Samstag, 25. November 2017

Ewigkeits- oder Totensonntag

20. November 2017


Am Ewigkeits- oder Totensonntag - auch Gedenktag der Entschlafenen genannt - steht im Zentrum des Gottesdienstes das Gedenken an die Verstorbenen des zu Ende gehenden Kirchenjahres. Die Namen werden noch einmal verlesen und für jeden Verstorbene wird eine Osterkerze entzündet, Symbol der Auferstehung Jesu Christi von den Toten. Die biblischen Texte und die Predigt sprechen von der christlichen Hoffnung, dass nicht der Tod das letzte Wort hat, sondern Gott, der seinen Sohn von den Toten auferweckt hat und der auch uns und unsere verstorbenen Angehörigen vom Tode zum ewigen Leben erweckt.

Einen Moment der Stille und der Besinnung werden Raimund Hagemann (Orgel) und Montje Kuhlmann (Cello) schenken, wenn sie das "Largo" von Händel und den "Gesang der Vögel" von Pablo Casals zu Gehör bringen.

Wir feiern morgens um 10.00 Uhr den Abendmahlsgottesdienst in der Gustav-Adolf-Kirche, nachmittags um 15.00 Uhr treffen wir uns noch einmal zum Gottesdienst auf dem Friedhof in der Hüttenstraße. Da lesen wir die Namen aller Verstorbenen, die im vergangenen Kirchenjahr auf diesem Friedhof beerdigt wurden.

Evangelisches Gesangbuch

Im Evangelischen Gesangbuch findet man die Texte zum Ewigkeits- oder Totensonntag unter den Nummern 954.73 und 74. Digital findet man alles auf der Seite "Das Kirchenjahr"; entweder man wählt "Letzter Sonntag im Kirchenjahr" oder "Gedenktag der Entschlafenen"

Die Farben des Kirchenjahres lassen sich in dieser Grafik finden. Den liturgischen Kalender bieten die bayrischen Landeskirche und die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands an.

Wochensprüche:

Lasst eure Lenden umgürtet sein und eure Lichter brennen. (Lk 12, 35 - Ewigkeitssonntag)
Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden. (Ps 90, 12 - Totensonntag)

Wochenlieder:

Wachet auf, ruft uns die Stimme (EG 147) Ewigkeitssonntag
Warum soll ich mich denn grämen (EG 370) Totensonntag

Lieder für den Gottesdienst

EG 450 Morgenglanz der Ewigkeit
Psalm EG 750 Der HERR erlöst seine Gefangenen
EG 65 Von guten Mächten wunderbar geborgen
Largo von Händel
Gesang der Vögel von Pablo Casals
EG 369 Wer nur den lieben Gott lässt walten
EG 216 Du hast uns Leib und Seel gespeist

Alle nachfolgenden Bibeltexte: Lutherbibel 1984, © Deutsche Bibelgesellschaft

Epistel - 1. Thessalonicher 4,13-18 - Von der Auferstehung der Toten

Vorbemerkung: Als Epistel für diesen Sonntag ist eigentlich 1. Kor 15, 35-38.42-44a vorgesehen (s.u.). Da ich aber fast alle Beerdigung mit dem Text aus dem 1. Brief des Apostel Paulus an die Thessalonicher beende, soll dieser Text im Gottesdienst noch einmal gelesen werden, diesmal mit einem kurzen Präfamen, dass daran erinnert, dass die Gottesdienstteilnehmer den Text schon einmal gehört haben. 

Den Text der Epistellesung für den heutigen Ewigkeitssonntag haben viele von Ihnen schon auf dem Friedhof am Grab eines Angehörigen gehört, wenn Sie Abschied nehmen mussten von Ihren Lieben. Der Text steht im 1. Brief des Apostel Paulus an die Thessalonicher im 4. Kapitel.

13 Wir wollen euch aber, liebe Schwestern und Brüder, nicht im Ungewissen lassen über die, die entschlafen sind, damit ihr nicht traurig seid wie die andern, die keine Hoffnung haben. 14 Denn wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott auch die, die entschlafen sind, durch Jesus mit ihm einherführen. 15 Denn das sagen wir euch mit einem Wort des Herrn, dass wir, die wir leben und übrig bleiben bis zur Ankunft des Herrn, denen nicht zuvorkommen werden, die entschlafen sind. 16 Denn er selbst, der Herr, wird, wenn der Befehl ertönt, wenn die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallen, herabkommen vom Himmel, und zuerst werden die Toten, die in Christus gestorben sind, auferstehen. 17 Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden auf den Wolken in die Luft, dem Herrn entgegen; und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit. 18 So tröstet euch mit diesen Worten untereinander.

Predigttext - 1.Korinther 15,1-11 - Das Zeugnis von der Auferweckung Christi

1 Ich erinnere euch aber, Schwestern und Brüder, an das Evangelium, das ich euch verkündigt habe, das ihr auch angenommen habt, in dem ihr auch fest steht, 2 durch das ihr auch selig werdet, wenn ihr's so festhaltet, wie ich es euch verkündigt habe; es sei denn, dass ihr's umsonst geglaubt hättet.

3 Denn als Erstes habe ich euch weitergegeben, was ich auch empfangen habe: Dass Christus gestorben ist für unsre Sünden nach der Schrift; 4 und dass er begraben worden ist; und dass er auferweckt worden ist am dritten Tage nach der Schrift; 5 und dass er gesehen worden ist von Kephas, danach von den Zwölfen. 6 Danach ist er gesehen worden von mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal, von denen die meisten noch heute leben, einige aber sind entschlafen. 7 Danach ist er gesehen worden von Jakobus, danach von allen Aposteln.

8 Zuletzt von allen ist er auch von mir als einer unzeitigen Geburt gesehen worden. 9 Denn ich bin der geringste unter den Aposteln, der ich nicht wert bin, dass ich ein Apostel heiße, weil ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe. 10 Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin. Und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe viel mehr gearbeitet als sie alle; nicht aber ich, sondern Gottes Gnade, die mit mir ist. 11 Ob nun ich oder jene: So predigen wir, und so habt ihr geglaubt.

Predigtidee

Der Glaube an die Auferstehung von den Toten gründet nicht auf eine Idee, er gründet vielmehr auf die Erfahrung einzelner Menschen, die bekannt waren und die man fragen konnte. Alle Genannten haben den Auferstandenen gesehen!

Montag, 20. November 2017

Buß- und Bettag

22. November 2017


Martin Senftleben schreibt auf seiner Internetseite (http://www.daskirchenjahr.de)  zum gegebenen Anlass: "Am Buß- und Bettag werden wir zur Umkehr aufgerufen. Dabei geht es nicht nur um innere Umkehr, auch unser Tun soll sich zum Guten hinwenden. So hören wir immer wieder neu das Wort Gottes, um zu erkennen, wo wir ihm untreu geworden sind, damit wir lernen, Gutes zu tun. Denn das ist das rechte Opfer, das wir unserem Gott schuldig sind. Aber den rechten Weg dazu kann uns nur Gott selbst weisen, und so ist das Gebet wesentlicher Bestandteil unseres alltäglichen Lebens."

Unter diesem Vorzeichen werden wir uns auch 2017 wieder zu den Gottesdiensten versammeln:
- 8.00 Uhr Gottesdienst für Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer
- 10.00 Uhr Abendsmahlsgottesdienst
- 15.00 Uhr - Abendmahlsgottesdienst für Seniorinnen und Senioren

EG 234 - So wahr ich lebe, spricht dein Gott ...

Evangelisches Gesangbuch

Im Evangelischen Gesangbuch findet man die Texte zum Sonntag unter der Nummer 954.72. Digital findet man alles auf der Seite "Das Kirchenjahr".

Die Farben des Kirchenjahres lassen sich in dieser Grafik finden. Den liturgischen Kalender bieten die bayrischen Landeskirche und die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands an.

Wochenspruch:

Gerechtigkeit erhöht ein Volk, aber die Sünde ist der Leute Verderben. (Spr 14, 34)

Wochenlied:

Aus tiefer Not lasst uns zu Gott (EG 144) oder
Nimm von uns, Herr, du treuer Gott (EG 146)

Lieder für die Gottesdienst

Mit den Jugendlichen morgens werde ich wie in den Jahren zuvor singen:
- Hevenu schalom alejchem
- Vater unser, Vater im Himmel ...

Mit den Erwachsenen singen wir:
- EG 76,1-2 O Mensch bewein dein Sünde groß
- EG 382,1-3 Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr
- Psalmgebet - EG 727
- EG 355,1.2.5 Mir ist Erbarmung widerfahren
- EG 390,1-3 Erneure mich, o ewigs Licht

Alle nachfolgenden Bibeltexte: Lutherbibel 1984, © Deutsche Bibelgesellschaft

Evangelium: Lk 13,6-9

Das Gleichnis vom Feigenbaum
6 Er sagte ihnen aber dies Gleichnis: Es hatte einer einen Feigenbaum, der war gepflanzt in seinem Weinberg, und er kam und suchte Frucht darauf und fand keine. 7 Da sprach er zu dem Weingärtner: Siehe, ich bin nun drei Jahre lang gekommen und habe Frucht gesucht an diesem Feigenbaum, und finde keine. So hau ihn ab! Was nimmt er dem Boden die Kraft? 8 Er aber antwortete und sprach zu ihm: Herr, lass ihn noch dies Jahr, bis ich um ihn grabe und ihn dünge; 9 vielleicht bringt er doch noch Frucht; wenn aber nicht, so hau ihn ab.

Predigtideen

- für den Gottesdienst mit den Schülerinnen und Schülern

Wie in den Jahren zuvor werde ich mit den Jugendlichen über die Zehn Gebote nachdenken. Wegweisend ist dann der Satz des Gärtners aus dem Evangelium, der den unfruchtbaren Feigenbaum abhauen soll und Jahr für Jahr sagt: "Herr, lass ihn noch dies Jahr, bis ich um ihn grabe und ihn dünge; 9 vielleicht bringt er doch noch Frucht; wenn aber nicht, so hau ihn ab." - Genau das gilt auch für uns Menschen; wir bekommen von Gott immer wieder eine Chance.

- für die Gottesdienste mit den Erwachsenen

Die Revision der Perikopenordnung aus dem Jahr 2014 halte ich in der Regel nicht für sonderlich geglückt. Ganz oft wird die Reihenfolge der Texte des entsprechenden Sonntags einfach nur vertauscht. Ob die „Grundlinien der Perikopenrevision“, wie sie von der EKD, UEK und VELKD im "Entwurf zur Erprobung" der "Neuordnung der gottesdienstlichen Lesungen und Predigttexte" sich bewähren werden, muss sich im Vollzug erweisen: „Insgesamt geht es darum, ein bewährtes, auch die Spiritualität der Gemeinden und des evangelischen Pfarrberufs prägendes System weiter zu  entwickeln. ...“ (S. 17)

Allerdings unterbreiten die Revisoren für den Buß- und Bettag einen Vorschlag, der es in sich hat. So mutig, wie kirchliche Autoren selten sind, wurde in der Predigtreihe III vom Propheten Ezechiel (Ez 22, 23-31) ein Gerichtswort gewählt, das an Deutlichkeit nichts offen lässt und das auch noch bei der Gerichtsdrohung stehen bleibt. Bis 2014 zählte die Verse 29-31 aus diesem Abschnitt zu den Marginaltexten des Buß- und Bettags.

Wenn man den Text liest, stehen einem die gegenwärtigen Zustände in der ganzen Welt sofort vor Augen.

Die Schuld aller Stände im Lande

23 Und des HERRN Wort geschah zu mir: 24 Du Menschenkind, sprich zu ihnen: Du bist ein Land, das nicht beregnet ist, das nicht benetzt wurde zur Zeit des Zorns, 25 dessen Fürsten in seiner Mitte sind wie brüllende Löwen, wenn sie rauben; sie fressen Menschen, reißen Gut und Geld an sich und machen viele zu Witwen im Lande.

26 Seine Priester tun meinem Gesetz Gewalt an und entweihen, was mir heilig ist; sie machen zwischen heilig und unheilig keinen Unterschied und lehren nicht, was rein oder unrein ist, und vor meinen Sabbaten schließen sie die Augen; so werde ich unter ihnen entheiligt.

27 Die Oberen in seiner Mitte sind wie reißende Wölfe, Blut zu vergießen und Menschen umzubringen um ihrer Habgier willen. 28 Und seine Propheten streichen ihnen mit Tünche darüber, haben Truggesichte und wahrsagen ihnen Lügen; sie sagen: »So spricht Gott der HERR«, wo doch der HERR gar nicht geredet hat.

29 Das Volk des Landes übt Gewalt; sie rauben drauflos und bedrücken die Armen und Elenden und tun den Fremdlingen Gewalt an gegen alles Recht.

30 Ich suchte unter ihnen, ob jemand eine Mauer ziehen und in die Bresche vor mir treten würde für das Land, damit ich's nicht vernichten müsste; aber ich fand keinen. 31 Darum schüttete ich meinen Zorn über sie aus, und mit dem Feuer meines Grimmes machte ich ihnen ein Ende und ließ so ihr Treiben auf ihren Kopf kommen, spricht Gott der HERR. ---

Soweit der biblische Text, der in seiner Schärfe durchaus wirken soll, wobei die Gottesdienstbesucher nicht unbedingt diejenigen sind, denen er gilt. Die bleiben wie so oft außen vor und lassen sich nicht in die Verantwortung nehmen.

Einen Ansatzpunkt, dass diese Zeilen doch auch das Evangelium verkünden, bieten die Verse 30-31. Die gottesdienstliche Gemeinde zum Buß- und Bettag könnte Fürsprecher für diejenigen werden, denen das Gerichtswort gilt, könnten wie Mose bitten, dass Gott sein Volk noch einmal verschont. "Und Mose neigte sich eilends zur Erde und betete an 9 und sprach: Hab ich, HERR, Gnade vor deinen Augen gefunden, so gehe der Herr in unserer Mitte, denn es ist ein halsstarriges Volk; und vergib uns unsere Missetat und Sünde und lass uns dein Erbbesitz sein." (Ex 34,8f)

Ein zweiter Ansatzpunkt ist die Auslegung des Evangeliums, wie ich sie für den Schülergottesdienst skizziert habe. Auch im Erwachsenengottesdienst gilt der Satz des Gärtners, der den unfruchtbaren Feigenbaum abhauen soll: "Herr, lass ihn noch dies Jahr, bis ich um ihn grabe und ihn dünge; 9 vielleicht bringt er doch noch Frucht; wenn aber nicht, so hau ihn ab." - Jahr um Jahr hören wir diese Bitte. Und genau die gilt auch für die Gegenwart. Von Gott bekommen wir immer wieder eine Chance. Nur müssen wir aufpassen, dass wir selbst nicht so viel verspielen, dass wir die Chance gar nicht mehr nutzen können.

Dienstag, 14. November 2017

Volkstrauertag

19. November 2017


Kirchlich gesehen begehen wir den Vorletzten Sonntag im Kirchenjahr. Der Volkstrauertag ist ein staatlicher Gedenktag. Seit 1952 wird er "zwei Sonntage vor dem ersten Adventssonntag begangen und erinnert an die Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen" (https://de.wikipedia.org/wiki/Volkstrauertag). Da sich der Vorletzte Sonntag im Kirchenjahr mit dem Weltgericht befasst, kann man angesichts des Leids, das Krieg über die Menschen bringt, leicht die Verbindung zum staatlichen Gedenktag ziehen.

Am 19. November setzen wir aber noch einen zweiten Schwerpunkt.

BACH IN MEPPEN 2017

Unter diesen Titel setzte der katholische Kantor der Propsteikirche St. Vitus in Meppen Balthasar Baumbartner seinen musikalischen Beitrag zum Reformationsjahr 2016/2017.

Bachkonzerte Teil XXXI – „Ach wie nichtig, ach wie flüchtig“ - 11.15 Uhr


Jetzt am kommenden Volkstrauertag wird Baumgartner zum einen des Gottesdienst in der Gustav-Adolf-Kirche musikalisch begleiten, zum anderen beginnt nach dem Gottesdienst gegen 11.15 Uhr der 31. Teil der Konzertreihe. Zu Gehör bringen wird Baumgartner „Ach wie nichtig, ach wie flüchtig“ - Präludium und Fuge in e-moll (BWV 533) - Choralbearbeitungen über „Alle Menschen müssen sterben“ (BWV 643, 1117) - „Ach wie nichtig, ach wie flüchtig“ (BWV 644) und „Ach, was ist doch unser Leben“ (BWV 743) - Präludium und Fuge in c-moll (BWV 546)

Zu Bach selbst schreibt Baumgartner im Programmheft zu seiner Konzertreihe:
Johann Sebastian Bach - er lebte vor 300 Jahren, aber vielen gilt er bis heute als der größte aller Musiker. So schrieb kein Geringerer als Ludwig van Beethoven über ihn: „Nicht Bach, sondern Meer sollte er heißen, wegen seines unendlichen, unerschöpflichen Reichtums an Tonkombinationen und Harmonien.“ Gleichzeitig war Bach ein tiefgläubiger Mensch, dessen Musik noch heute jede Facette des christlichen Glaubens emotional erlebbar macht. Die meisten seiner Werke kennzeichnete Bach selbst mit den Buchstaben: s.d.g. = soli deo gloria = „Gott allein die Ehre!“ 
http://www.propstei-meppen.de/fix/files/314/doc/BACH2017.4.pdf

Evangelisches Gesangbuch

Im Evangelischen Gesangbuch findet man die Texte zum Vorletzten Sonntag im Kirchenjahr unter der Nummer 954.71. Digital findet man alles auf der Seite "Das Kirchenjahr".

Die Farben des Kirchenjahres lassen sich in dieser Grafik finden. Den liturgischen Kalender bieten die bayrischen Landeskirche und die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands an.

Wochenspruch:

Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi. (2. Kor 5, 10a)

Wochenlied:

Es ist gewisslich an der Zeit (EG 149 - auch in Rev. 2014)
Rev. 2014: Es mag sein, dass alles fällt (EG 378)

Lieder

152,1-4 - Wir warten dein, o Gottes Sohn
750 - Psalm 126 - Wenn der Herr die Gefangenen Zions erlösen wird
144,1.3.4 - Aus tiefer Not lasst uns zu Gott
184,1-5 - Wir glauben Gott im höchsten Thron
241,1-4 - Wach auf, du Geist der ersten Zeugen
405,1-3 - Halt im Gedächtnis Jesus Christ

Alle nachfolgenden Bibeltexte: Lutherbibel 1984, © Deutsche Bibelgesellschaft

Alttestamentliche Lesung: Amos 5,18-24

Der Tag des HERRN ist ein Tag des Gerichts

18 Weh denen, die des HERRN Tag herbeiwünschen! Was soll er euch? Denn des HERRN Tag ist Finsternis und nicht Licht, 19 gleichwie wenn jemand vor dem Löwen flieht und ein Bär begegnet ihm und er kommt in ein Haus und lehnt sich mit der Hand an die Wand, so sticht ihn eine Schlange! 20 Ja, des HERRN Tag wird finster und nicht licht sein, dunkel und nicht hell.

Der äußerliche Gottesdienst tut's nicht

21 Ich bin euren Feiertagen gram und verachte sie und mag eure Versammlungen nicht riechen. 22 Und wenn ihr mir auch Brandopfer und Speisopfer opfert, so habe ich kein Gefallen daran und mag auch eure fetten Dankopfer nicht ansehen. 23 Tu weg von mir das Geplärr deiner Lieder; denn ich mag dein Harfenspiel nicht hören!

24 Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach.

Evangelium Mt 25, 31-46

Wenn aber der Menschensohn kommen wird in seiner Herrlichkeit, und alle Engel mit ihm, dann wird er sitzen auf dem Thron seiner Herrlichkeit, 32 und alle Völker werden vor ihm versammelt werden. Und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirt die Schafe von den Böcken scheidet, 33 und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen und die Böcke zur Linken. 34 Da wird dann der König sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbt das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt! 35 Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen, und ihr habt mich aufgenommen. 36 Ich bin nackt gewesen, und ihr habt mich gekleidet. Ich bin krank gewesen, und ihr habt mich besucht. Ich bin im Gefängnis gewesen, und ihr seid zu mir gekommen. 37 Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dir zu essen gegeben? oder durstig und haben dir zu trinken gegeben? 38 Wann haben wir dich als Fremden gesehen und haben dich aufgenommen? oder nackt und haben dich gekleidet? 39 Wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen? 40 Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.

41 Dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! 42 Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mir nicht zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mir nicht zu trinken gegeben. 43 Ich bin ein Fremder gewesen, und ihr habt mich nicht aufgenommen. Ich bin nackt gewesen, und ihr habt mich nicht gekleidet. Ich bin krank und im Gefängnis gewesen, und ihr habt mich nicht besucht. 44 Dann werden sie ihm auch antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig gesehen oder als Fremden oder nackt oder krank oder im Gefängnis und haben dir nicht gedient? 45 Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr nicht getan habt einem von diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan. 46 Und sie werden hingehen: diese zur ewigen Strafe, aber die Gerechten in das ewige Leben.

Predigtidee

Das erste Lied und der erste Satz der alttestamentlichen Lesung scheinen im Gegensatz zueinander zu stehen. Dort heißt es "Wir warten dein, o Gottes Sohn, und lieben dein Erscheinen. ...", hier spricht der Prophet - durchaus in Gottes Namen "Weh denen, die des HERRN Tag herbeiwünschen! ... des HERRN Tag ist Finsternis und nicht Licht ..."

Am Ende des Kirchenjahres ist es durchaus angezeigt, die Novembersonntage zur Besinnung zu nutzen. Der Wochenspruch mahnt uns: "Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi." (2. Kor 5, 10a) Was könnten wir Gott sagen, wenn er uns nach dem Zustand der Erde befragt, wenn er wissen will, wie Menschen miteinander umgehen - hier in Deutschland, in Europa, in der ganzen Welt? - Friedvoll? Mit Verständnis? Mit Fürsorge? "Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan", das sagt uns Jesus immer wieder am Volkstrauertag. Singen wir dies bedenkend immer noch mit Überzeugung: "Wir warten dein, o Gottes Sohn, und lieben dein Erscheinen. ..."

Es kommt uns jetzt doch eher das Lied in den Sinn "Aus tiefer Not lasst uns zu Gott / von ganzem Herzen schreien, / bitten, dass er aus seiner Gnad / uns woll vom Übel befreien ..." Wenn wir so vor Gott aus tiefsten Herzen unsere Schuld eingestehen können - persönlich, aber auch politisch und wirtschaftliche, ohne die Ausrede, als einzelne könnten wir ja nichts tun - wenn wir so unsere Schuld eingestehen, dann können wir erahnen, warum Gott durch seinen Propheten Amos spricht: "Ich bin euren Feiertagen gram und verachte sie ..." Es ist schon zum Verzweifeln.

Aber für Gott ist noch nicht alles aus. Er gibt seiner Menschheit immer wieder eine Chance. Bei amos heißt es: "Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach." Und Jesus sagt: "Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan." - Fangen wir an, bevor es zu spät ist, damit wir gern und ohne schlechtes Gewissen singen können: "Wir warten dein, o Gottes Sohn, und lieben dein Erscheinen. ..."

Donnerstag, 2. November 2017

Abendmahlsgottesdienst mit kleinen und großen Leuten

5. November 2017 


Am 1. Sonntag im November sind wie in den Jahren zuvor die kleinen und großen Leute zum Abendmahl eingeladen. Zwar können seit Pfingsten 2013 Kinder und noch nicht konfirmierte Jugendliche auch bei den üblichen Abendmahlsgottesdiensten zum Tisch des Herrn kommen und empfangen das Brot und den Traubensaft, jedoch soll einmal im Jahr ein Abendmahlsgottesdienst speziell für die Jüngeren in der Gemeinde angeboten werden.

Dies ist in diesem Jahr vielleicht besonders interessant, weil seit dem Reformationstag (31.10.) die Gottesdienste wieder in der Gustav-Adolf-Kirche stattfinden. Ist der eine oder die andere, die am Dienstag nicht dabei sein konnten, wohl schon gespannt, wie alles aussieht? Dann macht euch auf den Weg, kommt vorbei.

Thema

Als Thema für den Gottesdienst hat Frau Diakonin Hofmann die Überschrift gewählt:

Weg – alte Kirche – Weg – neue Kirche – Weg

Gespannt? Ich schon. Ich füge mal ein paar Fotos ein. Ob unsere Diakonin so etwas Ähnliches macht?

Alles wird ausgeräumt ...

leer ...

mit vereinten Kräften ...

Geh'n wir wieder rein?

alles neu ...

die Bänke ...

Taufbecken, Lesepult, Altar und Altarbild

Noch ein paar Infos zum Gottesdienst:

Lieder:

  • Ich bin da, ich bin da, ich bin da
  • Wir sind eingeladen zum Leben
  • Kommt mit Gaben und Lobgesang
  • Dankeschön, oh merci

Natürlich singen wir auch die ganz bekannten Stücke bei den Fürbitten:

  • Mein Gott, das muss anders werden
  • Danke, dass du uns nicht allein lässt
  • Guter Gott, ich bitte dich

Und zum Schluss heißt es wieder:

  • Tschüss, mach‘s gut, es war schön dich zu seh'n


21. Sonntag nach Trinitatis 

Vielleicht möchte sich ja der eine oder die andere auch mit den Texten beschäftigen, die für die Erwachsenengottesdienste an diesem Tag vorgesehen sind. Im Evangelischen Gesangbuch findet man die Texte zum 21. Sonntag nach Trinitatis unter der Nummer 954.65. Digital findet man alles auf der Seite "Das Kirchenjahr".

Die Farben des Kirchenjahres lassen sich in dieser Grafik finden. Den liturgischen Kalender bieten die bayrischen Landeskirche und die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands an.

Für alle zitierten Bibeltexte gilt: Lutherbibel 1984, © Deutsche Bibelgesellschaft

Alttestamentliche Lesung Jer 29, 1.4-7.10-14

Dies sind die Worte des Briefes, den der Prophet Jeremia von Jerusalem sandte an den Rest der Ältesten, die weggeführt waren, an die Priester und Propheten und an das ganze Volk, das Nebukadnezar von Jerusalem nach Babel weggeführt hatte. ... 4 So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels, zu den Weggeführten, die ich von Jerusalem nach Babel habe wegführen lassen: 5 Baut Häuser und wohnt darin; pflanzt Gärten und esst ihre Früchte; 6 nehmt euch Frauen und zeugt Söhne und Töchter, nehmt für eure Söhne Frauen, und gebt eure Töchter Männern, dass sie Söhne und Töchter gebären; mehret euch dort, dass ihr nicht weniger werdet. 7 Suchet der Stadt Bestes, dahin ich euch habe wegführen lassen, und betet für sie zum HERRN; denn wenn's ihr wohlgeht, so geht's auch euch wohl. 8 Denn so spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Lasst euch durch die Propheten, die bei euch sind, und durch die Wahrsager nicht betrügen, und hört nicht auf die Träume, die sie träumen! 9 Denn sie weissagen euch Lüge in meinem Namen. Ich habe sie nicht gesandt, spricht der HERR. 10 Denn so spricht der HERR: Wenn für Babel siebzig Jahre voll sind, so will ich euch heimsuchen und will mein gnädiges Wort an euch erfüllen, dass ich euch wieder an diesen Ort bringe. 11 Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe das Ende, des ihr wartet.* 12 Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und mich bitten, und ich will euch erhören. 13 Ihr werdet mich suchen und finden; denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, 14 so will ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR, und will eure Gefangenschaft wenden und euch sammeln aus allen Völkern und von allen Orten, wohin ich euch verstoßen habe, spricht der HERR, und will euch wieder an diesen Ort bringen, von wo ich euch habe wegführen lassen.

*Wörtlich: dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung.

Epistel Eph 6, 10-17

Zuletzt: Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. 11 Zieht an die Waffenrüstung Gottes, damit ihr bestehen könnt gegen die listigen Anschläge des Teufels. 12 Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel. 13 Deshalb ergreift die Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag Widerstand leisten und alles überwinden und das Feld behalten könnt. 14 So steht nun fest, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit und angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit, 15 und an den Beinen gestiefelt, bereit, einzutreten für das Evangelium des Friedens. 16 Vor allen Dingen aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösen, 17 und nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes.

Evangelium Mt 5, 38-48

Ihr habt gehört, dass gesagt ist (2. Mose 21,24): "Auge um Auge, Zahn um Zahn." 39 Ich aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Übel, sondern: wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dem biete die andere auch dar. 40 Und wenn jemand mit dir rechten will und dir deinen Rock nehmen, dem lass auch den Mantel. 41 Und wenn dich jemand nötigt, eine Meile mitzugehen, so geh mit ihm zwei. 42 Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht ab von dem, der etwas von dir borgen will.

43 Ihr habt gehört, dass gesagt ist (3. Mose 19,18): "Du sollst deinen Nächsten lieben" und deinen Feind hassen. 44 Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen, 45 damit ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. 46 Denn wenn ihr liebt, die euch lieben, was werdet ihr für Lohn haben? Tun nicht dasselbe auch die Zöllner? 47 Und wenn ihr nur zu euren Brüdern freundlich seid, was tut ihr Besonderes? Tun nicht dasselbe auch die Heiden? 48 Darum sollt ihr vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist.

Dienstag, 31. Oktober 2017

500 Jahre Reformation

31. Oktober 2017


Reformation geht weiter -
auch nach 2017!

Im Evangelischen Gesangbuch findet man die Texte zum Reformationstag unter der Nummer 954.68. Digital findet man alles auf der Seite "Das Kirchenjahr".

Die Farben des Kirchenjahres lassen sich in dieser Grafik finden. Den liturgischen Kalender bieten die bayrischen Landeskirche und die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands an.

Für alle zitierten Bibeltexte gilt: Lutherbibel 1984, © Deutsche Bibelgesellschaft

Reformationsjubiläum und Kircheneröffnung

Die "neue" Gustav-Adolf-Kirche

Die Kirchenrenovierung ist planmäßig voran geschritten, so dass die Wiedereröffnung der Gustav-Adolf-Kirche am heutigen 31. Oktober stattfindet. Im ökumenischen Rahmen werden wir am 500. Gedenktag des Thesenanschlags in Wittenberg die Frage stellen, was Reformation - Erneuerung - der Kirche heute bedeutet.

Diese Frage beschäftigt alle christlichen Kirchen. Deshalb gibt es in Meppen an diesem Tag zwei große Festgottesdienste. Um 10.00 Uhr werden sich die Bethlehemgemeinde, Maria-zum-Frieden und die reformierte Gemeinde zum Gottesdienst in der Bethlehemkirche treffen. Nachmittags um 15.00 Uhr laden die Gustav-Adolf-Gemeinde, die beiden katholischen Gemeinden St. Vitus und Paulus und die baptische Freikirche zum Gottesdienst in die Gustav-Adolf-Kirche ein. Propst Blank wird die Predigt halten. Nach dem Gottesdienst sind alle zum Empfang und zur Besichtigung geladen.

Gottesdienstordnung

Fotos: Christine Kock
weitere Fotos auf: http://www.gak-meppen.org/bildergalerie/

Einzug der Pastores, des Kirchenvorstands und der Mitarbeiter
  • Musikalisches Vorspiel
  • Begrüßung
  • EG 136,1-4 - O komm, du Geist der Wahrheit
  • WIDMUNG DES NEUEN ALTARS
Küster Friedrich Trautwein hatte die Kerzen angezündet
Kirchenvorsteherin Gunda Dröge legt das Gottesdienstbuch auf den Altar.

Unser Gottesdienstbuch - die Ordnung unserer Gottesdienste
Es gibt uns Worte für Gebete,
für Besorgnis und Ängste,
für Dank, Lobpreis und Fürbitte.
Es leitet uns durch den Gottesdienst
und gibt ihm einen verlässlichen Rahmen.

Unser Gottesdienstbuch -
ich lege es
an den neuen Ort
seiner Bestimmung.

Text Petra Heidemann

aus der Agende:

GRUSS
Pfarrer: Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
Gemeinde: Amen.

EINLEITUNG
Pfarrer: Dieser Altar soll der Gemeinde Stätte des Gebetes und des Segens sein. Hier werden wir das Heilige Abendmahl feiern und das gesegnete Brot und den gesegneten Kelch empfangen. So steht geschrieben im Psalm 43: Sende dein Licht und deine Wahrheit, dass sie mich leiten und bringen zu deinem heiligen Berg und zu deiner Wohnung, dass ich hineingehe zum Altar Gottes, zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ist ... (Psalm 43,3-4)

GEBET
Pfarrer: Laßt uns beten. Wir danken dir, allmächtiger, ewiger Gott, dass wir zu dir kommen dürfen. Wir bitten dich: Sei mit den jungen Menschen, die hier konfirmiert werden, mit den Ehepaaren, die hier getraut werden, und mit deiner ganzen Gemeinde, die hier gesegnet wird. Erhöre uns, wenn wir beten, loben und danken. Gib allen, die an diesem Altar das heilige Abendmahl feiern, Gemeinschaft in Christus, Vergebung der Sünden, Leben und Seligkeit. Schenke denen, die hier beichten, Gewißheit der Vergebung. Das bitten wir dich durch Jesus Christus, unsern Herrn.
Gemeinde: Amen.

WIDMUNG
Pfarrer: Wir haben Gottes Wort gehört und zu ihm gebetet. So sei nun dieser Altar dem Dienst Gottes geweiht. Im Namen + des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Gemeinde: Amen
Pastor Hajo Rebers von der Freikirchlichen Baptistengemeinde Meppen
hält zusammen mit der Gemeinde die Liturgie
  • Psalm 46,2-8
Gott ist unsre Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben.
3 Darum fürchten wir uns nicht, wenngleich die Welt unterginge und die Berge mitten ins Meer sänken,
4 wenngleich das Meer wütete und wallte und von seinem Ungestüm die Berge einfielen.
5 Dennoch soll die Stadt Gottes fein lustig bleiben mit ihren Brünnlein, da die heiligen Wohnungen des Höchsten sind.
6 Gott ist bei ihr drinnen, darum wird sie fest bleiben; Gott hilft ihr früh am Morgen.
7 Die Völker müssen verzagen und die Königreiche fallen, das Erdreich muss vergehen, wenn er sich hören lässt.
8 Der HERR Zebaoth ist mit uns, der Gott Jakobs ist unser Schutz.
  • WIDMUNG DES NEUEN LESEPULTS
Superintendent Dr. Bernd Brauer widmet das neue Lesepult,
Helga Fitzner liest die Epistel zum Reformationstag
Unser Lektionar, Quelle der gottesdienstlichen Lesungen
Wir hören,
was die Erzähler des Alten und Neuen Testaments,
die Propheten, was Paulus
uns zum jeweiligen Thema des Tages zu sagen haben.

Unser Lektionar -
ich lege es
an den neuen Platz
seiner Verkündigung.
Text Petra Heidemann

aus der Agende:

EINLEITUNG
Pfarrer: An diesem Lesepult werden wir Gottes Wort hören. So spricht der Herr durch den Propheten Jesaja im 55. Kapitel: Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar und lässt wachsen, dass sie gibt Samen, zu säen, und Brot, zu essen, so soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein: Es wird nicht wieder leer zu mir zurückkommen, sondern wird tun, was mir gefällt, und ihm wird gelingen, wozu ich es sende. (Jesaja 55,10-11)

GEBET
Pfarrer: Laßt uns beten. Allmächtiger, ewiger Gott. Wir danken dir, daß du zu uns Menschen redest. Dein Wort ist unseres Fußes Leuchte und ein Licht auf unserem Weg. Das glauben wir durch Jesus Christus, unsern Herrn.
Gemeinde: Amen.

WIDMUNG
Pfarrer: Wir haben Gottes Wort gehört und zu ihm gebetet. So sei nun dieses Lesepult dem Dienst Gottes geweiht. Im Namen + des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Gemeinde: Amen
  • Epistellesung Röm 3 - Die Rechtfertigung allein durch Glauben
21 Nun aber ist ohne Zutun des Gesetzes die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, offenbart, bezeugt durch das Gesetz und die Propheten. 22 Ich rede aber von der Gerechtigkeit vor Gott, die da kommt durch den Glauben an Jesus Christus zu allen, die glauben. Denn es ist hier kein Unterschied: 23 Sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie vor Gott haben sollen, 24 und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist. 25 Den hat Gott für den Glauben hingestellt zur Sühne in seinem Blut zum Erweis seiner Gerechtigkeit, indem er die Sünden vergibt, die früher begangen wurden 26 in der Zeit der Geduld Gottes, um nun, in dieser Zeit, seine Gerechtigkeit zu erweisen, auf dass er allein gerecht sei und gerecht mache den, der da ist aus dem Glauben an Jesus. 27 Wo bleibt nun das Rühmen? Es ist ausgeschlossen. Durch welches Gesetz? Durch das Gesetz der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens.
  • EG 362,1-3 - Ein feste Burg ist unser Gott
  • WIDMUNG DER NEUEN KANZEL
Kirchenvorsteherin Petra Heidemann legt die Bibel an den neuen Ort der Verkündigung
Pastor Ralf Krüger widmet die Kanzel
Die Heilige Schrift -
unser aller gemeinsames Fundament -
Gottes gutes Wort.

Unsere Kirchenbibel,
die uns Gottes Liebe nahebringt,
aus der wir Gottes Wegweisung erhalten,
aus der uns Gottes Geist Antrieb ist,
die uns Jesus Christus an die Seite stellt -

unsere Kirchenbibel -
ich lege sie
an den neuen Platz
ihrer Verkündigung.

Text Petra Heidemann

aus der Agende:

EINLEITUNG
Pfarrer: Diese Kanzel soll der Predigt dienen. Im Hören der Worte aus der Heiligen Schrift begegnet uns Gottes richtendes und heilendes Wort. So heißt es im Brief an die Hebräer: 12 Das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens. 13 Und kein Geschöpf ist vor ihm verborgen, sondern es ist alles bloß und aufgedeckt vor den Augen Gottes, dem wir Rechenschaft geben müssen. (Hebr 4,12f)

GEBET
Pfarrer: Laßt uns beten. Allmächtiger, ewiger Gott. Wir bitten dich: Gib denen, die hier predigen, deinen Geist, dass sie dein Wort verkündigen im Gehorsam gegen dich und in Liebe zu deiner Gemeinde. Durch Jesus Christus, unsern Herrn.
Gemeinde: Amen.

WIDMUNG
Pfarrer: Wir haben Gottes Wort gehört und zu ihm gebetet. So sei nun diese Kanzel dem Dienst Gottes geweiht. Im Namen + des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Gemeinde: Amen
  • Predigt
Propst Dietmar Blank von der St. Vitus-Kirche Meppen hält die Predigt
  • Lebensweisen Nr. 18 - Da wohnt ein Sehnen tief in uns
  • WIDMUNG DES NEUEN TAUFORTES
Pfarrer Ralf Wellbrock von der St. Paulus-Kirche Meppen widmet gemeinsam
mit Diakonin Maike R. Hofmann - Gustav-Adolf-Kirche - den neuen Taufort
    aus der Agende:

    EINLEITUNG
    Pfarrer Wellbrock: An diesem Taufbecken wird die heilige Taufe gespendet werden, wie es unser Herr Jesus Christus seinen Jüngern geboten hat. “Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.” (Mt 28,18-20)

    Diakonin Hofmann: Wir erinnern uns, dass wir einst getauft wurden, und so bekennen uns mit den alten Worten des Glaubensbekenntnisses von Nicäa aufs neue zum Dreieinigen Gott. Ich bitte Sie dazu aufzustehen und dann vorerst stehenzubleiben.

    Diakonin und Gemeinde:

    NICÄNISCHES GLAUBENSBEKENNTNIS

    Wir glauben an den einen Gott,
    den Vater,
    den Allmächtigen,
    der alles geschaffen hat,
    Himmel und Erde,
    die sichtbare und die unsichtbare Welt.

    Und an den einen Herrn Jesus Christus,
    Gottes eingeborenen Sohn,
    aus dem Vater geboren vor aller Zeit:
    Gott von Gott,
    Licht vom Licht,
    wahrer Gott vom wahren Gott,
    gezeugt, nicht geschaffen,
    eines Wesens mit dem Vater;
    durch ihn ist alles geschaffen.
    Für uns Menschen und zu unserm Heil ist er vom Himmel gekommen,
    hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist
    von der Jungfrau Maria und ist Mensch geworden.
    Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,
    hat gelitten und ist begraben worden,
    ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift
    und aufgefahren in den Himmel.
    Er sitzt zur Rechten des Vaters
    und wird wiederkommen in Herrlichkeit,
    zu richten die Lebenden und die Toten;
    seiner Herrschaft wird kein Ende sein.

    Wir glauben an den Heiligen Geist,
    der Herr ist und lebendig macht,
    der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht
    , der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird,
    der gesprochen hat durch die Propheten,
    und die eine, heilige, christliche und apostolische Kirche.
    Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.
    Wir erwarten die Auferstehung der Toten
    und das Leben der kommenden Welt.

    Amen.

    GEBET
    Pfarrer: Laßt uns beten. Allmächtiger, ewiger Gott, wir danken dir, dass du uns in der heiligen Taufe von neuem geboren und als deine Kinder angenommen hast. Wir bitten dich: Nimm alle, die hier getauft werden, in deinen gnädigen Schutz und geleite uns durch das Leben dieser Zeit zur vollkommenen Freude in deinem Reich. Durch Jesus Christus, unsern Herrn.
    Gemeinde: Amen.

    WIDMUNG
    Pfarrer: Wir haben Gottes Wort gehört, zu ihm gebetet. So sei nun dieses Taufbecken dem Dienst Gottes geweiht. Im Namen + des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
    Gemeinde: Amen
  • EG 272 - Ich lobe meinen Gott
  • Abkündigungen
  • freiTöne Nr. 140 - Dieses Kreuz vor dem wir stehen
  • Fürbitten und Vaterunser
  • Entlassung und Segen
  • Musikalisches Nachspiel

Dienstag, 24. Oktober 2017

20. Sonntag nach Trinitatis

29. Oktober 2017


Im Evangelischen Gesangbuch findet man die Texte zum 20. Sonntag nach Trinitatis unter der Nummer 954.64. Digital findet man alles auf der Seite "Das Kirchenjahr".

Die Farben des Kirchenjahres lassen sich in dieser Grafik finden. Den liturgischen Kalender bieten die bayrischen Landeskirche und die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands an.

Für alle zitierten Bibeltexte gilt: Lutherbibel 1984, © Deutsche Bibelgesellschaft

Konfirmationsjubiläum

Immer am letzten Sonntag des Oktober feiern wir ein Konfirmationsjubiläum. In diesem Jahr ist es das Goldene, Diamantene, Eiserne und die Gnadenkonfirmation. Die älteste "Konfirmandin" wurde vor achtzig Jahren konfirmiert. 2018 sind übrigens wieder die Silbernen Konfirmanden dran.

Wir werden an diesem Sonntag einerseits zurückschauen und fragen "Wie war's denn damals?" Haben die Jubilare noch Fotos von damals? Oder gar Unterrichtsmaterialien? Dabei wird es ganz bestimmt auch viel zu erzählen geben. Andererseits richten wir den Blick nach vorn und schauen auf den aktuellen Konfirmandenunterricht.

Treffpunkt

Wir treffen uns am Sonntagmorgen ab 9.30 Uhr im Gemeindehaus. Diejenigen, die als erste mit dem Auto zur Kirche kommen, können auf dem Gemeindeparkplatz vor der Superintendentur parken (Auffahrt hinter der Bushaltestelle Herzog-Arenberg-Straße gegenüber dem Hotel Pöker). Wenn dieser Parkplatz belegt ist (12 Plätze), müssen die anderen ausweichen. Dabei kann der Parkplatz des ehemaligen Kreiswehrersatzamtes wohl nicht mehr genutzt werden. Am Sonntag kann man in der Bahnhofstraße kostenlos parken. Eine weitere Möglichkeit ist der Bereich der Hafenstraße. Von dort aus erreicht man die Gustav-Adolf-Kirche schnell zu Fuß, wenn man beim Blumenhaus Moss die Fußgängerbrücke nutzt.

Wenn alles klappt, werden wir zum Gottesdienstbeginn um 10.00 Uhr in die Kirche einziehen. Die (Ehe-)Partner dürfen die Jubilare beim Einzug gern begleiten und mit vorn in den ersten reservierten Reihen sitzen.

Einsegnung und Abendmahl

Nach der Predigt werden die Jubilare gebeten nach vorn zu kommen wie bei der Konfirmation damals. Ich verlese die Urkunden und spreche Ihnen unter Handauflegung Gottes Segen zu. Knien müssen Sie nicht, weil ich denke, dass den Älteren unter den Jubilaren das Aufstehen schwer fallen würde. Wir feiern in diesem Festgottesdienst auch das Abendmahl, zu dem ausdrücklich alle eingeladen sind - auch über Konfessionsgrenzen hinweg - , denn es ist Jesus Christus, der uns zu seinem Tisch ruft.

Kirchenkaffee, Mittagessen und Zusammenkunft am Nachmittag

Nach dem Gottesdienst gibt es wie üblich im Gemeindehaus Kirchenkaffee. Um das Mittagessen kümmert sich bitte jeder selbst. Wir laden Sie dann wieder fürs Kaffeetrinken um 15.00 Uhr ins Gemeindehaus ein. Da soll es auch um den Austausch von Erinnerungen gehen. Deshalb ist es schön, wenn der eine oder andere seine Konfirmationsurkunde oder andere Unterlagen mitbringt (Kleiner Katechismus, Gesangbuch, Hausaufgabenheft etc.). Wir haben im Gemeindehaus die Möglichkeit, diese Dinge zu fotografieren oder einzuscannen, um sie dann allen mit einem Beamer zeigen zu können. Außerdem möchte ich Ihnen einen kleinen Einblick geben, wie ich den Konfirmandenunterricht heute gestalte. Spätestens gegen 17.30 Uhr werden wir uns dann wieder voneinander verabschieden.

Wochenspruch:

Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott. (Micha 6, 8)

Wochenlieder:

Wohl denen, die da wandeln (EG 295 (nicht in Rev. 2014)
Rev. 2014: Es kennt der Herr die Seinen (EG 358)
Rev. 2014: Meinem Gott gehört die Welt (EG 408)

Lieder für den Gottesdienst


  • Einzug der Jubilare, dazu musikalisches Vorspiel
  • Begrüßung und Abkündigungen
  • 1. Lied 445, 1.2.4 Gott des Himmels und der Erden
  • Psalmgebet 720 Befiehl dem Herrn deine Wege
  • Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist
  • Kyrie eleison
  • Gruß und Eingangsgebet
  • Epistellesung und Halleluja
  • 2. Lied 295,1-4 Wohl denen, die da wandeln
  • Predigt
  • 3. Lied 329,1-3 Bis hierher hat mich Gott gebracht
  • Einsegnung der Jubilare
  • 4. Lied 320,1-5 Nun lasst uns Gott, dem Herren
  • Abendmahl
  • 5. Lied 398,1-2 In dir ist Freude
  • Fürbitte
  • Segen
  • Musikalisches Nachspiel
  • Auszug aus der Kirche


Epistel 1. Thess 4, 1-8

Weiter, liebe Schwestern und Brüder, bitten und ermahnen wir euch in dem Herrn Jesus, da ihr von uns empfangen habt, wie ihr leben sollt, um Gott zu gefallen, was ihr ja auch tut -, dass ihr darin immer vollkommener werdet. 2 Denn ihr wisst, welche Gebote wir euch gegeben haben durch den Herrn Jesus. 3 Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, dass ihr meidet die Unzucht 4 und ein jeder von euch seine eigene Frau zu gewinnen suche in Heiligkeit und Ehrerbietung, 5 nicht in gieriger Lust wie die Heiden, die von Gott nichts wissen. 6 Niemand gehe zu weit und übervorteile seinen Bruder im Handel; denn der Herr ist ein Richter über das alles, wie wir euch schon früher gesagt und bezeugt haben. 7 Denn Gott hat uns nicht berufen zur Unreinheit, sondern zur Heiligung. 8 Wer das nun verachtet, der verachtet nicht Menschen, sondern Gott, der seinen heiligen Geist in euch gibt.

Evangelium Mk 10, 2-9 (10-16) 

Das Evangelium werden wir höchstwahrscheinlich nicht hören.
Und Pharisäer traten zu ihm und fragten ihn, ob ein Mann sich scheiden dürfe von seiner Frau; und sie versuchten ihn damit. 3 Er antwortete aber und sprach zu ihnen: Was hat euch Mose geboten? 4 Sie sprachen: Mose hat zugelassen, einen Scheidebrief zu schreiben und sich zu scheiden. 5 Jesus aber sprach zu ihnen: Um eures Herzens Härte willen hat er euch dieses Gebot geschrieben; 6 aber von Beginn der Schöpfung an hat Gott sie geschaffen als Mann und Frau. 7 Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und wird an seiner Frau hängen, 8 und die zwei werden ein Fleisch sein. So sind sie nun nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. 9 Was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden.

10 Und daheim fragten ihn abermals seine Jünger danach. 11 Und er sprach zu ihnen: Wer sich scheidet von seiner Frau und heiratet eine andere, der bricht ihr gegenüber die Ehe; 12 und wenn sich eine Frau scheidet von ihrem Mann und heiratet einen andern, bricht sie ihre Ehe.

13 Und sie brachten Kinder zu ihm, damit er sie anrühre. Die Jünger aber fuhren sie an. 14 Als es aber Jesus sah, wurde er unwillig und sprach zu ihnen: Lasst die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solchen gehört das Reich Gottes. 15 Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. 16 Und er herzte sie und legte die Hände auf sie und segnete sie.

Alttestamentlicher Text 1. Mose 8, 18-22 (= Gen 8, 18-22)

15 Da redete Gott mit Noah und sprach: 16 Geh aus der Arche, du und deine Frau, deine Söhne und die Frauen deiner Söhne mit dir. 17 Alles Getier, das bei dir ist, von allem Fleisch, an Vögeln, Vieh und allem Gewürm, das auf Erden kriecht, das gehe heraus mit dir, dass sie sich regen auf Erden und fruchtbar seien und sich mehren auf Erden. 18 So ging Noah heraus mit seinen Söhnen und mit seiner Frau und den Frauen seiner Söhne, 19 dazu alle wilden Tiere, alles Vieh, alle Vögel und alles Gewürm, das auf Erden kriecht; das ging aus der Arche, ein jedes mit seinesgleichen.

20 Noah aber baute dem Herrn einen Altar und nahm von allem reinen Vieh und von allen reinen Vögeln und opferte Brandopfer auf dem Altar. 21 Und der Herr roch den lieblichen Geruch und sprach in seinem Herzen: Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen; denn das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf. Und ich will hinfort nicht mehr schlagen alles, was da lebt, wie ich getan habe. 22 Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.

9, 12 Und Gott sprach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich geschlossen habe zwischen mir und euch und allem lebendigen Getier bei euch auf ewig: 13 Meinen Bogen habe ich in die Wolken gesetzt; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde. 14 Und wenn es kommt, dass ich Wetterwolken über die Erde führe, so soll man meinen Bogen sehen in den Wolken. 15 Alsdann will ich gedenken an meinen Bund zwischen mir und euch und allem lebendigen Getier unter allem Fleisch, dass hinfort keine Sintflut mehr komme, die alles Fleisch verderbe. 16 Darum soll mein Bogen in den Wolken sein, dass ich ihn ansehe und gedenke an den ewigen Bund zwischen Gott und allem lebendigen Getier unter allem Fleisch, das auf Erden ist. 17 Und Gott sagte zu Noah: Das sei das Zeichen des Bundes, den ich aufgerichtet habe zwischen mir und allem Fleisch auf Erden.


Predigtidee

Der alttestemantliche Text legt die Frage nahe, wie es heute um unsere Welt bestellt ist. Gott hatte in der Urzeit versucht, die Feldentwicklung der Menschheit mit der Sintflut zu stoppen. "Da reute es Gott, dass er die Menschen gemacht hatte auf Erden, und es bekümmerte ihn in seinem Herzen und er sprach: Ich will die Menschen, die ich geschaffen habe, vertilgen von der Erde ..." (Gen 6,6-7) Gottlob - so muss man es wortwörtlich sagen - gottlob war Gott nicht so radikal vorgegangen, wie er es in diesem Satz sagt. Noah und seine Familie sollte verschont bleiben, denn "Noah war ein frommer Mann und ohne Tadel zu seinen Zeiten; er wandelte mit Gott". (Gen 6,9) Doch auch Noah und seine Familie zählt zu den Menschen. Und so muss Gott auch nach der Sintflut feststellen: "...das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf ..." (Gen 8,21)

Doch diesmal zieht er eine andere Schlussfolgerung: "Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen ... Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht." (Gen 8,21f)

Diese Zusage Gottes ist die Brücke, über die wir Menschen gehen müssen, wenn wir unsere Erde nicht zu Grunde richten wollen.

Die Frage ist jetzt: Was wurde zu diesem Thema vor 50 und mehr Jahren gesagt, was kommt davon heute im Konfirmandenunterricht vor. Die Antwort, die Jugendliche auch heute lernen können, gibt der Wochenspruch vor:

Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott. (Micha 6, 8)

Donnerstag, 12. Oktober 2017

19. Sonntag nach Trinitatis

22. Oktober 2017


Im Evangelischen Gesangbuch findet man die Texte zum 19. Sonntag nach Trinitatis unter der Nummer 954.63. Digital findet man alles auf der Seite "Das Kirchenjahr".

Die Farben des Kirchenjahres lassen sich in dieser Grafik finden. Den liturgischen Kalender bieten die bayrischen Landeskirche und die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands an.

Für alle zitierten Bibeltexte gilt: Lutherbibel 1984, © Deutsche Bibelgesellschaft

Wochenspruch:

Heile du mich, Herr, so werde ich heil. Hilf du mir, so ist mir geholfen. (Jer 17, 14)

Wochenlieder:

Nun lasst uns Gott, dem Herren, Dank sagen (EG 320 - nicht in Rev. 2014)
Rev. 2014: Ich singe dir mit Herz und Mund (EG 324)
Rev. 2014: Herr, du hast mich angerührt (EG 383)
Rev. 2014: Da wohnt ein Sehnen tief in uns (Singt Jubilate 128)

Lieder für den Gottesdienst

folgen in den nächsten Tagen - ich denke, dass wir auch Lieder aus dem Jugendbereich nehmen, da Konfirmanden im Gottesdienst sein werden.

Mehr oder weniger traditionelle Liedvorschläge insgesamt finden sich auf der Seite "Das Kirchenjahr".

Epistel Eph 4, 22-32

Wahrscheinlich werden wir diesen Text weglassen, damit wir die Konfirmanden (s.u. Predigtidee) mit in den Gottesdienst einbinden können. 

Legt von euch ab den alten Menschen mit seinem früheren Wandel, der sich durch trügerische Begierden zugrunde richtet. 23 Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn 24 und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.
25 Darum legt die Lüge ab und redet die Wahrheit, ein jeder mit seinem Nächsten, weil wir untereinander Glieder sind. 26 Zürnt ihr, so sündigt nicht; lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen, 27 und gebt nicht Raum dem Teufel. 28 Wer gestohlen hat, der stehle nicht mehr, sondern arbeite und schaffe mit eigenen Händen das nötige Gut, damit er dem Bedürftigen abgeben kann. 29 Lasst kein faules Geschwätz aus eurem Mund gehen, sondern redet, was gut ist, was erbaut und was notwendig ist, damit es Segen bringe denen, die es hören. 30 Und betrübt nicht den heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt seid für den Tag der Erlösung. 31 Alle Bitterkeit und Grimm und Zorn und Geschrei und Lästerung seien fern von euch samt aller Bosheit. 32 Seid aber untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem andern, wie auch Gott euch vergeben hat in Christus.

Evangelium Mk 2, 1-12

Und nach einigen Tagen ging er wieder nach Kapernaum; und es wurde bekannt, dass er im Hause war. 2 Und es versammelten sich viele, so dass sie nicht Raum hatten, auch nicht draußen vor der Tür; und er sagte ihnen das Wort. 3 Und es kamen einige zu ihm, die brachten einen Gelähmten, von vieren getragen. 4 Und da sie ihn nicht zu ihm bringen konnten wegen der Menge, deckten sie das Dach auf, wo er war, machten ein Loch und ließen das Bett herunter, auf dem der Gelähmte lag. 5 Als nun Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gelähmten: Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben. 6 Es saßen da aber einige Schriftgelehrte und dachten in ihren Herzen: 7 Wie redet der so? Er lästert Gott! Wer kann Sünden vergeben als Gott allein? 8 Und Jesus erkannte sogleich in seinem Geist, dass sie so bei sich selbst dachten, und sprach zu ihnen: Was denkt ihr solches in euren Herzen? 9 Was ist leichter, zu dem Gelähmten zu sagen: Dir sind deine Sünden vergeben, oder zu sagen: Steh auf, nimm dein Bett und geh umher? 10 Damit ihr aber wisst, dass der Menschensohn Vollmacht hat, Sünden zu vergeben auf Erden - sprach er zu dem Gelähmten: 11 Ich sage dir, steh auf, nimm dein Bett und geh heim! 12 Und er stand auf, nahm sein Bett und ging alsbald hinaus vor aller Augen, so dass sie sich alle entsetzten und Gott priesen und sprachen: Wir haben so etwas noch nie gesehen.

Predigttext 2. Mose 34, 4-10

Und Mose hieb zwei steinerne Tafeln zu, wie die ersten waren, und stand am Morgen früh auf und stieg auf den Berg Sinai, wie ihm der HERR geboten hatte, und nahm die zwei steinernen Tafeln in seine Hand. 5 Da kam der HERR hernieder in einer Wolke, und Mose trat daselbst zu ihm und rief den Namen des HERRN an. 6 Und der HERR ging vor seinem Angesicht vorüber, und er rief aus: HERR, HERR, Gott, barmherzig und gnädig und geduldig und von großer Gnade und Treue, 7 der da Tausenden Gnade bewahrt und vergibt Missetat, Übertretung und Sünde, aber ungestraft lässt er niemand, sondern sucht die Missetat der Väter heim an Kindern und Kindeskindern bis ins dritte und vierte Glied!a 8 Und Mose neigte sich eilends zur Erde und betete an 9 und sprach: Hab ich, HERR, Gnade vor deinen Augen gefunden, so gehe der Herr in unserer Mitte, denn es ist ein halsstarriges Volk; und vergib uns unsere Missetat und Sünde und lass uns dein Erbbesitz sein. 10 Und der HERR sprach: Siehe, ich will einen Bund schließen: Vor deinem ganzen Volk will ich Wunder tun, wie sie nicht geschehen sind in allen Landen und unter allen Völkern, und das ganze Volk, in dessen Mitte du bist, soll des HERRN Werk sehen; denn wunderbar wird sein, was ich an dir tun werde.

Predigtidee

Am Freitag und Samstag vorher bin ich mit den Konfis und den jugendlichen Teamern zur ersten Freizeit in Papenburg. Thema: Martin Luther und die Reformation. Wer Lust hat, kann ja mal sein eigenes Wissen über die Reformation testen: Martin Luther - ein Quiz. Die Jugendlichen werden dann ihr Wissen mit diesen Informationen auffüllen: Wer war Martin Luther? Gegen Ende der Freizeit gibt es die Aufgabe, dass die Jugendlichen eigene Thesen - 95 ? - formulieren sollen, wie Kirche heute aussehen könnte. Diese Thesen wollen wir dann sichtbar im Gottesdienstraum aufhängen und im Gottesdienst bedenken.

Der Text aus 2. Mose 34 nimmt u.a. die Zehn Gebote in den Blick. In der neuen Auseinandersetzung mit diesen Texten könnten wir durchaus Grundlagen für unser Leben gewinnen, die dem Miteinander förderlich sind - in der Familie, im Freundekreis, in der Schule, in unserem Land, auf der ganzen Erde. - Mal sehn, was mir noch alles einfällt.

Umsetzung für die Predigt

Angefangen habe ich mit dem Wochenspruch "Heile du mich, Herr, so werde ich heil. Hilf du mir, so ist mir geholfen." (Jer 17, 14) und mit der Geschichte von der Heilung des Lahmen. Nach der Erwartung aller - des Gelähmten, seiner Freunde, der Zuhörer, aber auch der Predigthörer - geht es in erster Linie um eine Krankenheilung. Der klare Blick in den Text macht deutlich, dass Jesus einen völlig anderen Akzent setzt: "Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben." Das gerechte Verhältnis zu Gott ist viel wichtiger als die Gesundheit, von der wir so oft sagen, sie sei das höchste Gut. 

Das ist der Anknüpfungspunkt zum Thema "Martin Luther und die Reformation", das mit den Konfirmanden in den beiden vorangegangenen Tagen thematisiert wurde. "Wie bekomme ich einen gerechten Gott?", so hatte Luther gefragt, und gleich hinzugefügt: "Einen Gott, den ich lieben kann und der mich liebt." Die Antwort gibt das Evangelium: Indem wir uns die Vergebung der Sünden von Jesus Christus, dem Sohn Gottes zusprechen lassen. 

Wenn wir diesen Schritt im Glauben gegangen sind, können wir fragen, welche Konsequenzen das nach sich zieht. In der biblischen Geschichte folgt der seelischen Heilung die körperliche: "Ich sage dir, steh auf, nimm dein Bett und geh heim!" Für uns kann der alttestamentliche Text aus dem 2. Buch Mose einen Fingerzeig geben. Mose steigt ein zweites Mal auf den Berg Sinai, damit er die Zehn Gebote ein weiteres Mal empfängt, weil die ersten Steintafeln ja zerschmettert wurden, als Mose das Volk ums Goldene Kalb tanzen ließ. Wenn wir diese Gebote nicht uns der dem Blickwinkel der Anordnung oder des Verbotes verstehen, wenn wir vielmehr mit Ernst Lange die Freiheit zum Leben entdecken, die in diesen Sätzen steckt, dann sind wir einen großen Schritt weiter. Für die Jugendlichen - natürlich auch die Erwachsenen - habe ich Langes Ansatz immer mit dem Satz umschrieben: "Du hast es nicht nötig ..."

Wenn wir mit den Worten des Ersten Gebotes bekennen, dass Gott der Herr der alleinige und einzige Gott für uns ist, dann haben wir es nicht mehr nötig, nach "Götzen" Ausschau zu halten. Wenn Gott uns sagt "Du sollst nicht töten.", dann haben wir es nicht nötig, den anderen fertig zu machen. Wenn Gott uns sagt "Du sollst nicht begehren ...", dann haben wir es nicht mehr nötig auf andere neidisch zu sein. Auf diese Weise kann man alle Gebote durchdeklinieren. 

Die Konfirmanden hatte auf der Freizeit versucht, eigene Thesen für die "Reformation" der Kirche in der Gegenwart aufzustellen. Nachdem wir auf das Wort Gottes hören, sollten wir uns auch mit diesen Ideen beschäftigen, denn in ihrer unverblümten Art legen die Jugendlichen den Finger in manche kirchliche Wunde.