Sonntag, 28. November 2021

1. Advent 2021

28. November 2021

Brot für die Welt

Mit dem 1. Advent startet in der Evangelischen Kirche traditionell die Aktion Brot für die Welt. In diesem Jahr unterstützte der Kirchenkreis das Projekt "Genug zum Leben trotz Klimawandel in Bangladesch" (https://www.brot-fuer-die-welt.de/projekte/bangladesch-klimawandel/). 

Anspiel und Präsentation von Brot für die Welt

Wir nutzten für den Gottesdienst das Material von Brot für die Welt. Zunächst griffen wir auf das Anspiel aus dem Gottesdienstbuch von Brot für die Welt zurück (Seite 9ff). Außerdem bauten wir die von Brot für die Welt zusammengestellte Präsentation (verlinkt ist die Seite, wo man die Präsentation findet) mit Infos zu Bangladesch für die eigene Präsentation zum Adventsgottesdienst. 

Die hier und im Gottesdienst gezeigten Bilder zu Brot für die Welt stammen alle von den verlinkten Seiten. 

Bilder von biblischen Geschichten

Die Bilder zu den biblischen Geschichten findet man auf verschiedenen Internetseiten. Ursprünglich fand ich sie unter dem Stichwort "sweet publishing". Auf der Seite 

https://www.unfoldingword.org/sweet-publishing 

kann man zur Verwendung der Bilder lesen: 

The free Bible illustrations listed below are © Sweet Publishing and are made available under the terms of the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license. This means you are free to redistribute, adapt, and use these illustrations in your own work, provided that you

1. Attribute the illustrations to Sweet Publishing with a link, where possible, to http://sweetpublishing.com,

and

2. Release any derivative works (what you create with them) under the same license.

Die Fotos zur Gustav-Adolf-Kirche habe ich alle selbst gemacht. 

Evangelisches Gesangbuch

Im Evangelischen Gesangbuch findet man die Texte zum 1. Advent - teilweise - unter der Nummer 954.01. Die Reform der Perikopenordnung aus dem Jahr 2018 hat einiges durcheinander gebracht. Digital findet man alles auf der Seite "Das Kirchenjahr".

Die Farben des Kirchenjahres lassen sich in dieser Grafik finden. Den liturgischen Kalender bieten die bayrischen Landeskirche und die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands an.

Wochenspruch:

Siehe dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer. (Sach 9, 9b)

Wochenlieder:

  • Nun komm der Heiden Heiland (EG 4) oder
  • Wie soll ich dich empfangen (EG 11)

Alle nachfolgenden Bibeltexte: Lutherbibel 1984, © Deutsche Bibelgesellschaft

Lieder für den Gottesdienst

  • EG 1 Macht hoch die Tür, die Tor macht weit
  • Psalm 24
  • EG 11 Wie soll ich dich empfangen
  • EG 12 Gott sei Dank durch alle Welt
  • EG 9 Nun jauchzet, all ihr Frommen
  • EG 18 Seht, die gute Zeit ist nah

Anspiel

Der Text ist auf mehrere Sprecher verteilt. Ein Engel nimmt die Gemeinde mit durch die Zeiten und schenkt verschiedenen Menschen einen Traum. Er beginnt bei Jeremia, ist dann bei Josef, Marias Ehemann. Dann kommt er in der Gegenwart zu Pia, die in geordneten Verhältnissen in Deutschland lebt. Jantti, die der Engel zum Schluss besucht, lebt in Bangladesch und muss mit den veränderten Umweltbedingungen zurechtkommen. 

Immer, wenn der Engel sprach, wurde das Bild vom kleinen Engel auf unserem Altarbild eingeblendet. Dieses Figürchen hatte uns jemand im Herbst 2021 vor die Kirchentür gesetzt. Seither ist die Kirche sein Zuhause. 

Die Texte wurden von Teamerinnen und Teamern und von einer Kirchenvorsteherin gelesen. 

Jeremia

Ich bin in Gottes Auftrag unterwegs, durch Raum und Zeit. Wir Engel sind flüchtige Wesen, von Gott gesandt, manchmal kaum bemerkt. Aber wir können bewirken, dass Menschen träumen. Ich gebe Menschen den Traum von Gott und Gottes Reich. Darin begegnen Menschen sich achtsam und voller Liebe.  Da ist Gerechtigkeit und Friede. Hier bin ich bei Jeremia. Er lebte im Reich Juda, im heutigen Palästina, ungefähr vor 2600 Jahren.

Oh, ich habe so gut geschlafen. 

Aber jetzt bin ich wach und alle Sorgen sind wieder da. Wir vermissen unseren alten König Josia sehr. Der hörte auf Gottes Wort und wollte, dass es allen gut geht. Der jetzige König heißt Jojakim. Der ist ein Despot. 

Gott hatte zu mir gesagt: “Nimm eine Schriftrolle. Baruch soll darauf alle Worte schreiben, die ich zu dir geredet habe über Israel … von der Zeit an, da ich zu dir geredet habe, nämlich von der Zeit Josias an bis auf diesen Tag. Vielleicht wird Israel ... sich bekehren, jeder von seinem bösen Wege …”

Doch was machte Jojakim? Er ließ sich von seinem Schreiber Jehudi alles vorlesen. Sooft Jehudi nun drei oder vier Spalten gelesen hatte, schnitt Jojakim sie ab mit einem Schreibmesser und warf sie ins Feuer, das im Kohlenbecken war, bis die ganze Schriftrolle im Feuer verbrannt war. 

Aber Gott lässt sich nicht spotten. Solch ein Frevel des politischen Führers wird das Volk ins Verderben führen. 

Jetzt kommt mir wieder dieser schöne Traum in den Sinn, den ich in dieser Nacht hatte: Das wird nicht das Ende sein. … Unser Gott verlässt uns nicht. Ich weiß es, Gott wird uns irgendwann einen neuen König schenken. Das wird ein gerechter König sein. Der wird dafür sorgen, dass es auch den Kranken und Schwachen gut geht, dass sie nicht unter die Räder kommen. Und wir werden alle wieder zusammen sein. Wir werden im Tempel sein und ... Gott Loblieder singen.

Josef

Nun gehe ich 600 Jahre weiter. Hier bin ich in Nazareth. Ich werde Josef, dem Zimmermann, einen Traum schenken.

Mir geht es nicht gut. Meine Verlobte erwartet ein Kind. Das Kind ist nicht von mir. Das ist eine große Schande für uns. Ich will sie nicht ins Unglück stürzen. Deshalb wollte ich eigentlich fortgehen. Das wäre so traurig.

Aber was war denn das gerade für ein Traum: Das war so, als würde Gott selbst mit mir sprechen und sagen: „Josef, es ist alles gut, das Kind ist von Gott gewollt. Es wird ein gerechter König sein, der wird dafür sorgen, dass es allen Menschen gut geht. Gerade euch kleinen Leuten, die ihr alles so schwer habt und oft nicht wisst, wovon ihr morgen leben sollt. Dieser König wird für euch da sein.“ 

Und ich ‒ ich werde mit meiner zukünftigen Frau diesen König großziehen ‒ was für eine Ehre.

Pia

Ich gehe nun 2000 Jahre weiter: Hier bin ich bei Pia. Sie lebt in Deutschland.

gefunden bei Pixabay

Ach, ich habe gerade etwas ganz Schönes geträumt. Ich war bei meiner Freundin Lena. Sie sucht schon lange eine größere, bezahlbare Wohnung. Im Traum hatte sie eine gefunden, für sich und ihre Familie. - Dann haben wir einen Ausflug gemacht. Und auf der Straße standen fast keine Autos. Dafür fuhren wahnsinnig viele Fahrräder. Wir sind rausgefahren, an den See, mit dem Bus. Der war voller Leute. Und am See standen keine Autos, weil alle mit dem Bus gekommen waren. Denn die Leute wollten, dass sich die Erde nicht weiter erwärmt. “Wir können die Klimakrise abwenden”, sagten sie, “wenn alle mitmachen”. 

Jantti

Nun gehe ich 7000 Kilometer weiter nach Osten, und hier bin ich bei Jantti. Sie lebt in Bangladesch.

Wir machen uns jeden Tag Sorgen, hier bei uns in Bangladesch an der Küste. Früher konnten wir hier Reis und Gemüse anbauen. Aber das geht immer schwerer, sagt Mama, weil ständig so schreckliche Stürme kommen.

Die machen alles kaputt und alles ist überschwemmt. Wir müssen alle zusammen so viel arbeiten. Auch ich muss mit anpacken, dabei bin ich doch ein Kind. Und trotzdem kann ich nicht in die Schule gehen. Mein Papa fährt immer in die nächste Stadt und schaut, ob er da irgendwie Arbeit findet. Oft ist er tagelang nicht da. 

Aber was war das gerade für ein Traum? Irgendwie machte das alles gar nicht mehr viel aus. Meine Eltern hatten gelernt, wie man Reis angebaut, der auch mit Salzwasser gut wächst. davon haben wir so viel geerntet, dass wir auf einmal genug Geld hatten. Ich konnte sogar zur Schule gehen! Und wir hatten einen Schutzraum. Da konnten wir einfach rein, als die Flut kam und der Sturm. Da waren wir sicher.

Es ist wichtig, dass die Leute träumen. Im Traum sehen sie, was möglich ist. Mehr, als ihnen diese Träume zu geben, kann ich nicht für sie tun. Aber sie haben ihre Köpfe. Damit können sie aus den Träumen Ideen machen. Und sie haben ihre Hände, damit können sie die Ideen in die Tat umsetzen.

Präsentation von Brot für die Welt

Diese Präsentation schaut man sich am besten über die Seite von Brot für die Welt direkt an.

Predigtimpuls - Jeremia 23,5-8

5 Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, dass ich dem David einen gerechten Spross erwecken will. Der soll ein König sein, der wohl regieren und Recht und Gerechtigkeit im Lande üben wird. 6 Zu seiner Zeit soll Juda geholfen werden und Israel sicher wohnen. Und dies wird sein Name sein, mit dem man ihn nennen wird: »Der HERR ist unsere Gerechtigkeit«. 7 Darum siehe, es wird die Zeit kommen, spricht der HERR, dass man nicht mehr sagen wird: »So wahr der HERR lebt, der die Israeliten aus Ägyptenland geführt hat!«, 8 sondern: »So wahr der HERR lebt, der die Nachkommen des Hauses Israel heraufgeführt und hergebracht hat aus dem Lande des Nordens und aus allen Landen, wohin er sie verstoßen hatte.« Und sie sollen in ihrem Lande wohnen.

Stichworte:

Jesus Christus, König der Juden - mein Königreich ist nicht von dieser Welt

Recht und Gerechtigkeit für die Menschen überall auf der Welt - dann können Menschen in ihren Ländern in Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit leben

Partnerschaft mit dem Missionskreis Kondoa / Tansania und dem kleinen Ort Chemchem

Unsere Kirchengemeinde hat eine Partnerschaft mit Chemchem. Da unsere Verantwortliche Marga Pradel auch Vorsitzende des Partnerschaftsausschuss des Kirchenkreises ist, fließen beide Ebenen bei manchen Projekten zusammen. Zum 1. Advent wurde der Abschluss des Brunnenprojektes in Kondoa vorgestellt, das auch mit Zuschüssen von Brot für die Welt umgesetzt werden konnte. 







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Sonntag, 21. November 2021

Ewigkeits- oder Totensonntag 2021

21. November 2021

Am Ewigkeits- oder Totensonntag - auch Gedenktag der Entschlafenen genannt - steht im Zentrum des Gottesdienstes das Gedenken an die Verstorbenen des zu Ende gehenden Kirchenjahres. Die Namen werden noch einmal verlesen und für jeden Verstorbenen wird eine Osterkerze entzündet, Symbol der Auferstehung Jesu Christi von den Toten. Die biblischen Texte und die Predigt sprechen von der christlichen Hoffnung, dass nicht der Tod das letzte Wort hat, sondern Gott, der seinen Sohn von den Toten auferweckt hat und der auch uns und unsere verstorbenen Angehörigen vom Tode zum ewigen Leben erweckt.

Wir feiern morgens um 10.00 Uhr den Abendmahlsgottesdienst in der Gustav-Adolf-Kirche, nachmittags um 15.00 Uhr treffen wir uns noch einmal zum Gottesdienst auf dem Friedhof in der Hüttenstraße. Da lesen wir die Namen aller Verstorbenen, die im vergangenen Kirchenjahr auf diesem Friedhof beerdigt wurden.

Evangelisches Gesangbuch

Im Evangelischen Gesangbuch findet man die Texte zum Ewigkeits- oder Totensonntag unter den Nummern 954.73 und 74. Digital findet man alles auf der Seite "Das Kirchenjahr"; entweder man wählt "Letzter Sonntag im Kirchenjahr" oder "Gedenktag der Entschlafenen"

Die Farben des Kirchenjahres lassen sich in dieser Grafik finden. Den liturgischen Kalender bieten die bayrischen Landeskirche und die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands an: Ewigkeitssonntag oder Totensonntag.

Wochensprüche:

  • Lasst eure Lenden umgürtet sein und eure Lichter brennen. (Lk 12, 35 - Ewigkeitssonntag)
  • Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden. (Ps 90, 12 - Totensonntag)

Wochenlieder:

  • Wachet auf, ruft uns die Stimme (EG 147) Ewigkeitssonntag
  • Warum soll ich mich denn grämen (EG 370) Totensonntag

Lieder für den Gottesdienst

Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Posaunenchor und der Orgel. getragen. 

  • Eingang Pie Jesu aus Requiem op. 48 von Gabriel Faurè
  • Liedvortrag Weiß ich den Weg auch nicht
  • Psalm 90
  • EG 147,1-2 »Wachet auf«, ruft uns die Stimme
  • Liedvortrag Nearer my God to You
  • EG 369 Wer nur den lieben Gott lässt walten
  • EG 369 Man halte nur ein wenig stille

Epistel - 1. Thessalonicher 4,13-18 - Von der Auferstehung der Toten

Präfamen: Den Text der Epistellesung für den heutigen Ewigkeitssonntag haben viele von Ihnen schon auf dem Friedhof am Grab eines Angehörigen gehört, wenn Sie Abschied nehmen mussten von Ihren Lieben. Der Text steht im 1. Brief des Apostel Paulus an die Thessalonicher im 4. Kapitel.

13 Wir wollen euch aber, liebe Schwestern und Brüder, nicht im Ungewissen lassen über die, die entschlafen sind, damit ihr nicht traurig seid wie die andern, die keine Hoffnung haben. 14 Denn wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott auch die, die entschlafen sind, durch Jesus mit ihm einherführen. 15 Denn das sagen wir euch mit einem Wort des Herrn, dass wir, die wir leben und übrig bleiben bis zur Ankunft des Herrn, denen nicht zuvorkommen werden, die entschlafen sind. 16 Denn er selbst, der Herr, wird, wenn der Befehl ertönt, wenn die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallen, herabkommen vom Himmel, und zuerst werden die Toten, die in Christus gestorben sind, auferstehen. 17 Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden auf den Wolken in die Luft, dem Herrn entgegen; und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit. 18 So tröstet euch mit diesen Worten untereinander.

Predigt - Römer 6,3-8

Liebe Gemeinde, 

31 Namen habe ich verlesen - mancher ist hier, der in einer anderen Gemeinde von einem lieben Menschen Abschied nehmen musste. Manches Mal im hohen Alter, manches Mal viel zu früh, manches Mal nach schwerer Krankheit, dass wir sagen, der Tod war eine gnädige Erlösung, manches Mal ohne jegliche Vorwarnung, so dass sich die Frage nach dem Warum geradezu aufdrängt.

Wie es auch war - der Tod fragt weder nach dem Warum noch fragt er nach der Zeit, der Tod fordert unerbittlich den Abschied. Doch für uns Christen ist mit dem Tod nicht alles aus und vorbei. Im Brief an seine Gemeinde in Thessaloniki schreibt Paulus: “Wir wollen euch aber, liebe Schwestern und Brüder, nicht im Ungewissen lassen über die, die entschlafen sind, damit ihr nicht traurig seid wie die andern, die keine Hoffnung haben.” 1. Kor 15,20: “... Christus ist auferweckt von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind.” Paulus ist dem Auferstandenen vor Damaskus begegnet. Und in dieser Überzeugung formuliert Paulus: “... wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott auch die, die entschlafen sind, durch Jesus mit ihm einherführen.”

Im Brief an die Römer verbindet der Apostel den Tod mit der Taufe. Für Paulus spiegelt sich so im Beginn des christlichen Lebens das Ende des irdischen Weges wieder. “Wisst ihr nicht, dass alle, die wir auf Christus Jesus getauft sind, die sind in seinen Tod getauft?” So beginnt dieser Text. Hören wir, was Paulus im 6. Kapitel seines Briefes an die Christen in Rom schreibt. 

Wisst ihr nicht, dass alle, die wir auf Christus Jesus getauft sind, die sind in seinen Tod getauft? 4 So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, auch wir in einem neuen Leben wandeln. 5 Denn wenn wir mit ihm verbunden und ihm gleichgeworden sind in seinem Tod, so werden wir ihm auch in der Auferstehung gleich sein. 6 Wir wissen ja, dass unser alter Mensch mit ihm gekreuzigt ist, damit der Leib der Sünde vernichtet werde, so dass wir hinfort der Sünde nicht dienen. 7 Denn wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde. 8 Sind wir aber mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden.

Heute, wenn wir in der Regel Kinder taufen, dann erschreckt uns der Gedanke an den Tod sehr. Wir haben das gerade geschenkte Leben vor uns - auch wenn manche Eltern die bittere Erfahrung machen müssen, dass ihre Kinder nicht leben können. Dieses Leben fördern, auch wenn die die Welt gerade Kopf steht. 

Aber Paulus hat ein anderes Taufbild. Es sind in der Regel die Erwachsenen, die getauft werden und die dazu in einen Fluss, einen See oder in ein großes Taufbecken steigen und für die Taufe ganz untertauchen. Das ist tatsächlich so etwas wie ein kleines Sterben. Wer schon einmal Atemnot unter Wasser hatte, der weiß, welche Ängste da in einem aufsteigen können. 

Aber der Getaufte bleibt ja nicht unter Wasser. Er taucht wieder auf, um durchzuatmen und in einem neuen Leben zu wandeln. Ein neuer Mensch ist geboren, der sich jetzt mit seinem ganzen Wesen Gott zuwendet. 

Paulus nimmt genau diesen Moment: In der Taufe sterben im Moment des Untertauchens mit Jesus; uns so, wie wir mit ihm sterben, so werden wir mit ihm am Tag der Auferstehung neues Leben empfangen. 

Paulus blickt an dieser Stelle aber nicht allein auf den Tod und die Auferstehung, er nimmt auch das Leben der Christen in den Blick. In der Taufe, so sagt er es, sterben wir der Sünde. Die Sünde, die Macht, die uns von Gott weglocken oder auch wegziehen will, die hat keine Macht mehr über unser. Als begnadigte Sünder können wir versuchen, unser Leben so zu gestalten, dass es Gott gefallen könnte. 

Wenn das unsere Hoffnung ist, können wir unsere Toten getrost Gott anvertrauen. Bei ihm sind sie in Ewigkeit geborgen. Hier auf Erden bewahren wir ihnen ein liebevolles Andenken. Wir erzählen die schönen Geschichten, die Momente, in denen wir glücklich waren. Und wo es etwas zu verzeihen gab, da können wir genau dies tun: Wie Gott uns vergibt, so vergeben auch wir. 

Für uns, die wir zurückbleiben und weiterleben gilt dann: 

Unser Leben währet siebzig Jahre,
und wenn’s hoch kommt, so sind’s achtzig Jahre,
vielleicht auch 90 und noch mehr
... vergebliche Mühe …
Aber vielleicht gehört das alles dazu, damit wir ...
… bedenken, dass wir sterben müssen,
auf dass wir klug werden.

Wir sollen keine Angst bekommen, wir dürfen vielmehr dankbar sein für jeden Tag, den Gott uns schenkt. Wir können dieses Geschenk sinnvoll und mit Rücksicht auf die anderen gestalten, dass wir dereinst vor ihn treten und sagen können: Wir haben es versucht, nach bestem Wissen und Gewissen. Manches ist gelungen, manches leider auch nicht. Aber wie es auch sei, darauf vertrauen wir:

Sind wir mit Christus gestorben in der Taufe, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden in Ewigkeit in Gottes himmlischen Reich.

Amen. 

15.00 Uhr - Andacht auf dem Friedhof

Jesu geh voran

Psalm 126 - Der Herr erlöst seine Gefangenen

Wenn der HERR die Gefangenen Zions erlösen wird, 
so werden wir sein wie die Träumenden. 
Dann wird unser Mund voll Lachens 
und unsre Zunge voll Rühmens sein. 
Da wird man sagen unter den Völkern: 
Der HERR hat Großes an ihnen getan! 
Der HERR hat Großes an uns getan; 
des sind wir fröhlich. 
HERR, bringe zurück unsre Gefangenen, 
wie du die Bäche wiederbringst im Südland. 
Die mit Tränen säen, 
werden mit Freuden ernten. 
Sie gehen hin und weinen 
und tragen guten Samen 
und kommen mit Freuden 
und bringen ihre Garben.

Lesung - Gegen die Leugnung der Auferstehung der Toten - 1. Kor 15

12 Wenn aber Christus gepredigt wird, dass er von den Toten auferweckt ist, wie sagen dann einige unter euch: Es gibt keine Auferstehung der Toten? 13 Gibt es keine Auferstehung der Toten, so ist auch Christus nicht auferweckt worden. 14 Ist aber Christus nicht auferweckt worden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich. 15 Wir würden dann auch als falsche Zeugen Gottes befunden, weil wir gegen Gott bezeugt hätten, er habe Christus auferweckt, den er nicht auferweckt hätte, wenn doch die Toten nicht auferstehen. 16 Denn wenn die Toten nicht auferstehen, so ist Christus auch nicht auferstanden. 17 Ist Christus aber nicht auferstanden, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden; 18 dann sind auch die, die in Christus entschlafen sind, verloren. 19 Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christus, so sind wir die elendesten unter allen Menschen.

20 Nun aber ist Christus auferweckt von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind.

Von guten Mächten

Predigt

Alles hat seine Zeit - Prediger 3

1 Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde: 2 geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit; … 4 weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit; … 6 suchen hat seine Zeit, verlieren hat seine Zeit; … schweigen hat seine Zeit, reden hat seine Zeit; 8 lieben hat seine Zeit, hassen hat seine Zeit; Streit hat seine Zeit, Friede hat seine Zeit. 

… 10 Ich sah die Arbeit, die Gott den Menschen gegeben hat ... 

Arbeit war sein, war ihr ganzes Leben … Manchmal Mühsal und Not, manches Mal aber auch verbunden mit viel Freude. 

11 Er hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende. 

Da wohnt ein Sehnen tief in uns, o Gott, nach dir, dich zu sehn, dir nah zu sein. Es ist ein Sehnen, ist ein Durst nach Glück, nach Liebe, wie nur du sie gibst. 

um Frieden, um Freiheit, um Hoffnung ...
um Einsicht, Beherztheit, um Beistand 
um Heilung, um Ganzsein, um Zukunft bitten wir. 

Dass du, Gott, das Sehnen, den Durst stillst ...

12 Da merkte ich, dass es nichts Besseres dabei gibt als fröhlich sein und sich gütlich tun in seinem Leben. 13 Denn ein Mensch, der da isst und trinkt und hat guten Mut bei all seinem Mühen, das ist eine Gabe Gottes. 14 Ich merkte, dass alles, was Gott tut, das besteht für ewig; man kann nichts dazutun noch wegtun. Das alles tut Gott, dass man ihn fürchte. 

So nimm denn meine Hände

Fürbitte

Wachet auf, ruft uns die Stimme

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Mittwoch, 17. November 2021

Buß- und Bettag 2021

17. November 2021

Evangelisches Gesangbuch

Im Evangelischen Gesangbuch findet man die Texte zum Buß- und Bettag unter der Nummer 954.72. Digital findet man alles auf der Seite "Das Kirchenjahr".

Die Farben des Kirchenjahres lassen sich in dieser Grafik finden. Den liturgischen Kalender bieten die bayrischen Landeskirche und die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands an.

Wochenspruch:

Gerechtigkeit erhöht ein Volk, aber die Sünde ist der Leute Verderben. (Spr 14, 34)

Alle nachfolgenden Bibeltexte: Lutherbibel 1984, © Deutsche Bibelgesellschaft

Wochenlieder

  • Aus tiefer Not schrei ich zu dir (EG 299, EG 299)
  • Komm in unsre stolze Welt (EG 428)

Gottesdienst

EG 390 Erneure mich, o ewigs Licht 1-3

Vorbemerkung: Geschichte vom Propheten Jona - Jona im Walfischbauch - bisher großen Bogen um die Geschichte gemacht - aber durch die Weltklimakonferenz in Glasgow - und durch all die anderen Bedrohungen, die uns das Leben schwer machen - dadurch bekam die Geschichte für mich plötzlich eine ganz aktuelle Bedeutung. Ich will in diesem Gottesdienst alle 4 Kapitel betrachten. 

Auch wenn ich im Verlauf des Gottesdienstes scheinbar unbefangen von “Jona im Walfischbauch” rede, dann ist das nicht wortwörtlich zu verstehen. “Jona im Walfischbauch” ist ein Bild für die Dunkelheit, die Aussichtslosigkeit, die Menschen in ihrem Leid umgeben kann.

Jona 1 - Jonas Flucht vor Gott 

1 Es geschah das Wort des HERRN zu Jona, dem Sohn Amittais: 2 Mache dich auf und geh in die große Stadt Ninive und predige wider sie; denn ihre Bosheit ist vor mich gekommen. 3 Aber Jona machte sich auf und wollte vor dem HERRN nach Tarsis fliehen und kam hinab nach Jafo. Und als er ein Schiff fand, das nach Tarsis fahren wollte, gab er Fährgeld und trat hinein, um mit ihnen nach Tarsis zu fahren, weit weg vom HERRN. 4 Da ließ der HERR einen großen Wind aufs Meer kommen, und es erhob sich ein großes Ungewitter auf dem Meer, dass man meinte, das Schiff würde zerbrechen. 5 Und die Schiffsleute fürchteten sich … und einer sprach zum andern: Kommt, wir wollen losen, dass wir erfahren, um wessentwillen es uns so übel geht. Und als sie losten, traf's Jona. ... 9 Er sprach zu ihnen: Ich bin ein Hebräer und fürchte den HERRN, den Gott des Himmels, der das Meer und das Trockene gemacht hat. ... 11 Da sprachen sie zu ihm: Was sollen wir denn mit dir tun, dass das Meer stille werde und von uns ablasse? Denn das Meer ging immer ungestümer. 12 Er sprach zu ihnen: Nehmt mich und werft mich ins Meer, so wird das Meer still werden und von euch ablassen. Denn ich weiß, dass um meinetwillen dies große Ungewitter über euch gekommen ist. 13 Doch die Leute ruderten, dass sie wieder ans Land kämen; aber sie konnten nicht, denn das Meer ging immer ungestümer gegen sie an. 14 Da riefen sie zu dem HERRN und sprachen: Ach, HERR, lass uns nicht verderben um des Lebens dieses Mannes willen und rechne uns nicht unschuldiges Blut zu; denn du, HERR, tust, wie dir's gefällt. 15 Und sie nahmen Jona und warfen ihn ins Meer. Da wurde das Meer still und ließ ab von seinem Wüten. …

2,1 Aber der HERR ließ einen großen Fisch kommen, Jona zu verschlingen. Und Jona war im Leibe des Fisches drei Tage und drei Nächte. 2 Und Jona betete zu dem HERRN, seinem Gott, im Leibe des Fisches ...

Jona 2 - Psalm

Ich rief zu dem HERRN in meiner Angst, 
und er antwortete mir. 
Ich schrie aus dem Rachen des Todes, 
und du hörtest meine Stimme. 
4 Du warfst mich in die Tiefe, mitten ins Meer, 
dass die Fluten mich umgaben. 
Alle deine Wogen und Wellen gingen über mich, 
5 dass ich dachte, ich wäre von deinen Augen verstoßen, 
ich würde deinen heiligen Tempel nicht mehr sehen. 
6 Wasser umgaben mich bis an die Kehle, 
die Tiefe umringte mich, 
Schilf bedeckte mein Haupt. 
7 Ich sank hinunter zu der Berge Gründen, 
der Erde Riegel schlossen sich hinter mir ewiglich. 
Aber du hast mein Leben aus dem Verderben geführt, HERR, mein Gott! 
8 Als meine Seele in mir verzagte, 
gedachte ich an den HERRN, 
und mein Gebet kam zu dir in deinen heiligen Tempel. 
9 Die sich halten an das Nichtige, 
verlassen ihre Gnade. 
10 Ich aber will mit Dank dir Opfer bringen. 
Meine Gelübde will ich erfüllen. 
Hilfe ist bei dem HERRN.
 

EG 366 Wenn wir in höchsten Nöten sein 1-4


Jona 3 - Jonas Predigt und Ninives Buße

Bevor wir schauen, wie es mit Jona weitergeht - wir wissen ja, der Fisch spuckt ihn wieder aus -, müssen wir uns noch einmal erinnern, wie Jona zu Gott steht. Als die Seeleute Jona als denjenigen erkennen, der für den Sturm verantwortlich ist, da antwortet Jona ihnen: “Ich bin ein Hebräer und fürchte den HERRN, den Gott des Himmels, der das Meer und das Trockene gemacht hat.” Angesichts des Anfangs ist das schon ein starker Satz. “Mache dich auf und geh in die große Stadt Ninive und predige wider sie; denn ihre Bosheit ist vor mich gekommen.” Das war der Auftrag Gottes an Jona. Und was macht der, der “den HERRN, den Gott des Himmels” fürchtet, den Gott, “der das Meer und das Trockene gemacht hat”? Jona macht sich auf und flieht vor gott nach Tarsis … Ohne dass es überheblich sein soll: Das ist keine Gottesfurcht. 

Wenn wir uns dann aber Jonas Gebet in Erinnerung rufen, dann müssen wir festhalten: Jona hat seine Lektion offensichtlich gelernt, ihn hat die Not beten gelehrt - und Gott hat ihn erhört. Es ist ein berührendes Gebet. Jonas ganze Not kommt in diesen Zeilen zum Ausdruck: 

Ich rief zu dem HERRN in meiner Angst, 
Ich schrie aus dem Rachen des Todes, 
4 Du warfst mich in die Tiefe, mitten ins Meer, 
dass die Fluten mich umgaben. 
Alle deine Wogen und Wellen gingen über mich, 
6 Wasser umgaben mich bis an die Kehle, 
die Tiefe umringte mich …

Im letzten Vers seines Gebetes wird deutlich, dass Jona sich letztlich an Gott halten will: 

10 Ich aber will mit Dank dir Opfer bringen. 
Meine Gelübde will ich erfüllen. 
Hilfe ist bei dem HERRN.

11 Und der HERR sprach zu dem Fisch, und der spie Jona aus ans Land.

1 Und es geschah das Wort des HERRN zum zweiten Mal zu Jona: 2 Mach dich auf, geh in die große Stadt Ninive und predige ihr, was ich dir sage! 3 Da machte sich Jona auf und ging hin nach Ninive, wie der HERR gesagt hatte. ... 

4 Und Jona … predigte … und sprach: Es sind noch vierzig Tage, so wird Ninive untergehen. 5 Da glaubten die Leute von Ninive an Gott und riefen ein Fasten aus und zogen alle, Groß und Klein, den Sack zur Buße an. 

6 Und als das vor den König von Ninive kam ...

Die Menschen reagieren auf Jonas Predigt. Sie warten nicht, bis die da oben etwas machen, sondern sie lassen sich von Jonas Predigt inspirieren, selbst mit der Umkehr, mit der Buße zu beginnen. 

6 Und als das vor den König von Ninive kam, stand er auf von seinem Thron und legte seinen Purpur ab und hüllte sich in den Sack und setzte sich in die Asche 7 und ließ ausrufen und sagen in Ninive als Befehl des Königs und seiner Gewaltigen: 

Es sollen weder Mensch noch Vieh, weder Rinder noch Schafe etwas zu sich nehmen, und man soll sie nicht weiden noch Wasser trinken lassen; 8 und sie sollen sich in den Sack hüllen, Menschen und Vieh, und heftig zu Gott rufen. Und ein jeder kehre um von seinem bösen Wege und vom Frevel seiner Hände! 9 Wer weiß, ob Gott nicht umkehrt und es ihn reut und er sich abwendet von seinem grimmigen Zorn, dass wir nicht verderben. 

Der König und seine Großen lassen sich anstecken und inspirieren von dem, was das Volk tut. Sie schließen sich der Umkehr an: “... ein jeder kehre um von seinem bösen Wege und vom Frevel seiner Hände …” Das ist ein guter Vorsatz. 

“Wer weiß, ob Gott nicht umkehrt und es ihn reut und er sich abwendet von seinem grimmigen Zorn, dass wir nicht verderben.” Sicher ist sich der König nicht, aber was hat man schließlich zu verlieren. Es könnte klappen. 

Eine etwas andere Sicht: Wenn jeder den bösen Weg verlässt, wenn die Hände - und wohl auch der Mund und der ganze Mensch - wenn kein Frevel mehr geschieht, wenn anderen - Menschen und Tieren und auch der Umwelt - kein Schaden mehr zugefügt wird, wenn Menschen stattdessen für einander und für die ganze Welt Gutes tun, dann wird sich alles auch zum Guten fügen. Und das nicht, weil gott von der Strafe ablässt, sondern weil Menschen auf dem gottgewollten Weg sich bewegen. 

10 Als aber Gott ihr Tun sah, wie sie umkehrten von ihrem bösen Wege, reute ihn das Übel, das er ihnen angekündigt hatte, und tat's nicht.

Was dann passiert, ist eigenartig. 

Jona 4 - Jonas Unmut und Gottes Antwort

1 Das aber verdross Jona sehr, und er ward zornig 2 und betete zum HERRN und sprach: Ach, HERR, das ist's ja, was ich dachte, als ich noch in meinem Lande war. Deshalb wollte ich ja nach Tarsis fliehen; denn ich wusste, dass du gnädig, barmherzig, langmütig und von großer Güte bist und lässt dich des Übels gereuen. 3 So nimm nun, HERR, meine Seele von mir; denn ich möchte lieber tot sein als leben. 

4 Aber der HERR sprach: Meinst du, dass du mit Recht zürnst? … Sollte mich … nicht jammern Ninive, eine so große Stadt, in der mehr als hundertzwanzigtausend Menschen sind, die nicht wissen, was rechts oder links ist, dazu auch viele Tiere?

Letztendlich ist es so, wie es uns der Wochenspruch sagt: 

… die Sünde ist der Leute Verderben ...
… aber Gerechtigkeit erhöht ein Volk ...  (Spr 14, 34)

EG 366 Wenn wir in höchsten Nöten sein 5-7


Abendmahl

Psalm 51 - Gott, sei mir Sünder gnädig! 

(Der vierte Bußpsalm - EG 727)

Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte,
und tilge meine Sünden nach deiner großen Barmherzigkeit.
Wasche mich rein von meiner Missetat,
und reinige mich von meiner Sünde;
denn ich erkenne meine Missetat,
und meine Sünde ist immer vor mir.
An dir allein habe ich gesündigt 
und übel vor dir getan
auf dass du Recht behaltest in deinen Worten
und rein dastehst, wenn du richtest.
Siehe, dir gefällt Wahrheit, die im Verborgenen liegt,
und im Geheimen tust du mir Weisheit kund.
Lass mich hören Freude und Wonne,
dass die Gebeine fröhlich werden, die du zerschlagen hast.
Verbirg dein Antlitz vor meinen Sünden,
und tilge alle meine Missetat.
Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz,
und gib mir einen neuen, beständigen Geist.
Verwirf mich nicht von deinem Angesicht,
und nimm deinen Heiligen Geist nicht von mir.
Erfreue mich wieder mit deiner Hilfe,
und mit einem willigen Geist rüste mich aus.

Lossprechung

Jesus Christus spricht: „Kommt her zu mir alle, die ihr unter Sorgen und Schuld leidet; ich will euch Erleichterung verschaffen.“

Wir brauchen jetzt nicht mehr zurückblicken in unsere Vergangenheit, wir können vielmehr nach vorn schauen, in unsere Zukunft. Was uns belastet hat, das zählt vor Gott nicht mehr. Frei von Schuld können wir einen neuen Weg beginnen. Reinen Herzens, fröhlich und mutig, können wir wieder aufeinander zugehen.

Gott begleite uns mit seinem Heiligen Geist. Amen.

Vaterunser und Einsetzungsworte


fT 191 Verleih uns Frieden

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