gebraucht wurde, nicht mehr?

Was nützt es, wenn ihr den Eifer der Hirten verfolgt, die alles liegen- und stehenließen, nur um den Heiland zu suchen und zu schauen?

Was nützt es, wenn ihr Weihnachten nur feiert, eure Geschenke aufrechnet und für ein paar Stunden gerührt seid? Ich habe euch die Krippe nicht zum Anschauen geschenkt, sondern zum Anfassen.

Man muss das Kind “auf seinen Händen tragen”, muss die Muttergottes und ihren Mann “in die Arme nehmen”, man muss sich mitten unter die Hirten gesellen und einer von ihnen werden. Mit den Gestalten der Heiligen Nacht eins werden, das ist es.

Man muss selber die Demut des Kindes lernen, dem Staunen und der Freude der Eltern im eigenen Herzen Raum geben, man muss sich von den Hirten anstecken lassen.

Man muss etwas merken nach Weihnachten, dass man die Christgeburt gefeiert hat. Und man wird sich auf den Weg machen müssen, um an Epiphanie seine eigenen Gaben zu bringen. Nein, sich selbst.