Sonntag, 23. Januar 2022

3. Sonntag nach Epiphanias 2022

23. Januar 2022

Der 3. Sonntag nach Epiphanias ist der letzte in der nachweihnachtlichen Zeit, den ich Leite. Krippe, Stern und Tannenbaum stehen noch in der Kirche - und werden hier auch noch bis zum letzten Sonntag nach Epiphanias bleiben. Ich nehme dies zum Anlass, noch einmal die ganze Weihnachts- und Epiphaniaszeit gottesdienstlich Revue passieren zu lassen. Lieder, Texte und Bilder erzählen die ganzen Geschichten. 


Herzlich willkommen!
Es werden kommen von Osten und von Westen,
von Norden und von Süden,
die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes.
(Lk 13, 29)

EG 288,1-2 Nun jauchzt dem Herren

1 Nun jauchzt dem Herren, alle Welt! Kommt her, zu seinem Dienst euch stellt, kommt mit Frohlocken, säumet nicht, kommt vor sein heilig Angesicht.

2 Erkennt, dass Gott ist unser Herr, der uns erschaffen ihm zur Ehr, und nicht wir selbst: durch Gottes Gnad ein jeder Mensch sein Leben hat.

Psalm 71 HERR, ich traue auf dich … EG 732

HERR, ich traue auf dich,
lass mich nimmermehr zuschanden werden.
Errette mich durch deine Gerechtigkeit und hilf mir heraus,
neige deine Ohren zu mir und hilf mir!
Sei mir ein starker Hort, zu dem ich immer fliehen kann, /
der du zugesagt hast, mir zu helfen;
Denn du bist meine Zuversicht, HERR, mein Gott,
meine Hoffnung von meiner Jugend an.
Verwirf mich nicht in meinem Alter,
verlass mich nicht, wenn ich schwach werde.
Du lässest mich erfahren viele und große Angst
und tröstest mich wieder.
Meine Lippen und meine Seele, die du erlöst hast,
sollen fröhlich sein und dir lobsingen.

EG 52 Wisst ihr noch, wie es geschehen?

1 Wisst ihr noch, wie es geschehen? Immer werden wir's erzählen: wie wir einst den Stern gesehen mitten in der dunklen Nacht, mitten in der dunklen Nacht.

2 Stille war es um die Herde. Und auf einmal war ein Leuchten und ein Singen ob der Erde, dass das Kind geboren sei, dass das Kind geboren sei!

3 Eilte jeder, dass er's sähe arm in einer Krippen liegen. Und wir fühlten Gottes Nähe. Und wir beteten es an, und wir beteten es an.

4 Könige aus Morgenlanden kamen reich und hoch geritten, dass sie auch das Kindlein fanden. Und sie beteten es an, und sie beteten es an.

5 Und es sang aus Himmelshallen: Ehr sei Gott! Auf Erden Frieden! Allen Menschen Wohlgefallen, Gottes Gnade allem Volk, Gottes Gnade allem Volk!

6 Immer werden wir's erzählen, wie das Wunder einst geschehen und wie wir den Stern gesehen mitten in der dunklen Nacht, mitten in der dunklen Nacht.

Zusammenfassung der Sonntage seit Weihnachten

Weihnachten - Hirten - Könige - Stern

1. Sonntag nach Epiphanias - Taufe Jesu

Und als Jesus getauft war, stieg er alsbald herauf aus dem Wasser. Und siehe, da tat sich ihm der Himmel auf, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabfahren und über sich kommen. Und siehe, eine Stimme vom Himmel herab sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. (Mt 3,16f)

2. Sonntag nach Epiphanias - Hochzeit zu Kana

Jesus verwandelt das Wasser in Wein - wenn die Gottesherrschaft anbricht, dann ist das ein Grund, ein fröhliches Fest zu feiern. 

Dazu aus dem Gottesdienst mit kleinen und großen Leuten die Stichworte, was zu einem glücklichen und festlichem Leben gehört: 

  • Innere Ruhe und Gelassenheit 
  • sich mit Freunden treffen 
  • meine Familien 
  • wenn ich sehe dass es meinen lieben gut geht 
  • wenn ich meine Freunde sehe 
  • Jesus ist mein herz 
  • wenn ich Schlagzeug spiele 
  • wenn sich meine Träume und Wünsche verwirklichen lassen 
  • die Familie und Freunde 
  • wenn ich mit meinen Freunden Fußball Kicker Spiele 
  • wenn ich jemandem helfe bin ich glücklic ich brauche nicht viel 
  • Freunde und Gott 
  • im Kreis der Familie 
  • Frieden 
  • Gemeinschaft 
  • Freundlichkeit 
  • harmony 
  • Lachen 
  • Musik 
  • ich fühle mich glücklich wenn ich weiß dass es allen meinen lieben gut geht 
  • wenn ich gelassen bin 
  • Gottes Liebe Annahme Führung
  • wenn ich das Leben so annehme

EG 66 Jesus ist kommen

1 Jesus ist kommen, Grund ewiger Freude; A und O, Anfang und Ende steht da. Gottheit und Menschheit vereinen sich beide; Schöpfer, wie kommst du uns Menschen so nah! Himmel und Erde, erzählet's den Heiden: Jesus ist kommen, Grund ewiger Freuden.

2 Jesus ist kommen, nun springen die Bande, Stricke des Todes, die reißen entzwei. Unser Durchbrecher ist nunmehr vorhanden; er, der Sohn Gottes, der machet recht frei, bringet zu Ehren aus Sünde und Schande; Jesus ist kommen, nun springen die Bande.

9 Jesus ist kommen, sagt's aller Welt Enden. Eilet, ach eilet zum Gnadenpanier! Schwöret die Treue mit Herzen und Händen. Sprechet: wir leben und sterben mit dir. Amen, o Jesu, du wollst uns vollenden. Jesus ist kommen, sagt's aller Welt Enden.

Es werden kommen ...

Es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes. (Lk 13, 29)

Die Geschichten für den 3. Sonntag nach Epiphanias, die erzählen, welche Menschen zu Jesus gekommen sind. 

Jesus und die Samariterin

Jesus kam in eine Stadt Samariens, die heißt Sychar … Weil nun Jesus müde war von der Reise, setzte er sich am Brunnen nieder ... 7 Da kommt eine Frau aus Samarien, um Wasser zu schöpfen. Jesus spricht zu ihr: Gib mir zu trinken! … 9 Da spricht die samaritische Frau zu ihm: Wie, du bittest mich um etwas zu trinken, der du ein Jude bist und ich eine samaritische Frau? … - 10 Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wenn du erkenntest die Gabe Gottes und wer der ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken!, du bätest ihn, und der gäbe dir lebendiges Wasser.

11 Spricht zu ihm die Frau: … woher hast du … lebendiges Wasser? 12 Bist du mehr als unser Vater Jakob, der uns diesen Brunnen gegeben hat? … 13 Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wer von diesem Wasser trinkt, den wird wieder dürsten; …

… 14 wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm eine Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt. …

28 Da ließ die Frau ihren Krug stehen und ging hin in die Stadt und spricht zu den Leuten: 29 Kommt, seht einen Menschen, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe, ob er nicht der Christus sei!

Joh 7,38 Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.

Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. Offenbarung 21,6 - Jahreslosung 2018

Jesus und der Hauptmann von Kapernaum

Als aber Jesus nach Kapernaum hineinging, trat ein Hauptmann zu ihm; der bat ihn 6 und sprach: Herr, mein Knecht liegt zu Hause und ist gelähmt und leidet große Qualen. 7 Jesus sprach zu ihm: Ich will kommen und ihn gesund machen. 

8 Der Hauptmann antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht wert, dass du unter mein Dach gehst, sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund. 9 Denn auch ich bin ein Mensch, der Obrigkeit untertan, und habe Soldaten unter mir; und wenn ich zu einem sage: Geh hin!, so geht er; und zu einem andern: Komm her!, so kommt er; und zu meinem Knecht: Tu das!, so tut er's. 

10 Als das Jesus hörte, wunderte er sich und sprach zu denen, die ihm nachfolgten: Wahrlich, ich sage euch: Solchen Glauben habe ich in Israel bei keinem gefunden! 11 Aber ich sage euch: Viele werden kommen von Osten und von Westen und mit Abraham und Isaak und Jakob im Himmelreich zu Tisch sitzen; 12 aber die Kinder des Reichs werden hinausgestoßen in die Finsternis; da wird sein Heulen und Zähneklappern. 

13 Und Jesus sprach zu dem Hauptmann: Geh hin; dir geschehe, wie du geglaubt hast. Und sein Knecht wurde gesund zu derselben Stunde.

Viele werden kommen von Osten und von Westen und mit Abraham und Isaak und Jakob im Himmelreich zu Tisch sitzen; 12 aber die Kinder des Reichs werden hinausgestoßen in die Finsternis; da wird sein Heulen und Zähneklappern. 

Noomi und Rut

Nachdem der Ehemann und die Söhne gestorben sind, will Noomi zurück nach Israel. Ihren Schwiegertöchtern rät sie, in ihrer Heimat, in Moab zu bleiben. 

Und Orpa küsste ihre Schwiegermutter, Rut aber blieb bei ihr. 15 Sie aber sprach: Siehe, deine Schwägerin ist umgekehrt zu ihrem Volk und zu ihrem Gott; kehre auch du um, deiner Schwägerin nach. 

16 Rut antwortete: Rede mir nicht ein, dass ich dich verlassen und von dir umkehren sollte. Wo du hingehst, da will ich auch hingehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott. 17 Wo du stirbst, da sterbe ich auch, da will ich auch begraben werden. Der HERR tue mir dies und das, nur der Tod wird mich und dich scheiden. 18 Als sie nun sah, dass sie festen Sinnes war, mit ihr zu gehen, ließ sie ab, ihr zuzureden. 19 So gingen die beiden miteinander, bis sie nach Bethlehem kamen.

Rut heiratet Boas. Sie bekommen einen Sohn Obed. Der ist der Vater von Isai. Und Isai der Vater von König David.

Naaman wird vom Aussatz befreit

Naaman, der Feldhauptmann des Königs von Aram, war ein trefflicher Mann vor seinem Herrn und wert gehalten; denn durch ihn gab der HERR den Aramäern Sieg. 

Und er war ein gewaltiger Mann, jedoch aussätzig. 

Eine Kriegsgefangene aus Israel: Ach, dass mein Herr wäre bei dem Propheten Elisa in Samaria!

9 So kam Naaman mit Rossen und Wagen und hielt vor der Tür am Hause Elisas. 10 Da sandte Elisa einen Boten zu ihm und ließ ihm sagen: Geh hin und wasche dich siebenmal im Jordan, so wird dir dein Fleisch wieder heil und du wirst rein werden. 

11 Da wurde Naaman zornig und zog weg und sprach: Ich meinte, er selbst sollte zu mir herauskommen und hertreten und den Namen des HERRN, seines Gottes, anrufen und seine Hand hin zum Heiligtum erheben und mich so von dem Aussatz befreien. … 13 Da machten sich seine Diener an ihn heran, redeten mit ihm und sprachen: Lieber Vater, wenn dir der Prophet etwas Großes geboten hätte, hättest du es nicht getan? Wieviel mehr, wenn er zu dir sagt: Wasche dich, so wirst du rein!

14 Da stieg er ab und tauchte unter im Jordan siebenmal, wie der Mann Gottes geboten hatte. Und sein Fleisch wurde wieder heil wie das Fleisch eines jungen Knaben, und er wurde rein. 

Diese vier Geschichten spiegeln die Anziehungskraft des jüdischen und Christlichen Glaubens wieder. Wo stehen wir heute? In westlichen Industriestaaten ist der Anteil der religiös nicht gebundenen Menschen sehr hoch. Erschüttert durch Skandale verlieren die Kirchen im westlichen Europa seit Jahren ihre Mitglieder. Und da die sog. Christlichen Gesellschaften in Europa überaltert sind, sterben mehr Christen als durch Geburt dazukommen. 

Was haben unsere Kirchen in der Öffentlichkeit noch zu sagen, wo sind sie vernehmbar?

Matthäus 17,1-9 Verklärung Jesu auf dem Berg

Und nach sechs Tagen nahm Jesus mit sich Petrus und Jakobus und Johannes, dessen Bruder, und führte sie allein auf einen hohen Berg. Und er wurde verklärt vor ihnen, und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden weiß wie das Licht. 

Und siehe, da erschienen ihnen Mose und Elia; die redeten mit ihm.

Petrus aber fing an und sprach zu Jesus: Herr, hier ist gut sein! Willst du, so will ich hier drei Hütten bauen, dir eine, Mose eine und Elia eine. Als er noch so redete, siehe, da überschattete sie eine lichte Wolke. Und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: 

Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr hören!

Als das die Jünger hörten, fielen sie auf ihr Angesicht und erschraken sehr. Jesus aber trat zu ihnen, rührte sie an und sprach: Steht auf und fürchtet euch nicht! Als sie aber ihre Augen aufhoben, sahen sie niemand als Jesus allein. Und als sie vom Berge hinabgingen, gebot ihnen Jesus und sprach: Ihr sollt von dieser Erscheinung niemandem sagen, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden ist.

Schon bei der Taufe Jesu hatte Gott gesprochen: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe ... Jetzt fügt er hinzu: ... den sollt ihr hören!

Damit ist alles gesagt!

EG 72 O Jesu Christe, wahres Licht

1 O Jesu Christe, wahres Licht, erleuchte, die dich kennen nicht, und bringe sie zu deiner Herd, dass ihre Seel auch selig werd.

2 Erfülle mit dem Gnadenschein, die in Irrtum verführet sein, auch die, so heimlich ficht noch an in ihrem Sinn ein falscher Wahn;

3 und was sich sonst verlaufen hat von dir, das suche du mit Gnad und ihr verwund't Gewissen heil, lass sie am Himmel haben teil.

EG 71,1.2.6 O König aller Ehren

1 O König aller Ehren, Herr Jesu, Davids Sohn, dein Reich soll ewig währen, im Himmel ist dein Thron; hilf, dass allhier auf Erden den Menschen weit und breit dein Reich bekannt mög werden zur Seelen Seligkeit.

2 Von deinem Reich auch zeugen die Leut aus Morgenland; die Knie sie vor dir beugen, weil du ihn' bist bekannt. Der neu Stern auf dich weiset, dazu das göttlich Wort. Drum man zu Recht dich preiset, dass du bist unser Hort.

6 Du wollst in mir entzünden dein Wort, den schönen Stern, dass falsche Lehr und Sünden sein meinem Herzen fern. Hilf, dass ich dich erkenne und mit der Christenheit dich meinen König nenne jetzt und in Ewigkeit.

O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit


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Sonntag, 9. Januar 2022

1. Sonntag nach Epiphanias 2022

9. Januar 2022

Evangelisches Gesangbuch

Im Evangelischen Gesangbuch findet man die Texte zum 1. Sonntag nach Epiphanias unter der Nummer 954.14. Digital findet man alles auf der Seite "Das Kirchenjahr".

Die Farben des Kirchenjahres lassen sich in dieser Grafik finden. Den liturgischen Kalender bieten die bayrischen Landeskirche und die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands an.

Für alle zitierten Bibeltexte gilt: Lutherbibel 1984, © Deutsche Bibelgesellschaft

Wochenspruch:

Die der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. (Röm 8, 14)

Wochenlieder:

  • Christus, das Licht der Welt (EG 410)
  • Du höchstes Licht, ewiger Schein (EG 441)

Lieder für den Gottesdienst 

  • 66,1+5 Jesus ist kommen, Grund ewiger Freude
  • 719 Psalm 36 
  • 200,1+4 Ich bin getauft auf deinen Namen
  • 72,1-3 O Jesu Christe, wahres Licht
  • 74,1+4 Du Morgenstern, du Licht vom Licht
  • 44 O du fröhliche

Psalm 36 

6 HERR, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist,
und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen.
7 Deine Gerechtigkeit steht wie die Berge Gottes /
und dein Recht wie die große Tiefe.
HERR, du hilfst Menschen und Tieren.
8 Wie köstlich ist deine Güte, Gott,
dass Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben!
9 Sie werden satt von den reichen Gütern deines Hauses,
und du tränkst sie mit Wonne wie mit einem Strom.
10 Denn bei dir ist die Quelle des Lebens,
und in deinem Lichte sehen wir das Licht.

Evangelium Mt 3,13-17 JESU TAUFE

13 Zu der Zeit kam Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes, dass er sich von ihm taufen ließe. 14 Aber Johannes wehrte ihm und sprach: Ich bedarf dessen, dass ich von dir getauft werde, und du kommst zu mir? 15 Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: Lass es jetzt geschehen! Denn so gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen. Da ließ er’s geschehen.

16 Und als Jesus getauft war, stieg er alsbald herauf aus dem Wasser. Und siehe, da tat sich ihm der Himmel auf, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabfahren und über sich kommen. 17 Und siehe, eine Stimme vom Himmel herab sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.

Predigt Jesaja 42,1-9 - DER KNECHT GOTTES - DAS LICHT DER WELT

In großen Zeitsprüngen nehmen wir wahr, wie Jesus erwachsenen wird. Gerade noch haben wir Weihnachten gefeiert - Krippe und Tannenbaum stehen hier in der Kirche und werden bis zum 30. Januar stehen bleiben - , Donnerstag, am Epiphaniastag, haben wir die Geschichte von den Weisen aus dem Morgenland gehört, die nach Jerusalem kamen, das Kind anzubeten, und heute steht die Taufe Jesu im Mittelpunkt. Anfang 30 wird er gewesen sein, als er von Johannes im Jordan getauft wurde. Für die damalige Zeit durchaus kein junger Mann mehr, sondern einer, der normalerweise in der Mitte seines Lebens stand oder diese auch schon überschritten hatte.

Für jeden, der sich bewusst taufen lässt, ist das ein einschneidendes Ereignis im Leben. Für Jesus muss es ein ganz besonderes gewesen sein, denn bei seiner Taufe hörte er Gottes Stimme: “Du bist mein lieber Sohn” - so überliefern es die Evangelisten Markus und Lukas. Matthäus geht einen Schritt weiter. “Dies ist mein lieber Sohn.” Damit hören es alle, die bei der Taufe anwesend waren. 

Der Evangelist Johannes formuliert so ähnlich wie Matthäus. Der Evangelist lässt den Täufer sagen: “32 … Ich sah, dass der Geist herabfuhr wie eine Taube vom Himmel und blieb auf ihm. 33 Und ich kannte ihn nicht. Aber der mich gesandt hat zu taufen mit Wasser, der sprach zu mir: Auf welchen du siehst den Geist herabfahren und auf ihm bleiben, der ist's, der mit dem Heiligen Geist tauft. 34 Und ich habe es gesehen und bezeugt: Dieser ist Gottes Sohn.” (Joh 1,32ff)

Mit seiner Taufe stellt sich Jesus einerseits ganz an die Seite von uns Menschen. Als der Täufer Johannes zögert, Jesus zu taufen, da antwortet der ihm: “Lass es jetzt geschehen! Denn so gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen.” Andererseits wird sich Jesus in der Taufe seines göttlichen Auftrags bewusst. Durch die Gabe des Heiligen Geistes - Jesus, und wohl auch die Umstehenden, sehen dies in der Begegnung mit der Taube - durch die Gabe des Heiligen Geistes gehört Jesus ganz auf die Seite Gottes. 

Sicherlich hat er sich als Kind, als Jugendlicher und als junger Erwachsene mit dem Glauben beschäftigt und die schriften des Ersten Testaments gelesen. Er griff bei seinen Predigten des öfteren auf älteres Erzählgut zurück, um es dann neu zu erzählen - die Geschichte vom Reichen Kornbauern findet sich beispielsweise auch bei Jesus Sirach. Aber über seine Gottesbeziehung in ihrer ganzen Tragweite wird sich Jesus erst mit der Taufe klar geworden sein. Nicht umsonst erzählen die ersten drei Evangelien, dass er anschließend für 40 Tage in die Wüste ging, um über das, was vor ihm lag, nachzudenken. 

Auch die Menschen, die Jesus begegneten, wussten nicht sofort, wo und wie sie ihn einordnen mussten. Die einen meinten: “Siehe, dieser Mensch ist ein Fresser und Weinsäufer, ein Freund der Zöllner und Sünder!” (Mt 11,19) Denn Jesus war sich nicht zu schade, gerade zu denen zu gehen, die sonst verachtet waren, eben Zöllner und Sünder. Diese Menschen allerdings erlebten in seiner Gegenwart die Nähe Gottes. Und viele begannen in der Folge, ihr Leben neu zu ordnen. Sicherlich gehörten auch die Fischer am See Genezareth nicht zu denen, die gesellschaftlich besonders angesehen waren. Aber gerade hier berief Jesus seine ersten Jünger. Und Petrus, der allererste, wird später bekennen: “Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn.” 

Nachdem Jesus von den Toten auferstanden war, suchten die Menschen in der Heiligen Schrift, im Ersten Testament nach Hinweisen, die das Leben und Sterben des Sohnes Gottes deuten konnten. Insbesondere beim Propheten Jesaja würden sie fündig. Einer dieser Texte ist der, der für den heutigen Tag als ein weiterer Predigttext vorgesehen ist. Jesaja 42,1-9: 

1 Siehe, das ist mein Knecht – ich halte ihn – und mein Auserwählter, an dem meine Seele Wohlgefallen hat. Ich habe ihm meinen Geist gegeben; er wird das Recht unter die Heiden bringen. 2 Er wird nicht schreien noch rufen, und seine Stimme wird man nicht hören auf den Gassen. 3 Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. In Treue trägt er das Recht hinaus. 4 Er selbst wird nicht verlöschen und nicht zerbrechen, bis er auf Erden das Recht aufrichte; und die Inseln warten auf seine Weisung.

Auch wenn es sich fast von selbst versteht, hier noch einmal die Stichworte, die für die Christen das Leben und Wirken Jesu beschreiben: ein Knecht, einer Dienster, begabt mit Gottes Geist, er schreit nicht auf den Gassen, er trägt vielmehr das Recht Gottes zu den Menschen, er wird die Niedergeschlagenen nicht quälen - und selbst wenn es in der Welt einen anderen Anschein hat, Tod und Kreuz behalten nicht das letzte Wort: Er selbst wird nicht verlöschen und nicht zerbrechen, bis er auf Erden das Recht aufrichte …

In diesen Tagen der Finsternis - und das meine ich im direkten und auch im übertragenen Sinn - in diesen Tagen zünden wir viele Lichter an. Fast könnte man den Eindruck haben, wir wollten dadurch all unsere Sorgen vertreiben. Aber genau von diesem Licht spricht der Prophet dann auch in Gottes Namen: 

… 6 Ich, der HERR, habe dich gerufen in Gerechtigkeit und halte dich bei der Hand und behüte dich und mache dich zum Bund für das Volk, zum Licht der Heiden, 7 dass du die Augen der Blinden öffnen sollst und die Gefangenen aus dem Gefängnis führen und, die da sitzen in der Finsternis, aus dem Kerker. 8 Ich, der HERR, das ist mein Name, ich will meine Ehre keinem andern geben noch meinen Ruhm den Götzen. 

Der Satz, der dann folgt, muss uns aufhorchen lassen: 

9 Siehe, was ich früher verkündigt habe, ist gekommen. 

Konkret für die Zeit des Propheten bedeutete das, dass Israel dunkle Zeiten erlebte, weil man zuvor Gott, sein Wort, sein Gebot links liegen gelassen hatte. Wen interessierte der Heilige Israels noch? Die Rechnung war den Israeliten präsentiert worden. Die äußeren Feinde hatten das Land erobert und die alten Ordnungen zerstört.

9 Siehe, was ich früher verkündigt habe, ist gekommen.

Für die Christen bedeutete dieser Satz: Der von Gott versprochene Retter ist da. In Jesus Christus hat sich erfüllt, was die Propheten angekündigten: Siehe, das ist mein Knecht – ich halte ihn – und mein Auserwählter, an dem meine Seele Wohlgefallen hat. Ich habe ihm meinen Geist gegeben; er wird das Recht unter die Heiden bringen.

Wenn wir die weihnachtliche Botschaft für uns gelten lassen: “Uns ist der Heiland, der Retter geboren, welcher ist Christus, der Herr in der Stadt Davids!”, wenn wir dies gelten lassen, dann können wir auch den letzten Satz Gottes im Mund seines Propheten Jesaja vernehmen: 

So verkündige ich auch Neues; ehe denn es aufgeht, lasse ich’s euch hören.

Wir haben die Botschaft heute gehört. In der Taufe sagt Gott über Jesus: “Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen haben.” Dieser Satz wird in den kommenden Zeit noch einmal zu hören sein, wenn wir nämlich die Geschichte von der Verklärung Jesu auf dem Berg hören werden. Jesus hat sich mit seinen Jüngern Petrus und Jakobus und Johannes zurückgezogen, um ein wenig zur Ruhe zu kommen. Da erscheinen ihnen DIE Gestalten des Ersten Testaments: Mose, der seinem Volk die Gebote Gottes brachte, und Elia, der Prophet, der sein Volk immer an Gottes Wort erinnern musste. Und aus dem Himmel ertönt Gottes Stimme wie bei der Taufe: “Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.” Und alle Evangelisten fügen diesen kleinen Satz noch hinzu: “Den sollt ihr hören!”

Nichts anderes wird uns heute gesagt: Auf Jesus Christus sollen wir hören! Dieser Knecht Gottes, dieser Diener, begabt mit Gottes Geist, der schreit nicht auf den Gassen, der trägt vielmehr das Recht Gottes zu den Menschen, der wird die Niedergeschlagenen nicht quälen - und selbst wenn es in der Welt einen anderen Anschein hat, Tod und Kreuz behalten nicht das letzte Wort: Jesus Christus, das Licht in unserer so dunklen Welt, Jesus Christus wird nicht verlöschen und nicht zerbrechen, bis er auf Erden das Recht aufrichte …

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Donnerstag, 6. Januar 2022

Epiphanias 2022

6. Januar 2022

Evangelisches Gesangbuch

Im Evangelischen Gesangbuch findet man die Texte zu Epiphanias unter der Nummer 954.13. Digital findet man alles auf der Seite "Das Kirchenjahr".

Die Farben des Kirchenjahres lassen sich in dieser Grafik finden. Den liturgischen Kalender bieten die bayrischen Landeskirche und die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands an.

Für alle zitierten Bibeltexte: Lutherbibel 1984, © Deutsche Bibelgesellschaft

Wochenspruch:

Die Finsternis vergeht, und das wahre Licht scheint jetzt. (1. Joh 2, 8)

Wochenlieder:

  • Wie schön leuchtet der Morgenstern (EG 70) oder
  • Stern über Bethlehem (NB-EG 544; HE-EG 542)

Lieder für den Gottesdienst

  • EG 66,1.5 Jesus ist kommen, Grund ewiger Freuden
  • Psalm 72, 1-3.10-12.17b-19
  • EG 52,1-4 Wisst ihr noch, wie es geschehen
  • EG 69,1-3 Der Morgenstern ist aufgedrungen
  • EG 71,1-3 O König aller Ehren
  • EG 44,1-3 O du fröhliche

Evangelium Mt 2,1-12 DIE WEISEN AUS DEM MORGENLAND

1  Als Jesus geboren war in Bethlehem in Judäa zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem und sprachen: 2 Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn anzubeten.

3 Als das der König Herodes hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem, 4 und er ließ zusammenkommen alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes und erforschte von ihnen, wo der Christus geboren werden sollte. 5 Und sie sagten ihm: In Bethlehem in Judäa; denn so steht geschrieben durch den Propheten (Mi 5,1): 6 »Und du, Bethlehem im jüdischen Lande, bist keineswegs die kleinste unter den Städten in Juda; denn aus dir wird kommen der Fürst, der mein Volk Israel weiden soll.«

7 Da rief Herodes die Weisen heimlich zu sich und erkundete genau von ihnen, wann der Stern erschienen wäre, 8und schickte sie nach Bethlehem und sprach: Zieht hin und forscht fleißig nach dem Kindlein; und wenn ihr’s findet, so sagt mir’s wieder, dass auch ich komme und es anbete. 9Als sie nun den König gehört hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen her, bis er über dem Ort stand, wo das Kindlein war. 10 Als sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut 11 und gingen in das Haus und fanden das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe.

12 Und Gott befahl ihnen im Traum, nicht wieder zu Herodes zurückzukehren; und sie zogen auf einem andern Weg wieder in ihr Land.

Predigt

Ich habe mit den Gottesdienstbesuchern die Facetten von "Epiphanias" bedacht. Für die Predigt hatte ich mir allein die Stichworte aufgeschrieben. Die Infos habe ich in der Regel bei Wikipedia gefunden. 

Könige - Sterndeuter - Magier

1  Als Jesus geboren war in Bethlehem in Judäa zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem und sprachen: 2 Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn anzubeten.

Und so haben wir es gerade auch gesungen: s.o. 52,4

Die Drei heiligen Könige = Die Weisen aus dem Morgenland = Magier

Im griechischen Ausgangstext steht Μάγοι, Magoi, wörtlich „Magier“. 

Magier …, auch Mager, ist ein Wanderwort altiranischer Herkunft, das spätestens seit dem 4. Jahrhundert v. Chr. eine allgemeine Bezeichnung für einen zoroastrischen Priester darstellt. Linguistisch liegt ihm die indogermanische Wurzel *magh- mit der Bedeutung „können, vermögen, helfen“ zugrunde, zu deren Wortfamilie auch „(ver)mögen“, „Macht“ und „Maschine“ gehören.

Der Zoroastrismus bzw. Zarathustrismus … ist eine Religion, die von Zarathustra gestiftet wurde. ... Der zoroastrische Glaube … entstand zwischen 1800 und 600 v. Chr. im östlichen iranischen Hochland … und breitete sich etwa im 7. bis 4. Jahrhundert v. Chr. … in Persien und im zentralasiatischen Raum aus.

Bis ins späte 1. Jahrtausend n. Chr. war der Zoroastrismus eine Weltreligion mit Millionen Anhängern. Heute geht man von noch etwa 120.000–300.000 Anhängern aus.

Nach dem griechischen Autor Xenophon sind Mager/Magier … Experten in allen religiösen Angelegenheiten ... In seiner Biografie über König Kyros II. (*580 † 530 v. Chr.) gibt Xenophon an, dass die Mager für die Ausbildung des späteren Königs verantwortlich seien.

Bileam aus Petor vom Euphrat - Fluch wird zum Segen

4. Mose 24,17 - Balak, der König der Moabiter, ruft Bileam, der Sohn Beors, aus Petor, das am Euphrat liegt. Bileam verkündet: Ich sehe ihn, aber nicht jetzt; ich schaue ihn, aber nicht von Nahem. Es wird ein Stern aus Jakob aufgehen und ein Zepter aus Israel aufkommen …

Tatsächliches Geschehen?

Wohl eher nicht - Geschichte ist aus der biblischen Tradition genährt. Allerdings auch interessant: Im Jahr 66 n.Chr. sind Magier aus Persien mit ihrem König Tiridates auf Grund von Weissagungen durch die Sterne zum Kaiser Nero nach Neapel gezogen, um ihm als dem Weltenkönig im Westen zu huldigen … (Eduard Schweizer, Kommentar)

Anbetung der Magier

Die Magier aus dem Osten kommen, das Kind anzubeten. Zarathustrismus - Vertreter einer anderen Religion huldigen Jesus Christus - Epiphanias = Fest der Erscheinung des Herrn; Theophanie = Erscheinen Gottes

Magier und Herodes

Die Magier stehen auch im Gegensatz zum judäischen König Herodes, der den neugeborenen König aus seinem eigenen Volk umbringen will. Am Ende des Matthäus-Evangeliums fordern die Bewohner Jerusalems, dass der römische Statthalter Pontius Pilatus den Mörder Barrabas freilassen und Jesus kreuzigen soll. Der  Römer, der Heide wäscht daraufhin seine Hände in Unschuld.

Wie verhält sich einer, der Christus angebetet hat?

Er kooperiert nicht mit den Machthabern. Deshalb ziehen die Magier auch auf einem anderen Weg als über Jerusalem zurück in ihr Land im Osten. 

Herodes und der Stern

Herodes * 73 v.Chr. 4 v.Chr.

Stern von Bethlehem 7 v.Chr.

Kindermord von Bethlehem

Herodes und seine eigenen Söhne

Gefährdung eines auserwählten Kindes

  • Mose
  • Augustus
  • griechische Sagen

Magier sonst im neuen Testament

Apg 13 - Paulus in Zypern. 6 Als sie die ganze Insel bis nach Paphos durchzogen hatten, trafen sie einen Zauberer und falschen Propheten, einen Juden, der hieß Barjesus; 7 der war bei dem Statthalter Sergius Paulus, einem verständigen Mann. Dieser rief Barnabas und Saulus zu sich und begehrte, das Wort Gottes zu hören. 8 Da widerstand ihnen der Zauberer Elymas – denn so wird sein Name übersetzt – und versuchte, den Statthalter vom Glauben abzuhalten. 

Geschenke

Jesaja 60,1 Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HERRN geht auf über dir! 2 Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker; aber über dir geht auf der HERR, und seine Herrlichkeit erscheint über dir. 3 Und die Völker werden zu deinem Lichte ziehen und die Könige zum Glanz, der über dir aufgeht. … Sie werden aus Saba alle kommen, Gold und Weihrauch bringen und des HERRN Lob verkündigen. 

Psalm 72,10 Die Könige von Tarsis (?) und auf den Inseln sollen Geschenke bringen, die Könige aus Saba und Seba sollen Gaben senden. 11 Alle Könige sollen vor ihm niederfallen und alle Völker ihm dienen. … 15 Er soll leben, und man soll ihm geben vom Gold aus Saba.

Gold für den König

Weihrauch für Gott

Mein Gebet möge vor dir gelten als ein Räucheropfer, das Aufheben meiner Hände als ein Abendopfer. (Psalm 141,2) - Wie Weihrauch steige mein Gebet vor dir auf. (kath)

Myrrhe spielt noch eine besondere Rolle

Bestandteil kultischer Salbungen - Gegenstände und Priester im Tempel - Messias - der Gesalbte

    • Potenzmittel
    • Parfüm
    • Im alten Ägypten nutzte man bereits vor 3000 Jahren Myrrhe zur Einbalsamierung.
    • Bei der Grablegung Jesu spendete der Pharisäer Nikodemus hundert Pfund Aloe und Myrrhe (Joh 19,39 EU)

Tradition

Im späten 3. Jahrhundert nahm eine umfangreiche Legendenbildung ihren Anfang.

Könige

Psalm 72 - Die Könige von Tarsis (?) und auf den Inseln sollen Geschenke bringen, die Könige aus Saba und Seba sollen Gaben senden - Gold, Weihrauch und Myrrhe als königliche Geschenke

Zahl

3 Könige - 3 Geschenke - syrische Quelle des 7. Jahrhunderts und weitere andere sprechen von zwölf persischen Königen - kamen mit einem Gefolge von 1000 Mann, die vor Jerusalem ein Lager aufschlagen - was das Entsetzen der Jerusalemer Bevölkerung des des Königs erklären soll. Auch die Zahlen 2 und 4 werden geboten; seit dem 19. Jahrhundert gibt es auch die Legenden vom 4. König, der erst bei der Kreuzigung Jesu ankommt. 

Caspar, Melchior und Balthasar

Die in der Westkirche verbreiteten Namen Caspar, Melchior und Balthasar werden erstmals im 6. Jahrhundert erwähnt.

Caspar ist möglicherweise der altiranischen Sprache entlehnt und heißt „Schatzträger“, Melchior wohl dem Hebräischen malkī ’ōr (מלכי אור) „mein König ist Licht“, Balthasar als Wiedergabe von Bēl-šar-uṣur, einem neubabylonischen Namen der Bedeutung „Baal/Herr schütze den König“.

Im 7. Jahrhundert setzt der Theologe Beda Venerabilis die drei Magier in eine Beziehung zu den damals bekannten drei Erdteilen: „Im mystischen Schriftsinn bezeichnen die drei Magier die drei Teile der Welt – Asien, Afrika und Europa ...“ In manchen Darstellungen werden den dreien dann auch typische Reittiere zugeordnet: Pferd, Kamel und Elefant. Meist wird der jüngste König Caspar, in anderen Quellen auch Melchior und seltener Balthasar als der Vertreter Afrikas angesehen.

In der Kunst werden die drei oft auch als Jüngling, erwachsener Mann und Greis dargestellt - die drei Lebensalter des Menschen. So schrieb Beda Venerabilis …: Der erste soll Melchior gewesen sein, ein Greis mit weißem Barte, der zweite Caspar, ein bartloser Jüngling, der dritte Balthasar, mit dunklem Vollbart … Dabei bezieht sich das lateinische Wort fuscus („dunkel, schwärzlich“) eindeutig auf den Bart und nicht auf die Hautfarbe ...

Bei den Armeniern werden sie Kagba und Badadilma genannt; bei den Äthiopiern tragen sie die Namen Tanisuram, Mika, Sisisba und Awnison, Libtar, Kasäd.

CMB - Dreikönigssingen

Wikipedia: Den Menschen, die sie einlassen, singen die Sternsinger ein Lied und sprechen ein Gebet bzw. sagen Gedichte auf. Dann schreiben sie mit geweihter (?) Kreide C+M+B, verbunden mit der jeweiligen Jahreszahl, an die Haustüren oder die Türbalken (Haussegnung). 

Von diesen Anfangsbuchstaben der Namen Caspar, Melchior und Balthasar leitete man Mitte des 20. Jahrhunderts „Christus mansionem benedicat“ („Christus segne (dieses) Haus!“) als christlichen Segensspruch ab. Gesammelt wird meist für kinderbezogene Projekte im Rahmen der weltweiten Entwicklungszusammenarbeit.

Zusammenfassung

  • Anbetung
  • Magier und das eigene Volk des neugeborenen Königs
  • Wo stehen wir Christen?
  • Unser Einsatz heute: Kollekte für Chemchem

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